Die Pfarrkirche


Auf 817 m Seehöhe gelegen, sind Kirchturm und Kirche bei klarem Wetter weitum sichtbar. Der Blick vom Kirchturm aus umfasst das westliche Mühlviertel bis zum Hansberg und zum Böhmerwald, geht ins Bayerische und über die Donau bis weit ins Alpenvorland. Nur ein Stück Wald im Süden und der Wald des Ameisberges verwehren den Blick auf das vollständige Panorama der Landschaft.

Auf dem südlichen Ausläufer des Ameisbergs errichtet, steht die Kirche da wie eine für diesen Platz vorgesehene Burg. Das Äußere der Kirche wirkt auch wie eine Wehrburg und wie ein Wahrzeichen.

Zu groß für eine Dorfkirche ragt sie unter ihren Schwesterkirchen hervor; und wiederum schlichter als die berühmten Kirchen ist sie bleibende Erinnerung an die große Zeit der Besiedlung und Entfaltung des Landes unter den Bischöfen Passaus im 13. Jahrhundert.

Die Kirche Pfarrkirchens liegt im Gegensatz zu den meisten Pfarrorten des Mühlviertels im Zentrum des Ortes. Sie ist, wie das früher häufig bei den Kirchorten anzutreffen gewesen ist, von einem mit einer Ringmauer umschlossenen Kirchhof umgeben. Der Hauptzugang führt durch einen Torturm, der zwischen der Alten Schule und dem Mesnerhaus den Weg zur Kirche weist.

Diese Anlageform weist auf eine geplante Gründung des Ortes hin. Die Kirche mit dem Friedhof beherrschte das Zentrum, einige wenige Häuser waren im Kreis herum angeordnet. Grund und Boden ringsum gehörten dem zur Kirche gestifteten Pfarrhof. Daher war eine Entwicklung des Ortes von vorneherein unterbunden. Dies dürfte durchaus in der Absicht der Gründer gewesen sein und hatte Bestand bis zur Grundablöse Mitte des 19. Jahrhunderts und bis zum Ende der Bewirtschaftung des Pfarrhofes in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts.

Näheres finden Sie im Heimatbuch der Gemeinde und Pfarre Pfarrkirchen, das Sie über das Gemeindeamt beziehen können. (E-Mail)