Der Pfarrhof Ansfelden wurde in der Zeit von 1696 - 1707 von Carlo Antonio Carlone erbaut. Bauherr war Matthäus von Weißenberg, der 1689 in Ansfelden Pfarrer war und später zum Probst des Stiftes St. Florian gewählt wurde. 
Der Barock- baumeister, ein Mitglied der  be- rühmten Bau- meister- und Stukkateur-
familie, 

schuf ein prachtvolles  Gebäude, das das Ortsbild  von Ansfelden ganz entscheidend prägt. Der Pfarrhof war ursprünglich auch als Sommerresidenz für die Pröbste von St. Florian gedacht, da ja Ansfelden damals schon eine "Florianer Pfarre" war, seelsorglich also dem Stift unterstellt war.

Im Inneren findet sich im 1. Stock ein prächtiger Barocksaal mit schönen Stuckarbeiten (Allegorien der Freude und Trauer, der Jahreszeiten)

Daneben zieren Ölgemälde die Wände, die vor allem Pröbste des Stiftes St. Florian dar- stellen (Joh. B. Föder- mayr, Propst 1716-
1732; Prälat Matthäus Weissenberg, den Erbauer des Pfarrhofes, Probst 1689 - 1700; Franz Claudius Kröll, Erneuerer der Pfarrkirche, Probst 1700 - 1716).

Allegorie der Freude
Allegorie des Herbstes
Allegorie des Herbstes


Der Barocksaal dient immer wieder als gediegener Rahmen für Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen. Traditionell werden auch die Erstkommunion- Kinder jährlich von der KFB nach ihrem großen Fest in diesem würdigen Rahmen bewirtet.

In einem Raum der ehemaligen Kooperatoren-Wohnung im 1. Stock wird das Pfarrarchiv mit Kirchenrechnungen seit dem 18.Jahrhundert, Bauakten aus dem 20. Jahrhundert, Trauungsakten aus dem 19. und 20. Jahrhundert und anderes historisch interessantes  mehr aufbewahrt.

 

In der Pfarrkanzlei im Erdgeschoß finden sich die Matrikenbücher, also die Aufzeichnungen der Ehschließungen, der Taufen bzw. Geburten und der Verstorbenen. Die einträge reichen zurück bis ins Jahr 1629. Der wohl berühmteste Eintrag ins Tauf- buch ist der von Anton Bruckner, dem weltberühmten Komponisten, der am 24.September 1824 in Ansfelden getauft wurde.
"Stiegenzimmer" im Pfarrhof Der Pfarrhof dient natürlich neben seiner Eigenschaft als Wohn- und Arbeitsort für unseren Pfarrmoderator und die Pfarrassistentin als Pfarrzentrum, also als Veranstaltungs- und Beratungsort für verschiedenste pfarrliche Gruppierungen. Neben größeren Räumen stehen hier auch kleinere Besprechungsräume zur Verfügung. Erst vor wenigenJahren wurde zu diesem Zweck auch das sogenannte "Stiegenzimmer" adaptiert.

                                                                                                                                                 Kons. Josef Fuchshuber


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