Spezifische Lebenssituationen Gefangenenpastoral Katholische Kirche in Oberösterreich
 

Mitarbeit

Die Begegnung und Auseinandersetzung mit vielfach gebrochenem Leben im Gefängnis wirkt belastend und kränkend. Um Inhaftierte in ihrer Ausnahmesituation begleiten zu können, brauchen GefangenenseelsorgerInnen eine profunde Einführung in die Gefängnisarbeit, eine profunde Ausbildung, fachliche Begleitung durch den Referenten für Gefangenenpastoral und eine starke berufliche Identität.

Ausbildungszugänge

  • Studium der Theologie: Fachtheologie mit ergänzenden Teilen aus dem Studium Kath, Religion (Pädagogik für Grundschulen) oder Studium Katholische Religion mit Ergänzungen aus der Fachtheologie (Homiletik)
  • Abschluss am Seminar für kirchliche Berufe: Langform (4 Jahre) oder Berufsbegleitende Ausbildung (2 Jahre nach Abschluss vom Theologischen Fernkurs)
  • Ökumenisches Einführungsseminar für Gefangenenpastoral (berufsbegleitend in den ersten beiden Dienstjahren)

Erforderliche Fähigkeiten

  • die eigene Spiritualität in Verbundenheit mit der Kirche zu leben
  • die Berufserfahrung (Leben in Unfreiheit, Umgang mit Strafe und Schuld, Erfahrung von Ohnmacht im Justizapparat) theologisch zu reflektieren
  • mit Symbolen, Riten und Sakramenten in einer tröstenden, stützenden und würdevollen       Weise umzugehen
  • einen ökumenischen und interreligiösen Dialog zu führen
  • Bereitschaft, sich in die Kirche kritisch und loyal einzufügen
  • Teamfähigkeit
  • psychische Belastbarkeit

 

Kriterien für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Gefangenenpastoral

  • tragfähige Motivation für die seelsorgliche Arbeit im Gefängnis
  • stabile Persönlichkeit
  • Einfühlungsvermögen und Toleranz
  • Bereitschaft zur Reflexion


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