Gegenüber dem
vorderen Eingang
zur Kirche befindet
sich auf dem
Friedhofsplatz noch eine
der schon selten
gewordenen originalen Loretokapellen. Während vielerorts solche Kapellen schon längst in andere Arten von Kapellen umgewandelt oder gänzlich aufgelassen
worden sind, ist die Kapelle bei uns noch im ursprünglichen Stil erhalten.
In Oberösterreich finden sich außer bei uns Loretokapellen nur mehr in Lambach, Christkindl, Steyr, Gutau und im Alten Dom in Linz. Viele kennen die berühmten Loretokapellen in Prag und Rimau in Böhmen oder in Thyrnau in Bayern. Sie alle sind eine mehr oder weniger getreue Nachbildung des "Heiligen Hauses" von Loreto.
Gerade in jüngerer Zeit kommen die so genannten Schwarzen Madonnen wieder in Mode. Dies hat weniger mit dem christlichen Glauben, als mit der Suche nach Spirituellem, nach Halt und Sicherheit inmitten eines sehr unübersichtlichen Marktes der Sinngebungen zu tun.
Die Schwarzen Madonnen der Loretokapellen sind als gegenreformatorische Propaganda im 17. Jahrhundert in Böhmen, Österreich und Bayern weit verbreitet gewesen.
Für den Gläubigen zählen gewiss nicht die Herkunft und die Gechichte des Madonnenbildes, sondern seine Empfindungen und seine Beziehung zur dargestellten Muttergottes, von der er Trost und Heilung zu empfängen hofft.