DIE GESCHICHTE DER PFARRE CHRISTKÖNIG IM ÜBERBLICK
(Von Dr. Oskar Dohle)
Vorgeschichte
1492 bewilligte Kaiser
Friedrich III. die Errichtung einer Kapelle in Urfahr, die mit Zustimmung
des Bischofs von Passau das Patrozinium des Hl. Nikolaus und des Hl. Christophorus
erhalten sollte. Die Kirchweihe erfolgte 1505. Urfahr blieb jedoch weiterhin
Teil der Linzer Stadtpfarre.
1680 gründeten die Kapuziner ein Hospiz in Urfahr und 1687 ein eigenes
Kloster. Der Klosterbau konnte bereits 1694 fertiggestellt werden, die dazugehörige
Kirche, heutige Stadtpfarrkirche Urfahr, mit dem Patrozinium des Hl. Josef
wurde am 16. Juli 1702 geweiht. Nachdem die Reformmaßnahmen Kaiser Josef
II. die Aufhebung des Kapuzinerklosters in Urfahr zur Folge hatten, erfolgte
am 6. März 1784 die Gründung der Pfarre Urfahr. Der 1792 errichtete
Kirchturm der Pfarrkirche fiel 1833 einem Brand zum Opfer, konnte jedoch bereits
1834 wieder aufgebaut werden. Die wenige hundert Meter stromaufwärts
gelegene Nikolaikirche wurde 1789 endgültig gesperrt und samt ehemaligem
Friedhofsgelände an die Schiffermeisterfamilie Rosenauer verkauft. Die
letzten Baureste wurden erst 1975 geschleift.
Urfahr, seit 1808 Markt, wurde im Mai 1882 zur Stadt erhoben und erhielt im
November jenes Jahres ein eigenes Stadtwappen. Die Pläne für eine
Renovierung und neue künstlerische Ausgestaltung des Kircheninneren können
wohl im Zusammenhang mit dieser Aufwertung von Urfahr gesehen werden. Zu diesem
Zweck wurde 1883 der Stadtpfarrkirche-Kirchen-Verschönerungsverein gegründet
und bereits 1884-1887 erfolgte die erste große Renovierung der Pfarrkirche
von Urfahr. Der Chor und das Langhaus erhielten Decken- und Wandmalereien
mit biblischen Szenen und Darstellungen aus dem Leben des Hl. Josef. Bedingt
durch den Anstieg der Einwohnerzahl von Urfahr entstanden jedoch schon um
die Wende zum vorigen Jahrhundert Pläne für eine Erweiterung der
bestehenden Pfarrkirche beziehungsweise für einen Kirchenneubau.
Der
Kirchenbauverein Urfahr vor 1914
Am 12. Jänner 1903 erfolgte unter Stadtpfarrer Alois Lintl die Umwandlung
des bestehenden Stadtpfarrkirchen-Verschönerungsvereines in den Kirchenbauverein
der Stadt Urfahr. In § 1 der Statuten wurde festgelegt: Der Verein hat
den Zweck, Mittel zur Erbauung und Ausschmückung einer neuen Stadtpfarrkirche
in Urfahr zu beschaffen.
Im Jänner 1911 beschloss die Generalversammlung des Kirchenbauvereins
der Stadt Urfahr eine neue Pfarrkirche zu bauen. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges
bedeutete jedoch ein vorläufiges Ende aller Bestrebungen für einen
Kirchenbau in Urfahr.
Vom Beschluss für eine zweite Pfarrkirche 1927 bis zur Grundsteinlegung
1934
In der Generalversammlung vom 13. Februar 1927 beschloss der Kirchenbauverein
mit großer Begeisterung den Neubau einer zweiten Pfarrkirche. Wichtig
für die weitere Entwicklung ist der Umstand, dass erstmals auch die in
Zukunft zu erfolgende Pfarrteilung besprochen wurde.
Im Jahre 1928 erwarb der Kirchenbauverein Urfahr ein 14000 m² großes Grundstück, das im Bereich Freistädterstraße 121 bis 127 gelegen war. Dieser Grund war bereits 1898 von der damaligen Stadtgemeinde Urfahr für eine kirchliche Widmung angekauft worden, wobei man damals jedoch an die Anlage eines konfessionellen Friedhofes dachte. Bereits in der Zwischenkriegszeit hatte die Gemeinde Linz den 1919 eingemeindeten Stadtteil Urfahr für den Bau von Wohnsiedlungen in Betracht gezogen. Aus diesem Grund wurde ein neues Verbauungskonzept erstellt. Die noch zu errichtende Kirche sollte näher an den eigentlichen Siedlungsbereich rücken, weshab man Mitte Oktober 1929 an den Kirchenbauverein wegen eines möglichen Grundtausches herantrat. Neuer Baugrund wurde ein Grundstück, heute Ecke Wildbergstraße - Freistädterstraße, mit einer Größe von rund 11 000 m². Der Tauschvertrag ist erst mit 5. August 1933 datiert - es war nicht ganz einfach, ein geeignetes Grundstück von entsprechender Größe zu finden.
Keine Einigkeit herrschte bei den Verantwortlichen über den Titel der zukünftigen Pfarrkirche. Stadtpfarrer Josef Prammer schlug am 3. Jänner 1930 als Obmann des Kirchenbauvereines dem Bischöflichen Ordinariat den Titel Christus, der König vor. Weitere Vorschläge, die zur Diskussion standen, waren St. Theresia vom Kinde Jesu und St. Nikolaus, in Erinnerung an die erste Kirche von Urfahr. Am 18. Februar übermittelte der Vereinsausschuss dem Bischöflichen Ordinariat den vorläufigen Titel Friedenskirche zu Ehren der seligen Jungfrau Maria als Königin des Friedens. Bei der Vereinsausschusssitzung am 1. Mai 1934 konnte schließlich Einigung über den endgültigen Kirchentitel Friedenskirche mit dem Titel Christkönig erzielt werden. Dieser Titelvorschlag erhielt am 5. Mai die Zustimmung von Seiten der Diözese.
Der neue Baugrund erforderte naturgemäß eine Adaptierung der ursprünglichen Kirchenpläne, also kam das Gemeinschaftsprojekt der Architekten Behrens, Popp und Feichtelbauer zum Zug. Am 18. Dezember 1933 wurde die Baugenehmigung erteilt. Am 23. Oktober, dem Christkönigsfest, fand der feierliche Spatenstich für den Bau der Friedenskirche statt. Am 13. März 1934 erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Kirche.
Die Anfänge kirchlichen Lebens in Christkönig
Der erste Bauabschnitt umfaßte den Raum unter dem heutigen Chor, die Kriegerkapelle und die heutige Taufkapelle. Die erste Glocke der Kirche stammte aus der Glockengießerei in St. Florian. Ungewöhnlich ist das weitere Schicksal dieser Glocke, denn sie überdauerte den Zweiten Weltkrieg und hing dann nach Fertigstellung des Kirchturmes jahrzehntelang unbenutzt im Bereich der Kriegerkapelle. Im Oktober 1991 wurde sie anlässlich der Feiern zum 40 Jahrjubiläum der Pfarrerhebung der evangelischen Nachbargemeinde geschenkt. Sie hängt seither auf einem Metallgerüst an der Freistädterstraße, vor der Gustav-Adolf-Kirche und wird am Sonntag vor dem Gottesdienst geläutet.
Schon am 25. November 1934 fand die Weihe dieser ersten Kirche statt. Im Februar 1937 erfolgte die Weihe des ersten Kreuzweges und im November darauf die der Kriegerkapelle mit einer Pietá.
Kriegsjahre und Nachkriegszeit
Am 18. Oktober 1941 wurde Christkönig mit Wirkung vom 1. November 1941 zur Kooperatorexpositur erhoben und Rudolf Bramerdorfer, vorher Pfarrvikar in Kopfing, zum Expositus von Christkönig, Linz bestellt und am 5. November feierlich in sein neues Amt eingeführt. Der neue Seelsorgesprengel umfasste ein Gebiet mit ungefähr 5.000 Einwohnern mit ca. 4.500 Katholiken. Die neue Expositur erhielt von der Mutterpfarre fast alle pfarrlichen Rechte übertragen. Die Berechtigung zur Führung eigener Matriken folgte am 1. Jänner 1942 und das Begräbnisrecht schließlich am 1. Jänner 1944.
Am 14. Juni 1942 fand zum ersten Mal Erstkommunion in der Friedenskirche statt. Am Sonntag, dem 28. März, brachte eine Zählung 1800 Kirchenbesucher. Anfang September 1942 erfolgte die Beschlagnahme der Kirche für Luftschutzzwecke. Sie sollte als Möbellager dienen, doch bereits am 16. September 1942 wurde diese Anordnung widerrufen, da die Kirche nun im Falle von Luftangriffen als Sammel- und Aufbewahrungsstätte für Leichen im Stadtteil Urfahr dienen sollte. Sie konnte aber bis auf weiteres für liturgische Zwecke verwendet werden. Im Juli 1943 wurde vor der Kirche ein Löschteich angelegt, um im Falle von Luftangriffen genügend Wasser zur Verfügung zu haben. Kurz nach der Fertigstellung dieses Teiches ertrank darin ein Knabe, dem es gelungen war, die noch unzureichende Abgrenzung zu überklettern. Im Sommer 1943 mußte der Mesner einen Luftschutzkurs besuchen und unter einem Stiegenaufgang, in einer ehemaligen Kohlenkammer, wurde ein provisorischer Schutzraum eingerichtet. Dorthin wurde bei Luftangriffen das Allerheiligste gebracht. Die einzige größere Baumaßnahme während des Krieges war der Neubau des Sakristeihauses im Jahre 1941 und ein neuer Marienaltar mit einer Marienstatue im darauffolgenden Jahr. Das Kriegsende brachte umfangreiche Zerstörungen: das Kircheninnere, hier vor allem den Bereich der Orgelempore und das Presbyterium wurden verwüstet. Der Hochaltar wurde vollständig zerstört. Die 1942 erworbene Schutzmantelmadonna stand jedoch zum Erstaunen der Pfarrbevölkerung wie durch ein Wunder unbeschädigt inmitten der Trümmer.
Kirchenbau und Pfarrerhebung 1949 – 1951
Im März 1949 genehmigte das Bischöfliche Ordinariat die vom Architekten Hans Foschum überarbeiteten Pläne von Peter Behrens, Alexander Popp und Hans Feichtlbauer aus dem Jahr 1933. Da durch den Bau der Peuerbachstraße, obwohl nun in einer schmäleren Variante ausgebaut, weniger Platz zur Verfügung stand, wurde das Kirchenschiff um ein Joch gekürzt. Der Turm konnte aus finanziellen Gründen nicht freistehend ausgebaut werden, sondern an seiner Stelle überbaute man das Presbyterium mit einem Lichtturm.Am 23. Mai 1949 war Baubeginn für den Weiterbau der Friedenskirche, der rund 15 Jahre lang geruht hatte. Am 7. Dezember 1949 fand die Gleichenfeier für das Hauptschiff statt. Mit der Errichtung der dreischiffigen Unterkirche, die unter dem zukünftigen Altarraum rund 100 Besuchern Platz bieten sollte, und dem Rohbau des Presbyteriums endeten die Baumaßnahmen des Jahres 1950.
Für die Innenausstattung
der Kirche erhielten die einzelnen Firmen noch im Jahr 1950 die Bauaufträge.
Besonders zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang der Hochaltar aus rotem
Untersberger Marmor, der Kreuzweg oder die Kirchenbänke und die Beichtstühle.
Die 1951 fertiggestellen sechzehn Kreuzwegbilder in mehrfarbiger Sgrafitto-Technik,
an den Wänden der Seitenschiffe, stammen vom Vorarlberger Künstler
Leo Humer. Er hat den üblichen 14 Kreuzwegstationen noch zwei weitere
Abbildungen, nämlich eine Ölbergszene am Beginn und eine Auferstehungsdarstellung
als Abschluß, hinzugefügt.
Für das Altarfresko wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, zu dem sechs
Künstler eingeladen wurden. Der Titel der Kirche, Christkönig, war
als zentrales Thema des Freskos ausgewählt worden. Dementsprechend sollte
Christus am Kreuz nicht als Schmerzensmann, sondern als Priesterkönig
dargestellt werden. Diese Darstellung, eingebettet in die Symbolik der Dreifaltigkeit,
wurde ergänzt durch das zweite Hauptthema, dem Erlösungswerk. Die
theologischen Begriffe Fülle der Zeit, Ur-Zeit und End-Zeit waren hier
vom Künstler in seine Darstellung einzubeziehen. Bezüglich der Darstellungsweise
dieser überaus komplizierten und für den Laien nur schwer verständlichen
Thematik des Altarfreskos legte die Ausschreibung unter anderem folgendes
fest:
Das ganze Fresko soll aus der Farbe heraus empfunden sein, nicht als bemalte
Zeichnung erscheinen. Da es sich um lauter transzendente Gegenstände
handelt, müssen die Farben entsprechende mystische Glut zeigen. Die Figuren
sollen wohl unserem Zeitempfinden gemäß nicht weichlich erscheinen,
aber auch nicht abstoßend verzerrt, sondern erhebend. Das ganze Fresko
soll ja Ausdruck der Verklärung sein. Es ist Sache des Künstlers,
die Gruppierung u. Tönung so zu wählen, dass die ganze Fläche
des Freskos figürlich und farblich wohl ausgewogen erscheint. Der Unterschied
zwischen dem rein himmlischen u. dem mehr irdischen (aber auch transzendenten)
Teil des Bildes soll deutlich hervortreten.
Der Tiroler Maler Max Weiler ging als Sieger aus diesem Wettbewerb hervor. Dies, obwohl sein Entwurf von den Verantwortlichen in Christkönig als etwas eigenwillig und selbständig, die Farbgebung als geradezu aufreizend bezeichnet wurde. Der Diözesan-Kunstrat verlangte überdies noch eine Änderung in der Farbwahl, da seiner Meinung nach das Rot zu sehr vorherrschend war. Am 11. März 1951 nahm der Stadtdechant und Dompfarrer Josef Zierer die feierliche Glockenweihe vor und wenige Wochen später, am 3. Mai 1951, bildete die Turmkreuzsteckung den Höhepunkt des Kirchenbaufestes. Das 400 kg schwere Kreuz aus nichtrostendem Stahlblech wächst aus einer vergoldeten Kugel heraus, als Symbol der Weltkugel. Der Längsbalken ist 5,3 m lang, der Querbalken 1,6 m.
Am 7. Oktober 1951 erfolgte unter großer Beteiligung der Bevölkerung von Christkönig die feierliche Einweihung der in nur knapp zweijähriger Bauzeit fertiggestellten Friedenskirche. Die Weihe nahm der Bischof-Koadjutor und spätere Diözesanbischof DDr. Franz Zauner vor. Eine fast ein Viertel Jahrhundert dauernde Vorbereitungs-, Planungs- und Bauphase hatte damit ihren Abschluss gefunden.
Ein Pfarrzentrum entsteht 1952-1961
Bischof Fließer erhob die Pfarrexpositur am 1. Jänner 1952 zur Pfarre. Am 3. Juli 1954 fand in der Friedenskirche die erste Primiz in der Geschichte der noch jungen Pfarre statt. Der Neupriester war der aus Schlesien stammende, spätere Familienseelsorger Bernhard Liss. Er löste Anfang September 1955 Josef Dunst als Kaplan ab. Am 23. Juni 1957 konnte mit der feierlichen Orgelweihe die Innenausstattung der Friedenskirche weitgehend abgeschlossen werden. Im Herbst 1955 begannen die Vorgespräche für die Errichtung eines eigenen Pfarrhofes, der für vier Kapläne und die dort ständig im Haus wohnenden Pfarrangestellten Platz bieten sollte. Am 8. Dezember 1957 erfolgte als Abschluss die feierliche Segnung des Gebäudes, in dem nun alle Priester der Pfarre gemeinsam untergebracht werden konnten. Mitte der 50er Jahre entstanden Pläne für die Errichtung eines Jugendheimes und eines weiteren, größeren Pfarrsaales. Mitte Juni 1959 begannen die Bauarbeiten, im Jänner 1961 waren die letzten Arbeiten abgeschlossen.
Geänderte Rahmenbedingungen – die 60er, 70er und 80er Jahre
Ende Jänner
1964 war die Finanzierung der Kirchenglocken so weit gesichert, dass die Bestellung
für das endgültige Geläut an die Glockengießerei in St.
Florian weitergeleitet werden konnte. Das Geläut der Friedenskirche besteht
aus folgenden vier Bronzeglocken:
1.) Christkönigs-Glocke (2.005 kg) ..............................................Ton
„c“
2.) Marien-Glocke (1,118 kg) ......................................................Ton
„es“
3.) Josefs-Glocke (804 kg) .........................................................Ton
„f“
4.) Christophorus-Glocke (469 kg) .......................................…......Ton
„as“
Die feierliche Glockenweihefand am Morgen des 11. Oktober 1964 statt.Die Liturgiereformen
im Gefolge des Konzils ließen den Bau einer eigenen Wochentagskirche
als notwenig erscheinen. Im Oktober 1971 waren die Bauarbeiten, die Ende August
1969 begonnen worden waren, weitgehend abgeschlossen. Die Wochentagskirche
war einer der ersten Kirchenbauten in der Diözese Linz, in dem die Liturgiereformen
des Konzils ihren architektonischen Niederschlag fanden. Ende der 70er Jahre
war die erste große Innenrenovierung der Friedenskirche notwendig geworden.
Eine von Mai 1983 bis Ostern 1984 dauernde umfassende Außenrenovierung
der Friedenskirche ergänzte die Baumaßnahmen. Am 1. September 1987
ging Rudolf Bramerdorfer, der den Aufbau der Friedenskirche und des gesamten
Pfarrzentrums seit 1941 entscheidend mitbestimmt und auch geprägt hatte,
in Pension. Rudolf Wolfsberger, der 1972-1980 Kooperator in Christkönig
und danach unter anderem Diözesanjungscharseelsorger bzw. -kinderseelsorger
und zeitweilig Bundesjungscharseelsorger gewesen war, wurde sein Nachfolger
als Pfarrer.
Ein neues Pfarrheim für ein neues Jahrhundert – die Jahre ab 1990
Anfang Jänner 1992 faßte der Pfarrgemeinderat den Beschluß zur Um- und Neugestaltung des Pfarrzentrums. Aus dem Architektenwettbewerb und dem anschließenden Hearing ging das Projekt der Architekten Wolfgang Schaffer und Alfred Sturm als Sieger hervor. Charakteristisch für diese Planung war die Öffnung des Kirchenplatzes zur Peuerbachstraße sowie die Reaktivierung der Unterkirche und deren zukünftige Nutzung als zusätzlicher, kleiner Pfarrsaal. Mit dem Verkauf eines Grundstückes an der Freistädterstraße im Sommer 1996 und dem Abriß des alten Pfarrheimes im September 1997 begann die Realisierung der Neubaupläne. Der Heimbetrieb wurde 1997/98 vorübergehend in das alte Sakristei und Pfarrkanzleigebäude, das 1998 geschleift wurde, verlegt.
1997 kam es zu einem Wechsel in der Führung der Pfarre, denn Rudolf Wolfsberger verließ Christkönig und wurde Pfarrer in Hartkirchen. Sein Nachfolger wurde Dr. Martin Füreder, der bereits 1990 bis 1995 als Kaplan in der Friedenskirche tätig war.
Im Mai 1998 konnte schon die neue Sakristei samt Mesnerwohnung, die revitalisierte Unterkirche unter dem Hochaltar und Räumlichkeiten der Ehe- und Familienberatung ihrer Bestimmung übergeben werden. Nach außen hin auffälligstes Zeichen der letzten Bauetappe stellte ab Juli 1998 die Errichtung des neuen Pfarrheimes an Stelle des abgerissenen Sakristeitraktes dar.
Die feierliche Eröffnung und Einweihung des neuen Pfarrheimes, am 14. November 1999, bildete nicht nur den offiziellen Schlußpunkt der umfangreichen Modernisierung des Pfarrzentrum Christkönig. Gleichzeitig wurde ein neues Kapitel in der Geschichte von Christkönig, der heute bevölkerungsreichsten Pfarre von Linz, aufgeschlagen, eine Geschichte, die vor fast hundert Jahren ebenfalls mit den Vorbereitungen für ein Bauprojekt begann – mit der Gründung des Kirchenbauvereines der Stadt Urfahr.
Pfarrer
| Rudolf Bramerdorfer | 1941 - 1987 (bis 1945 Expositus, bis 1952 Pfarrkurat |
| Rudolf Wolfsberger | 1987 - 1997 |
| Dr. Martin Füreder | 1997 - 2005 |
| Mag. Helmut Part (Pfarrprovisor) | 2005 - 2006 |
| Mag. Zarko Prskalo | 2006 - |
Kapläne
| Prof. Josef Dunst | 1947 - 1955 |
| Johann Scalk | 1948 - 1950 |
| Florian Lettner | 1950 - 1958 |
| Dr. Bernhard Liss | 1955 - 1968 |
| Prof. Georg Scherrer | 1958 - 1967 |
| Josef Atteneder | 1967 - 1972 |
| Josef Wolfsgruber | 1968 - 1971 |
| Johann Maislinger | 1971 - 1981 |
| Rudolf Wolfsberger | 1972 - 1980 |
| Mag. Leon Sireisky | 1979 - 1979 |
| Mag. Johann Hammerl | 1980 - 1984 |
| Mag. Anton Geiger | 1984 - 1986 |
| Mag. Johann Kritzinger | 1986 - 1990 |
| Dr. Martin Füreder | 1990 - 1995 |
| Dr. Volkmar Premstaller | 1995 - 1997 |
| Dr. Andreas Altrichter | 1997 - 1999 |
| Mag. Markus Klepsa | 2000 - 2003 |
| Mag. Josef Keplinger | 2003 - 2006 |
| Alois Balint | 2005 - 2006 |
Kuraten
| Prof. Josef Knopp | 1942 - 1971 |
| Dr. Bernhard Liss | 1968 - 1994 |
| Prof. Georg Scherrer | 1967 - 1977 |
| Univ. Prof. Dr. Gottfried Bachl | 1973 - 1983 |
| Prof. Dr. Thomas Eppacher | 1977 - 1984 |
| Rudolf Wolfsberger | 1980 - 1987 |
| Hermann Rudolf Münch | 1991 - 1992 |
| Dr. Gerhard Hackl | 1993 - 1995 |
Pastoralasistentinnen und Pastoralassisteneten in Christkönig
| Mag. Bruno Holzer | 1984 - 1986 |
| Josef Hölzl | 1986 - 1992 |
| Elfriede Neugschwandtner | 1992 - 2002 |
| Mag. Eva Huber | 1995 - 1999 |
| Mag. Maria Eicher | Jänner - August 2000 |
| Mag. Christoph Freilinger | Jänner - August 2000 |
| Mag. Margarethe Wimmer | 2002 - 2006 |
| Mag. Rebecca Mair | 2006 - 2008 |
| Bernadette Hackl | 2008 - |