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KA-Veranstaltungen-Archiv

Kamingespräch mit Präsident Dr. Bert Brandstetter
Barcamp Kirche und Social Media
Bischof Scheuer: Wirtschaft braucht ethisches Handeln
Fest des Lebens am Linzer Domplatz
Den ganzen Besitz des Klosters betrachte er als heiliges Altargerät
Fest des Lebens am Domplatz: 29. Mai 2011
Rückblick Lichtblicke - Perspektiven für eine gerechte Gesellschaft
Für eine gerechte Gesellschaft - Gang durch Linz
Erstes Barcamp in Linz zum Thema Kirche und soziale Medien
Controlling unter dem Gesichtspunkt von gesellschaftlicher Veranwortung
"Die Ökumene ist wetterfest."
2. Ökumenischer Kirchentag 2010
Spot zum 2. Ökumenischen Kirchentag
• 2. Ökumenischer Kirchentag - Programmhöhepunkte
Europa gestalten!
"Lichter gegen rechts" Rede von Margit Hauft
• Gedenktgottesdienst anlässlich der Novemberpogrome
• Einladung zum Gedenkgottesdienst "Reichspogromnacht"
echt:zeit - Pfingstreffen der kj oö
• Damit in allem Gott verherrlicht werde
Sonntag - Zeit zum Leben
Ehrenamtliche treffen Papst Benedikt XVI. im Wiener Konzerthaus

Kurzinformation Papstbesuch Mariazell
Ora et Labora
• Bericht: Fußwallfahrt nach St. Radegund und Altötting

Busfahrt zum Papstbesuch in Altötting
Fußwallfahrt nach St. Radegund und Altötting
Familenwallfahrt auf den Linzer Pöstlingberg
• Veranstaltung: ChristInnen un Politik in Europa
Papst Benedikt XVI. zeigt Interesse an der KA
• Gipfeltreffen Kirche-Wirtschaft
Faszination Neutralität: Immer oder nimmer während?
Österreich-Tschechien: Schwierige Verwandte
Enquete: Tschechien
Friedensgebet - Friedensdemo


 

Kamingespräch des OÖ. Journalistenforums mit dem neuen KA-Präsidenten Bert Brandstetter
13.12.2011

Zu einem Kamingespräch in das Linzer Diözesanhaus lud das OÖ. Journalistenforum am Dienstag 13. Dezember 2011 den neuen Präsidenten der Katholischen Aktion Bert Brandstetter.

Im Gespräch betonte Brandstetter, dass die Katholische Aktion ihm eine gute Chance gegeben hätte, ein besonderes Amt auszuführen. Es sei für den langjährigen Journalisten eine große Umstellung, plötzlich ein Gegenüber der Journalisten zu sein.
Die Katholische Kirche hat für Brandstetter viel Platz für unterschiedliche Meinungen: „Die Vielfalt muss in der Katholischen Kirche Platz haben, sonst wäre sie nicht katholisch. Ich finde, dass eine gute Streitkultur in der Kirche fehlt.“ Brandstetter ist es ein großes Anliegen als neuer KA-Präsident von Oberösterreich dem Bischof in Augenhöhe zu begegnen: „Der Bischof ist der Leiter der Diözese, ein Hirte für seine Herde. Ein guter Hirte geht hinter seiner Herde her und schaut auf sie.“

Der neue KA-Präsident sieht es als seine Aufgabe zur Kirchenleitung hin zu übersetzen, „was wir von den Leuten hören. Das Bedürfnis, dass sich in der Kirche etwas ändert, scheint bei den Menschen wirklich groß zu sein.“ Brandstetter hält daher eine Form von „Diözesankonzil“ in den nächsten Jahren für wichtig, um die Kirche in der Gegenwart zu verankern. Brandstetter ist die Ökumene sehr wichtig und eine zeitgemäße Sprache der Kirche. Zur Frage nach dem Platz der Laien in der Kirche sagte er: „Mitten in der Kirche ist der Platz der Laien, sonst gäbe es ja keine Kirche.“

 

Dr. Bert Brandsetter im Gespräch mit Journalisten.
Dr. Bert Brandsetter im Gespräch mit Journalisten

 

 

Barcamp Kirche und Social Media
8.11.2011

Die Vernetzungsveranstaltung für alle, die sich für das Thema Kirche und Social Media interessieren.


Sa, 12. November 2011, 9- 18 Uhr, Pfarrzentrum Marcel Callo Linz-Auwiesen.

Facebook, YouTube & Co. - Mit Social Media findet ein Kommunikations und Kulturwandel statt. Hätte sich Jesus auch auf Facebook eingeloggt? Was kann die Kirche für die Menschen im Internet tun? Wie nutzen ChristInnen kreativ und aktiv das Social Web?
Ein Barcamp ist eine offene Veranstaltung (ähnlich Open Space), an der sich Menschen austauschen und voneinander lernen können. Jede/r trägt etwas bei - ob inhaltlicher Impuls, Diskusssionsteilnahme oder praktische Anregungen. Das inhaltliche Programm wird so durch die TeilnehmerInnen vor Ort selbst erstellt. Das Barcamp ist eine gemeinsame Veranstaltung von Katholischer Aktion OÖ, Kommunikations-büro der Diözese Linz und Katholischen Bildungswerk OÖ.

Zum Barcamp anmelden ...

 

 

Bischof Manfred ScheuerBischof Manfred Scheuer: Wirtschaft braucht ethisches Handeln
9. Juni 2011

Am Donnerstag, 9. Juni 2011 ab 17.00 Uhr lud das Forum Christ und Wirtschaft der Katholischen Aktion OÖ zu einer Begegnung für oö. UnternehmerInnen und Führungskräfte zum Thema "Gerechtigkeit und Solidarität als Grundlage sozialen Handelns" ins Augustiner Chorherrenstift St. Florian. In seinen Begrüßungsworten würdigte Bischof Ludwig Schwarz die Leistung und das Engagement der oö. Unternehmen, ihrer Führungskräfte und MitarbeiterInnen, das wesentlich zu einer besonnenen Überwindung der Wirtschaftskrise beigetragen habe. Der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer skizzierte die Eckpfeiler ethischen Handeln in der Wirtschaft und betonte dabei die Verantwortung des Einzelnen.

Über 70 Teilnehmer besuchten den Vortrag von Bischof Manfred Scheuer im Stift St. Florian.
Über 70 Teilnehmer besuchten den Vortrag von Bischof Manfred Scheuer im Stift St. Florian.

Forum Christ und Wirtschft im Prälatengarten: v.l.n.r: Koordinator Bernhard Rudinger, Geistlicher Assistent Prof. Dr. Ferdinand Reisinger, Vorsitzender Gerhard Greiner
Forum Christ und Wirtschaft im Prälatengarten: v.l.n.r: Koordinator Bernhard Rudinger, Geistlicher Assistent Prof. Dr. Ferdinand Reisinger, Vorsitzender Gerhard Greiner

Bischof Ludwig Schwarz wies in seinem Grußwort auf die große Verantwortung von UnternehmerInnen und Führungskräften hin. Sie stünden stets vor der doppelten Herausforderung, einerseits rasche, weitreichende Entscheidungen treffen und verantworten zu müssen und andererseits oft nur ein "kleineres Übel" verwirklichen zu können. Bischof Schwarz betonte, von der christlichen Ethik her sei Arbeit und Leistung ein wichtiger Wert. Dem Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zufolge müsse Wirtschaft nicht nur sachgerecht, sondern auch menschen- und gesellschaftsgerecht sein und müsse die Belange zukünftiger Generationen bzw. der Umwelt miteinbeziehen. Bischof Schwarz dankte ausdrücklich den oö. UnternehmerInnen, Führungskräften und MitarbeiterInnen für ihre Anstrengungen, die durch Spekulationen verursachte Wirtschaftskrise ruhig und besonnen zu meistern. Schwarz unterstrich, es sei wichtig, im Zusammenhang mit einer Ethik der Leistung die Verantwortung von Entscheidungsträgern ebenso wertschätzend anzuerkennen wie die Leistungen aller Werktätigen durch alle Etagen, die Leistung, Kinder zu erziehen, und die Leistung ehrenamtlich Tätiger. Arbeit und Leistung verdiene Anerkennung und sei ein gemeinsames Gut, das jedem Menschen zustünde, so Schwarz.

Stichwort Generationengerechtigkeit
Der Innsbrucker Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer ging in seiner Rede der Frage nach, wie Gerechtigkeit und Solidarität als Grundlage wirtschaftlichen Handeln realisiert werden können. Zu Beginn seiner Überlegungen griff Scheuer den Gedanken der "Enkelgerechtigkeit" des britischen Ökonomen Keynes von 1830 auf: Bei allem, was man tue, um die heutigen Ansprüche zu erfüllen, sollte man mit gutem Gewissen den Enkelkindern in die Augen schauen können. Diese Generationengerechtigkeit sei heute aktueller denn je. Es gehe um ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zielen, so Scheuer.

Ethische Verantwortung des Einzelnen
Scheuer betonte, die Weltwirtschaft sei durch enorme Komplexität und nicht prognostizierbare Rück- und Wechselwirklungen gekennzeichnet. Diese Unübersichtlichkeit verführe häufig dazu, der eigenen ethischen Verantwortung auszuweichen. Die Krise habe das Auseinanderklaffen von Finanz- und Realwirtschaft deutlich gemacht: Zusammenbrüche auf Finanz- und Aktienmärkten würden von Einzelnen ausgelöst, für die Geld zum virtuellen Spielkapital geworden sei. Opfer dieser Krisen seien in der Realwirtschaft vorrangig Menschen, die ohnehin in schwierigen finanziellen Verhältnissen lebten und zum Teil in ihrer Existenz bedroht würden.

Gute Arbeit achtet Menschenwürde
Nüchtern betrachtet seien Wirtschaft und Ethik Gegensätze, so Scheuer. Wenn von gerechtem Handeln die Rede sei, beziehe sich dies meist lediglich auf das Einhalten von Verträgen, aber nicht auf Solidarität und Nächstenliebe, die als "Störfaktoren" auf dem freien Markt gesehen würden. Scheuer stellte dem die Frage entgegen, ob nicht Wirtschaften "angewandte Liebe" zu den Menschen sein könne. Gutes Wirtschaften und gute Arbeit zu ermöglichen, habe mit Solidarität und mit angewandter Liebe zu Welt zu tun, so Scheuer. Das Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen betone, dass Erwerbsarbeit Identität schaffe und ein wichtiger Teil des Lebens sei. Dort angeführte Qualitätskriterien seien u. a. Fragen der Gesundheit, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zumutbare Arbeitszeiten. Gute Arbeit respektiere menschliche Fähigkeiten und die Menschenwürde, gewähre ein angemessenes Einkommen und beziehe auch Fragen der Umwelt mit ein. Wenn Arbeit Menschen ausbeute, sei sie mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar.

Globale Gerechtigkeit
Scheuer nahm auch den weltweiten Aspekt von Gerechtigkeit in den Blick und zitierte Papst Benedikt XVI., der betonte, die Globalisierung dürfe nicht auf Kosten der ärmeren Länder bzw, der Ärmeren in den reichen Ländern realisiert werden. Es brauche einen Gesinnungs- und Politikwandel hin zu gerechter Verteilung der Güter und zu einem ressourcenschonenden Leben und Wirtschaften - und hier sei jeder Einzelne gefordert, sein tägliches Verhalten zu überdenken, so Scheuer. Den Kirchen und Religionsgemeinschaften sei es seit Jahrtausenden ein Anliegen, zu vermitteln, dass ein Stück Einschränkung mehr Lebensqualität und ein besseres, intensiveres Leben bedeuten könne.

Ökosoziale Marktwirtschaft braucht ethische Standards
Scheuer betonte, es sei Aufgabe und Ziel der ökosozialen Marktwirtschaft, wirtschaftlichen Erfolg mit sozialem Ausgleich in Einklang zu bringen. Das christliche Verständnis vom Menschen und die Idee der Demokratie seien der geistige Nährboden, auf dem sich die soziale Marktwirtschaft entwickelt habe, so Scheuer. Sie verbinde Freiheit mit persönlicher Verantwortung und brauche daher Werte und Grundhaltungen, die einen Rahmen geben, wie auch Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika "Centesimus Annus" gefordert habe. Laut Kriminalpsychologe Thomas Müller sei die sogenannte "Workplace Violence", also alle Formen destruktiver Handlungen am Arbeitsplatz, eine der größten gesellschaftlichen und damit auch kriminalpsychologischen Herausforderungen der nächsten 30 Jahre. Scheuer verwies dabei auf Müllers Ansicht, ethisches Handeln, moralische Wertigkeit und Kommunikation lerne man zu Hause in der Familie. In Anlehnung an den Theologen und Unternehmensberater Ulrich Hemel nannte Scheuer vier ethische Mindeststandards für gutes Wirtschaften: Vertrauen und Wertschätzung, transparente Kommunikation, Strategie und optimale Wertschöpfung. Kein Unternehmen könne ohne diese vier Werte auskommen, wenn es seinen Erfolg nicht gefährden wolle, betonte Scheuer.

Unternehmen haben gesellschaftliche Verantwortung
Scheuer sprach auch die Corporate Social Responsibility an, bei der es um nachhaltiges Wirtschaften, um grundlegende soziale Standards und um gesellschaftliche Verantwortung gehe. Scheuer betonte, dass UnternehmerInnen und Führungskräfte zunächst dem Erfolg des eigenen Unternehmens verantwortlich seien, in weiterer Folge aber auch den MitarbeiterInnen, Kunden und Zulieferern und der Gesellschaft. Scheuer dankte allen oö. UnternehmerInnen, die durch ihr Engagement für Kirche und Religion, Gesellschaft, Kultur und Sport diese Verantwortung ernst nehmen.

Forum Christ und Wirtschaft
"Christ und Wirtschaft" ist ein Forum der Katholischen Aktion OÖ im Auftrag des Diözesanbischofs und kirchliche Anlaufstelle für UnternehmerInnen und Führungskräfte. Ziel ist es, einen Beitrag zur besseren Verständigung zwischen Kirche und Wirtschaft zu leisten, kirchlich-diözesane Anliegen bei UnternehmerInnen und Führungskräften einzubringen und umgekehrt Impulse der Wirtschaft an die Kirche bzw. Diözese aufzugreifen. Die Arbeit von "Christ und Wirtschaft" basiert auf der Überzeugung, dass eine menschengerechte Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft auf der Grundlage eines christlichen Welt- und Menschenbildes möglich ist. "Christ und Wirtschaft" unterhält regelmäßige Kontakte zu Interessenvereinigungen der Wirtschaft (v. a. Industriellenvereinigung OÖ, Wirtschaftskammer OÖ) und Bildungseinrichtungen (z. B. OÖ. Volkswirtschaftliche Gesellschaft). Dem Forum ist es ein Anliegen, die die Katholische Soziallehre in den gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess einzubringen.


Weitere Informationen:

Christ & Wirtschaft


Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich


Bischof Dr. Manfred Scheuer (Diözese Innsbruck)

Stift St. Florian


Grußwort Bischof Ludwig Schwarz herunterladen ...

Audio-CD des Vortrags von Bischof Scheuer bestellen ...
(5 Euro zzgl. Versandkosten

 

 

Fest des Lebens am Linzer Domplatz
29.5.2011

Im Rahmen der österreichischen Woche für das Leben feierte Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz am 29.5.2011 einen großen Kinder- und Familiengottesdienst, zu dem besonders auch Menschen mit Beeinträchtigungen eingeladen waren.
Der Bischof wies in seiner Predigt im Linzer Mariendom auf Jesus hin, "dem das Leben der Menschen und das Leben der ganzen Schöpfung ein kostbares Geschenk ist, das von Gott kommt. Und daher ist es ihm und der ganzen Kirche unendlich kostbar und wertvoll."
Am Domplatz sprach der Bischof den Eltern seinen Dank aus für ihre Liebe und Fürsorge, die sie den Kindern schenken. Er sagte, dass die Katholische Kirche in OÖ mit diesem Fest den Familien Mut machen möchte, Kinder zu bekommen, "denn durch sie erleben wir ein erfülltes Leben."
Am Linzer Domplatz fand nach dem Gottesdienst ein Fest des Lebens statt, dass die Katholische Aktion OÖ koordinierte. Für Familien und Kinder gab es ein reichhaltiges Unterhaltungs- und Betätigungsprogramm. Die kath. Jungschar, Aktion Leben OÖ, der oberösterreichische Familienverband, Jugend für das Leben und das katholische Bildungswerk informierten über ihre Angebote. Der Kinderchor von St. Isidor und die Jongliergruppe von St. Pius aus Peuerbach zeigten ihre Kunststücke und Darbietungen.

Jongliergruppe aus St. Pius/Peuerbach
Jongliergruppe aus St. Pius/Peuerbach

 

 

"Den ganzen Besitz des Klosters betrachte er als heiliges Altargerät" - Benediktusregel Kapitel 31, Vers 10
Meditativer Spaziergang des Forums Christ und Wirtschaft

Das Forum Christ und Wirtschaft der Katholischen Aktion OÖ lud am 25. März 2011 oberösterreichische UnternehmerInnen und Führungskräfte zu einem „Meditativen Spaziergang“ im Stift Admont ein. Abt Bruno Hubl erläuterte dabei Bezug nehmend auf die Regel des hl. Benedikt die Tätigkeitsbereiche der Klostergemeinschaft: Neben den zahlreichen spirituellen Angeboten, der Pfarrseelsorge und dem Stiftsgymnasium hat die älteste klösterliche Gemeinschaft der Steiermark auch kulturell einiges zu bieten. So gibt es neben der weltweit größte Klosterbibliothek auch mehrere vom Stift geführte Museen. Die wirtschaftlichen Aktivitäten reichen von der Land- und Forstwirtschaft über die holzverarbeitende Industrie und die Energiewirtschaft bis hin zum Tourismus. Etwa 500 MitarbeiterInnen sind in den Betrieben des Stiftes Admont beschäftigt.
Viele TeilnehmerInnen waren nach der Führung durch die Bibliothek und die Stiftskirche so beeindruckt, dass sie ankündigten, bald wieder einmal nach Admont zu kommen um die weiteren „Attraktionen“ anzusehen, für die beim Meditativen Spaziergang zu wenig Zeit war.

Abt Bruno Hubl beim Vortrag.
Abt Bruno Hubl beim Vortrag.

In der baroken Stiftsbibliothek.
In der baroken Stiftsbibliothek.

CuW-Vorsitzender Gerhard Greiner bedankt sich bei Abt Bruno Hubl.
CuW-Vorsitzender Gerhard Greiner bedankt sich bei Abt Bruno Hubl.

 

 

29. Mai: Fest des Lebens am DomplatzFest des Lebens am Domplatz

Diözesaner Gottesdienst für Familien und Menschen mit Beeinträchtigungen mit anschließendem "Fest des Lebens" am 29. Mai 2011 um 10:00 Uhr im Mariendom in Linz.

Rund um den Tag des Lebens am 1. Juni gibt es in mehreren Diözesen Gottesdienste und Veranstaltungen, mit denen zum Ausdruck gebracht werden soll, dass alles Leben von der Empfängnis bis zum Ende nicht in der Verfügungsmacht des Menschen, sondern in Gottes Hand liegt. Bischof Ludwig Schwarz lädt aus diesem Anlass besonders Familien sowie Menschen mit Beeinträchtigungen zu einem gemeinsamen Gottesdienst in den Linzer Mariendom ein.
Der Gottesdienst wird von „Collegium Vokale“ musikalisch gestaltet. Im Anschluss an die Messe gibt es am Domplatz ein abwechslungsreiches Kinderprogramm, eine Bühne mit Darbietungen, spezielle Domführungen, verschiedene Informationsstände und eine preiswerte Verköstigungsmöglichkeit.
Es wird ersucht, bei den pfarrlichen Verlautbarungen auch Einladungen zu diesem diözesanen Gottesdienst auszusprechen. Noch ein Hinweis: Die TeilnehmerInnen können bei Interesse nach dem Fest des Lebens den „Höhenrausch“, die Grottenbahn oder das Ars Electronica Center zum ermäßigten Preis besuchen; Gutscheine gibt es hierfür am 29. Mai im Domcenter.
Die Koordination der Vorbereitungsarbeiten erfolgt im Generalsekretariat der Katholischen Aktion OÖ. Kontakt: 0732/7610-3411

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Lichtblicke - Perspektiven für eine gerechte Gesellschaft
5.11.2010

Mit Forderungen in Bezug auf eine menschen- und familiengerechte Wirtschaft, Chancengleichheit für Frauen und einen respektvollen Umgang mit Fremden und zu anderen gesellschaftspolitischen Themen machte der Gang durch Linz "Lichtblicke - Perspektiven für eine gerechte Gesellschaft" der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich am Freitag 5.11. aufmerksam.

Lichtermeer bei der Martinskirche
Bei der Martinskirche wurden Kerzen angezündet.

Präsentation der Forderungen
Zum Abschluss: Gemeinsame Präsentation aller Forderungen.


Nach einem meditativ-besinnlichen Beginn bei der Martinskirche gingen die fast 400 TeilnehmerInnen in einem gemeinsamen Zug zum Kunstmuseum Lentos. Auf dem Weg gab es einige Haltestellen, bei denen die einzelnen Themenbereiche von den KA-Gliederungen vorgestellt wurden. Wie schon bei einer Pressekonferenz zuvor, standen bei der Abschlussversammlung folgende "Perspektiven" im Mittelpunkt, die aus Sicht der KA zu einer gerechteren Gesellschaft führen können:

Menschengerechtes Wirtschaften

Wir fordern gesetzliche Rahmenbedingungen für ein Wirtschaften im Dienste der Menschen, in denen nicht allein Gewinnmaximierung, sondern Gemeinwohl und Nachhaltigkeit als oberste Ziele angestrebt werden.

Wir fordern eine gerechte Verteilung der Erwerbsarbeit, adäquate Teilzeitangebote mit existenzsichernden Löhnen und wirksame Maßnahmen gegen Lohn- und Sozialdumping aufgrund von atypischen Beschäftigungsformen.

Wir fordern Steuergerechtigkeit und soziale Sicherheit durch eine Steuerentlastung bei den Lohneinkommen und entsprechende Beiträge aus Vermögen und Gewinnen zur Gemeinwohlfinanzierung.


Chancengleichheit für Frauen

Wir fordern eine gerechte Aufteilung der unbezahlten Familien- und Pflegearbeit sowie der Erwerbsarbeit und des Einkommens zwischen Frauen und Männern. Die gesellschaftlich notwendige, unbezahlte Arbeit soll auch im Bruttoinlandsprodukt sichtbar gemacht werden.

Wir fordern eine eigenständige, vom Partnereinkommen unabhängige Existenzsicherung für Frauen, die aufgrund ihres großen Anteils an der Leistung unbezahlter Arbeit besonders armutsgefährdet sind.

Wir fordern zur Absicherung von Alleinerziehenden eine Unterhaltssicherung für alle Kinder, auch wenn der unterhaltspflichtige Elternteil nicht imstande ist, diese zu leisten. Die Familienbeihilfe darf nicht auf die Höhe des Unterhalts angerechnet werden.


Entwicklungszusammenarbeit

Wir fordern, dass Österreich seine zugesagte Verpflichtung zur Aufstockung der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit in Richtung von 0,7% des Bruttonationaleinkommens erfüllt.

Wir fordern, dass seitens des Staates mehr finanzielle Mittel als bisher zum Schutz des Klimas und zur weltweiten CO2-Reduktion bereitgestellt werden, um die Entwicklungschancen der Bevölkerung in den Ländern des Südens zu sichern.

Wir fordern die Einleitung und Umsetzung von strukturellen Finanzreformen, die an den systemischen Ursachen der Wirtschaftskrise ansetzen, und die den Entwicklungsländern künftig gleichberechtigte Mitsprache bei globalen Finanzfragen ermöglichen.

Kinderrechte

Wir fordern, dass die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen in den österreichischen Verfassungsrang gehoben wird, damit die einzelnen Rechte einklagbar werden und eine Bewusstseinsveränderung in Politik und Gesellschaft erreicht wird.

Wir fordern ein Unterrichtsfach "Politische Bildung" in der Pflichtschule, in dem auch die Rechte und Pflichten von Kindern und Jugendlichen thematisiert werden.

Wir fordern eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen, die allen Kindern - unabhängig von ihrer sozialen oder geographischen Herkunft - einen Zugang zu qualitätsvoller Bildung ermöglicht und durch innere Differenzierung, individuelle Förderung und hochwertige Unterrichtsmethoden gekennzeichnet ist.


Respektvolles Miteinander

Wir fordern von den politisch Verantwortlichen einen respektvolleren und menschlicheren Umgang mit schutzbedürftigen Menschen wie Asylsuchenden und MigrantInnen sowie die konsequente Umsetzung des Integrationsleitbildes des Landes OÖ.

Wir fordern die gezielte Bereitstellung von öffentlichen Finanzmitteln zur Förderung von Jugendprojekten für Toleranz und Demokratie, gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Wir fordern von der Exekutive, dass alle Mittel und Maßnahmen zur Bekämpfung von Rechtsextremismus ausgeschöpft und Delikte mit rechtsextremem Hintergrund rasch verfolgt und geahndet werden.


Schöpfungsverantwortung

Wir fordern eine Wende in der Verkehrspolitik. Straßenbauprojekte sollen hinsichtlich ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Kriterien überprüft und Finanzmittel für den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs umgewidmet werden.

Wir fordern eine Erhöhung der Fördergelder für die Errichtung von Solarenergie- bzw. Photovoltaik-Anlagen sowie die Verstärkung von Anreizen zur Althaussanierung auf Basis nachwachsender Rohstoffe, um Energieressourcen zu schonen.

Wir fordern eine Vorbildwirkung von öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen in Bezug auf einen gesunden und zukunftsfähigen Lebensstil. Vorrangig sollen regionale, saisonale und ökologisch erzeugte Lebensmittel sowie Produkte aus artgerechter Tierhaltung und fairem Handel angeboten werden.


Mit den "Lichtblicken" wurde einmal mehr deutlich, worin die Katholische Kirche in Oberösterreich bzw. die Kath. Aktion mit dem heurigen Schwerpunkt "Um der Menschen willen" einen wesentlichen Auftrag sieht, nämlich im Engagement für ein menschenwürdiges Leben für alle.

 

 

5. November 2010 - LichtblickeKath. Aktion OÖ lädt zum Gang durch Linz für eine gerechte Gesellschaft
28.10.2010

"Lichtblicke - Perspektiven für eine gerechte Gesellschaft": Zu einem Gang durch Linz und zu einer Versammlung beim Lentos-Kunstmuseum lädt die Katholische Aktion (KA) Oberösterreich am 5. November 2010 ein. Politik und Gesellschaft werden dabei zu verstärktem sozialen Zusammenhalt, Armutsbekämpfung, Menschwürde und Umweltschutz aufgefordert. "Wir laden alle Menschen ein, denen diese Themen wichtig sind, mit uns ein Zeichen für ein besseres Miteinander zu setzen", hofft KA-Präsidentin Margit Hauft auf rege Beteiligung aus der Bevölkerung.

Im Rahmen der Veranstaltung "Lichtblicke - Perspektiven für eine gerechte Gesellschaft" werden die Diözesanvorsitzenden der Kath. Frauenbewegung, Männerbewegung und ArbeitnehmerInnenbewegung sowie die diözesanen Verantwortlichen der Kath. Jugend und Jungschar gemeinsame Forderungen in Bezug auf eine menschengerechte Wirtschaft, Chancengleichheit für Frauen und einen respektvollen Umgang mit Fremden zur Sprache bringen, kündigt Hauft an. Außerdem werde die Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit, der Einsatz für Kinderrechte und die Verantwortung gegenüber der Umwelt hervorgehoben, so Hauft. Nach den Vorkommnissen im Zuge der Abschiebung von gut integrierten Familien und den seitens der Bundesregierung vorgelegten Budget-Einsparungsmaßnahmen sei die Sensibilität in der Bevölkerung zu Fragen von Menschenwürde, Verteilungsgerechtigkeit und gesellschaftlichem Stellenwert von Familie zuletzt stark gewachsen.


Der
Treffpunkt für die TeilnehmerInnen am "Lichtblicke-Weg" ist am 5. November um 16:45 Uhr bei der Martinskirche in der Nähe des Linzer Schlosses. Nach einer Einstimmung geht's mit mehreren kurzen Zwischenhalten auf verschiedenen Innenstadt-Plätzen zum Lentos-Kunstmuseum. Hier findet um ca. 18:30 Uhr eine abschließende Versammlung statt. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Ensemble "Kohelet 3". Schlusspunkt ist eine kleine Stärkung für Leib und Seele.

Flyer downloaden ...

Forderungen downloaden ...

 

 

30. Oktober 2010, erstes Barcamp in Linz zu Kirche und soziale MedienErstes Barcamp in Linz zum Thema Kirche und soziale Medien
27.9.2010

In den letzten Jahren und vor allem in den letzten Monaten haben sich immer mehr ChristInnen mit dem Thema „Social Media“ bzw. Web 2.0 auseinandergesetzt. Egal, ob Sie den Begriff bislang nur vom Hörensagen vernommen haben oder bereits mit Blogs, Twitter und Facebook bestens vertraut sind, das soziale Web wird immer mehr zum Kommunikationsraum kirchlicher Gruppen.
Viele nutzen die Gemeinschaft im Internet, um ihr kirchliches Engagement, ihre christlichen Werte kundzugeben und um in einen Dialog mit anderen zu treten. Diese moderne Entwicklung der sozialen Kommunikation war Grund genug, um von „ThemaTisch.at“ (ein Projekt der Katholischen Aktion OÖ) gemeinsam mit dem Kommunikationsbüro der Diözese Linz das erste Barcamp in Linz zum Thema „Kirche und Social Media“ zu veranstalten.

Ein Barcamp ist eine offene Tagung (Open Space), bei der sich Menschen austauschen und voneinander lernen können. Jede/r trägt etwas zur Tagung bei – ob inhaltlicher Impuls, Diskusssionsteilnahme oder praktische Anregungen.

Das Barcamp in Linz soll eine interessante Veranstaltung mit Diskussionen, Präsentationen und Interaktionen werden, zu der alle Menschen eingeladen sind, die über ihre Erfahrungen mit Social Media / Web 2.0 berichten oder etwas über das Thema lernen möchten.

Termin: 30. Oktober 2010, 10:00.
Ort: Pfarrzentrum Marcel Callo, Linz-Auwiesen.

Anmeldung zum Barcamp und nähere Informationen finden Sie hier.

 


Controlling unter dem Gesichtspunkt von gesellschaftlicher Verantwortung
10. Juni 2010

Die diesjährige Begegnung für UnternehmerInnen und Führungskräfte des Forums Christ und Wirtschaft der Kath. Aktion OÖ am 10. Juni widmete sich dem Thema "Controlling unter dem Gesichtspunkt von gesellschaftlicher Verantwortung".
Univ. Prof. Dr. Birgit Feldbauer-Durstmüller erläuterte die Aufgaben von ControllerInnen im Gestalten und Begleiten von Management-Prozessen. Dabei plädierte sie für ein breites Verständnis von Controlling: ControllerInnen sollten nicht nur das ökonomische Gewissen eines Unternehmens sein, sondern auch die soziale Verantwortung von Unternehmen im Blick haben und auf die Einhaltung höchster Standards bei ArbeitnehmerInnen- und Umweltregelungen achten.

Begegnung für UnternehmerInnen und Führungskräfte 2010

Die TeilnehmerInnen an der Veranstaltung im Stift St. Florian nutzten außerdem die Gelegenheit, eine Jakob-Prandtauer-Ausstellung zu besichtigen und mit Bischof Ludwig Schwarz ins Gespräch zu kommen. Namens des Forums Christ und Wirtschaft gratulierte dessen Vorsitzender Gerhard Greiner dem Diözesanbischof zum 70. Geburtstag.

Bischof Dr. Ludwig Schwarz lauscht gemeinsam mit den anderen TeilnehmerInnen den Ausführungen der Jakob-Prandtauer-Ausstellungen.
Bischof Dr. Ludwig Schwarz lauscht gemeinsam mit den anderen TeilnehmerInnen den Ausführungen der Jakob-Prandtauer-Ausstellungen.

Homepage des Forums Christ und Wirtschaft

 

 

Bericht vom Ökumenischen Kirchentag"Die Ökumene ist wetterfest."
Bericht von der Fahrt am 14. Mai zum 2. Ökumenischen Kirchentag nach München

Das Wetter war kühl, die Stimmung allerdings sehr herzlich beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München. 70 TeilnehmerInnen aus Oberösterreich, die am 14. Mai 2010 mit zwei von der Katholischen Aktion OÖ organisierten Bussen nach München gereist waren, konnten sich davon überzeugen. Sie erlebten einen abwechslungsreichen und anregenden Tag. Es war Zusammengehörigkeit trotz aller Unterschiede zu spüren und die Überzeugung, dass ChristInnen einen Auftag haben, die Gesellschaft mitzugestalten.


Ein großer Teil des Programms fand am Messegelände statt: In der "Agora" präsentierten sich kirchliche und zivilgesellschaftliche Einrichtungen. In den Ausstellungshallen gab es Vorträge und Podiumsdiskussionen für jeweils mehrere Tausend TeilnehmerInnen. In der Münchner Innenstadt gab es ein großes Angebot an Musik und Theater, viele Gottesdienste, Gebetszeiten und Bibelarbeiten. Ein Höhepunkt war eine orthodoxe Vesper in ökumenischer Gemeinschaft auf dem Münchner Odeonsplatz, bei dem 1000 Tische aufgestellt wurden: 10.000 Menschen haben dabei gesegnetes Brot und Wasser geteilt, gemeinsam gesungen, gebetet und biblische Texte gelesen.


Müde, jedoch reich an Eindrücken und motiviert für das kirchliche Engagement im Alltag kehrten die 70 Frauen und Männer in der Nacht auf Samstag nach Oberösterreich zurück.

 

Vorträge

Gottesdienste

Initiativ werden

Rasten, Essen und Trinken

Menschen in der Gemeinschaft

Musik

Ökumene erleben

 

 

Einladung zum 2. Ökumenischen Kirchentag in München2. Ökumenischer Kirchentag

Vom 12. bis 16. Mai 2010 werden mehr als 100.000 Menschen am 2. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) in München teilnehmen. Christinnen und Christen aller Konfessionen sind eingeladen, sich zu beteiligen: an der Suche nach Antworten auf drängende politische Fragen, an kontroversen Diskussionen über die Zukunft unserer Erde, an Schritten aufeinander zu in der Offenheit der Begegnung, am gemeinsamen Gebet, am Fest des Glaubens.

Tagesfahrt am 14. Mai 2010:
Die Katholische Aktion (KA) organisiert in Zusammenarbeit mit dem Forum der christlichen Kirchen in Oberösterreich eintägige Busfahrten zum ÖKT nach München. Anmeldungen sind bis zum 20. April 2010 im KA-Generalsekretariat in Linz möglich (danach werden nur mehr etwaige Restplätze vergeben). Einstiegsstellen und Abfahrtszeiten sind auf der umseitigen Anmeldekarte angeführt. Sämtliche Programmunterlagen sowie Eintrittskarten etc. werden über das KA-Generalsekretariat an die für eine Busfahrt angemeldeten Personen weitergegeben. (Teilnehmer/innen an der Tagesfahrt müssen sich nicht gesondert in München anmelden!)

Busfahrten am 14. Mai 2010 für ÖKT-Teilnehmer/innen aus Oberösterreich

Abfahrtsort Zeit Kosten
Linz -
Hauptbahnhof

6:00 Uhr

59,-- € (erm. 49,-- €)
Wels -
Busbahnhof
7:00 Uhr 59,-- € (erm. 49,-- €)
Vöcklabruck -
Hallenbad
7:00 Uhr 55,-- € (erm. 45,-- €)
Ried/Innkreis -
Busbahnhof
7:00 Uhr 55,-- € (erm. 45,-- €)
Braunau -
Freizeitzentrum
8:00 Uhr 55,-- € (erm. 45,-- €)

Die Rückfahrt erfolgt nach dem Ende des Tagesprogramms um ca. 23:30 Uhr. Der Preis beinhaltet neben den Kosten für die Busfahrten hin + retour auch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in München und die erforderliche Eintrittskarte zum ÖKT.

Ermäßigungen gibt es für junge Menschen bis 25 Jahren, Menschen mit Behinderung, Erwerbslose sowie Rentner/innen, wenn deren wirtschaftliche Lage es erfordert.

Weitere Informationen bei:
Katholische Aktion Oberösterreich
Tel. 0732 / 7610 3411
E-Mail: kath.aktion@dioezese-linz.at

Teilnahme an allen fünf Tagen:
Einzelpersonen und Gruppen können sich entweder im ÖKT-Vorbereitungsbüro in München oder im Internet (www.oekt.de) anmelden. Alle registrierten Teilnehmer/innen erhalten die Tagungsunterlagen (Programmheft, Liederbuch, Stadtplan) und die für den Eintritt erforderliche Dauerkarte zugeschickt.
Anmeldefrist für Gäste, die ein Privat- oder Gemeinschaftsquartier im S-Bahn Bereich München vermittelt bekommen möchten ist am 8. März 2010.

Weitere Informationen bei:
ÖKT-Teilnehmerservice
Tel. 0049 89 / 559997 337
www.oekt.de

Es wird ein umfangreiches kulturelles Programm vorbereitet: Konzerte aller Musikrichtungen, Theater, vielfältige weitere künstlerische Darbietungen und Ausstellungen.

Es besteht die Möglichkeit, an allen fünf Tagen oder nur an einem Tag in München dabei zu sein. Alle TeilnehmerInnen können aus einem Angebot von etwa 3000 Veranstaltungen ihr persönliches Programm zusammenstellen.
Gleich, ob jemand Diskussion, Information, Austausch, Begegnung oder Besinnung, Meditation, Beratung sucht, feiern oder Musik hören will, alles ist beim 2. ÖKT möglich. Zum umfangreichen geistlichen Programm gehören auch Bibelarbeiten, Gottesdienste und Tagzeitengebete.

Jugendliche sind in das "Zentrum Jugend" zu einem Programm von jungen Menschen für junge Menschen eingeladen. Das "Kinderzentrum" bietet Programm für junge Familien. Es gibt auch Service- und Begegnungszentren für internationale Gäste, Menschen mit Behinderung, psychologische Beratung und Seelsorge. Auf dem Münchner Messegelände präsentieren sich in der "Agora" kirchliche und gesellschaftliche Gruppen. Sie laden ein zum Gespräch, zum Kennenlernen und zum Austausch über ihre gesellschaftlichen und kirchlichen Themen.

Der Ökumenische Kirchentag ist eine gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT) und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), den beiden christlichen Laienorganisationen in Deutschland, zusammen mit Angehörigen anderer Konfessionen in der "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen". Im Jahr 2003 fand in Berlin der 1. ÖKT statt.

Forum der christlichen Kirchen in Oberösterreich:
- Altkatholische Kirche,
- Baptistenkirche,
- Evangelische Kirche A.B.,
- Evangelische Kirche H.B.,
- Evangelisch-methodistische Kirche,
- Koptisch-orthodoxe Kirche,
- Römisch-katholische Kirche,
- Rumänisch-ortholdoxe Kirche.

Kontakt:
Katholische Aktion OÖ
Kapuzinerstraße 84, 4021 Linz
Tel.: 0732 / 7610 - 3411
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Der Spot zum 2. Ökumenischen Kirchentag

 

 

2. Ökumenischer Kirchentag in München - Tagesfahrt 14. Mai 2010 Programmhöhepunkte beim 2. Ökumenischen Kirchentag

Diskutieren mit:
Johannes Friedrich, Katrin Göring-Eckardt, Karl-Theodor zu Guttenberg, Heiner Geißler, Nina Hagen, Bianca Jagger, Walter Kardinal Kasper, Horst Köhler, Hans Küng, Reinhard Marx, , Angela Merkel, Franz Müntefering, Andrea Nahles, Sunita Narain, Peter Ramsauer, Andrea Riccardi, Philipp Rösler, Claudia Roth, Mohammad Mojtahed Schabestari, Wolfgang Schäuble, Annette Schavan, Gesine Schwan, Horst Seehofer, Vandana Shiva, Robert Zollitsch, Brigitte Zypries.

Bibelarbeiten mit:
Manuel Andrack, Günter Beckstein, Mvume Dandala, Jürgen Flimm, Wolfgang Huber, Eddi Hüneke, Margot Käßmann, Norbert Lammert, Armin Laschet, Odilo Lechner, Christine Lieberknecht, Thomas de Maizière, Elisabeth Reiser, Óscar Andrés Kardinal Rodriguez, Fulbert Steffensky, Wolfgang Thierse, Christian Ude, Jörg Zink.

Musik genießen:
Wise Guys, Fools Garden, Giora Feidman, Clemens Bittlinger, Gerhard Schöne, Rabih Abouh Khalil Group, Fisfüz, Münchner Kammerorchester, Habakuk, Ruhama, Judy Bailey, Figuralchor Köln, Gospel-Train, Patchwork, Elija Avital, Böttcher-Krüger-Kley, Wasteland Green, Sonidos de la Tierra, Opera Brass, Neue Rheinische Kammerorchester.

Feiern / Gemeinsam Glauben erleben:
Eröffnungsgottesdienst, Abend der Begegnung, Fest der Völker, Gesegnetes Brot – Orthodoxe Vesper in ökumenischer Gemeinschaft, Zentrale Ökumenische Feier zu Christi Himmelfahrt, Taizé-Nacht der Lichter, Ökumenische Gottesdienstwerkstatt, Nacht der Lieder, Nacht der Weltreligionen, Schlussgottesdienst.

Kultur:
Eckhardt von Hirschhausen, Kulturlounge, Jürgen Becker, Okko Herlyn, Kulturkirche Virtualität und Spiritualität, Musical, Theater, Jazz, Folk, Blues, Klassik und Kirchenmusik, Rock, Tanz, Gospel, Große Nacht der Poesie, Jan Wagner, Said, Orgelnacht, Matthäus-Passion zum Mitsingen.

Thematisch:
Ökumene: Reizwort und Hoffnungsthema, Die lange Nacht der Wissenschaften, Podium Afghanistan – Krieg ohne Ende?, Begegnung der Religionen, Ökumene-innovativ-Preis, Zentrum Erinnern – Denken – Lernen in Dachau, Podium Krieg und Menschlichkeit, Podium Christen im Nahen Osten, Zentrum Eine Welt, Podienreihe Arbeit – Armut – Familie, Podium Soziale Verantwortung, Zentrum ÖKT – Barrierefrei.

Jugend:
Zentrum Jugend im Olympiapark, Menschenkicker, Kletterturm, Streetsoccer, Geocaching, Fußball im Rundkäfig, Kosher essen in der interreligiösen Bildungsoase.

Kinder:
Kinderzentrum, Erzählzelt, Internationaler Kindermitmach-Zirkus, Lego-Sternsinger, Durchgehendes Kinderfilm Angebot, Kinderrechte Parcours.

Programmübersicht ...

Programmheft ...

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Europa gestalten!
Bericht vom "häferlgucken" mit EU-ExpertInnen


"Wählen gehen!" Das war die Aufforderung der KA-Präsidentin Margit Hauft anlässlich der Veranstaltung vollWERTküche europa - "häferlgucken" bei EU-ExpertInnen im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen. Sie diskutierte unter der Moderation von Christine Haiden in der Krypta der Kameliten in Linz mit Michael Kuhn, dem stellvertretenden Generalsekretär der ComECE Brüssel (Kommission der Bischofskonferenzen des EU-Raumes) und dem EU-Abgeordneten Paul Rübig. Maria Berger musste kurzfristig ihre Teilnahme absagen.

Hauft sagt, wer sein Wahlrecht nicht nutzt, macht sich selbst zum Spielball von Machtinteressen. Die EU ist kein Gegenüber, sondern ein im demokratischen Prozess gestaltbares Projekt. Die Programme und inhaltlichen Positionen der wahlwerbenden Parteien sind vor dem Hintergrund des Evangeliums und der katholischen Soziallehre zu beurteilen. Als zentrale Themen in den nächsten Jahren nannte Margit Hauft die Umsetzung der europäischen Grundrechtecharta, das Eintreten für menschenwürdige Arbeitsplätze, "Gute Arbeit", den arbeitsfreien Sonntag und nachvollziehbare Regeln der Immigration.

Gestaltende Vielfalt der Religionen in Europa

Michael Kuhn war zu dieser Veranstaltung extra angereist. Die Situation der Religionen ist sehr unterschiedlich in den EU-Mitgliedsstaaten, die EU akzeptiert diese Vielfalt. Im Entwurf des EU-Vertrags von Lissabon ist vorgeschlagen, zu verankern, dass Religionen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen. Doch dieser Dialog hat schon begonnen: Kirchen bringen sich gestaltend bei EU-Gesetzen und Richtlinien ein und finden bei EU-Institutionen und EU-ParlamentarierInnen gesprächsbereite PartnerInnen. Angehörige verschiedener Weltreligionen sind längst Teil der EU-Institutionen.
Für Kuhn ist es dringend notwendig, eine koordinierte europäische Migrationspolitik zu schaffen, um "KZ-ähnlichen Lagern" auf Lampedusa (Italien) ein Ende zu machen. Die europäische Grundrechtecharta, die von der noch nicht in allen Mitgliedsstaaten der EU erfolgten Ratifizierung des Vertrages von Lissabon abhängt, wird für alle Menschen gelten, die sich in der EU aufhalten.

EU-Abgeordnete vertreten die BürgerInnen Europas

Paul Rübig betonte, dass für ihn Dialog mit anderen Parteien und der Zivilgesellschaft entscheidend ist, um zu lernen und bessere Sachentscheidungen zu treffen. EU-ParlamentarierInnen vertreten die europäischen BürgerInnen, im EU-Rat sind die Nationalstaaten vertreten. Für Österreich kam es mit dem EU-Beitritt zu einem Souveränitätsgewinn, denn das kleine Land kann nun auch über die anderen 26 Mitgliedsstaaten mitentscheiden. Es braucht ein gleichzeitig soziales wie leistungsfähiges Europa mit offenen Grenzen.

(ame)

An die hundert Personen füllten die Karmelitenkrypta.
Die Krypta der Karmelitenkirche war gut besucht beim "häferlgucken" während der Langen Nacht der Kirchen.

(v.l.n.r.) Margit Hauft, Dr. Paul Rübig, Dr. Michael Kuhn, Dr. Christine Haiden
(v.l.n.r.) KA-Präsidentin Margit Hauft, EU-Abgeordneter Dr. Paul Rübig, Stv.-Generalsekretär ComECE Brüssel Dr. Michael Kuhn. Moderiert hat Frau Dr. Christine Haiden, Chefredakteurin Welt der Frau.

 

Lichterzug gegen Rechts 30. Arpil 2009Statement "Lichter gegen rechts"
Rede von Margit Hauft; Hauptplatz Linz, Lichterzug gegen Rechts

In meiner Schulzeit in den 60er - Jahren habe ich immer wieder gehört: "Wehret den Anfängen!" Immer wieder wurden wir ermahnt und ermutigt, Augen und Ohren offen zu halten, wenn Menschen missachtet werden, weil sie "anders" sind, wenn über sie entwürdigende Witze gerissen werden, wenn sie als Sündenböcke für gesellschaftliche Schwierigkeiten herhalten müssen. "Meldet euch", haben wir gehört, "meldet euch, wenn euch so etwas auffällt!"
Wir alle sind heute hier zusammengekommen, weil uns etwas aufgefallen ist. Wir haben registriert, dass unter dem Deckmäntelchen von Meinungsvielfalt und politischer Pluralität diskriminierende rechte Parolen schleichend salonfähig zu werden drohen.
Uns ist aufgefallen, dass die schwierige weltwirtschaftliche Lage für Angst- und Hetzparolen gegen vermeintlich Schuldige ausgenützt wird, und wir erleben, dass all das bagatellisiert wird.
"Das war doch nur ein harmloser Schubser", heißt es etwa nach körperlichen Attacken, "sei doch nicht so humorlos" nach herabsetzenden Witzen.
Lassen wir uns das WIE und WODURCH menschenverachtenden Verhaltens nicht von denen definieren, die die wesentliche Gleichheit von Menschen leugnen, von denen, die gerne bagatellisieren, von Kindereien und Jugendsünden reden und uns über ihre wahren Beweggründe im Dunklen tappen lassen wollen.
Gerade jetzt braucht es den Aufstand der Anständigen gegen die Zunahme gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Wir müssen kritisch kommentieren, wenn Rechte aufmarschieren. Wir müssen im Alltag intervenieren, wenn ausländerfeindliche Witze gerissen werden.
Der vorsichtige Umgang mit dem Wort muss uns besonders wichtig sein, denn Unworte bereiten den Boden für Untaten.
Wir müssen Gesicht zeigen für Demokratie und Menschenrechte.
Wenn wir nicht aufstehen gegen Rassismus und Diskriminierung, werden wir zu Handlangerinnen und Handlangern rechten Gedankengutes.
Und dieser Aufstand der Anständigen muss flankiert werden vom Anstand der Zuständigen. Ich meine damit Maßnahmen wie ein offizielles NEIN zu rechten Aufmärschen und ein rigoroses Anwenden der Gesetze gegen Wiederbetätigung.
Wir haben heute bewusst Lichter angezündet, denn es ist wichtig, dass uns allen ein Licht aufgeht und zwar früh genug.
Unser Licht will die aus dem Dunklen holen, die klammheimlich rechte Parolen salonfähig machen wollen und darauf abzielen, genügend so genannte "Protestwähler" zu ködern, um letztlich Regierungsbänke zu besetzen.
Unser Licht soll ein Licht der Hoffnung sein, ein Symbol für eine Gesellschaft, die auch und besonders die im Blick hat, die im Schatten stehen.
Unser Licht will aber auch Ängste und Probleme beleuchten, um sie miteinander anzugehen.
Wir alle wollen uns nicht nur hier und heute als Menschen zu erkennen geben, die wissen, dass Widerstand früh genug beginnen muss, nämlich in der demokratisch geführten politischen Auseinandersetzung. Widerstand muss aufklären, muss deutlich Zeichen setzen, Widerstand ist ein Teil gelebter Demokratie und ist an deren Werte gebunden.
Wir alle sind verantwortlich dafür, dass Menschen in Österreich, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Aussehen, ihrem Geschlecht, ihrem Alter, ihrer Religion Luft zum Atmen und Leben haben, reine Luft, die nicht durch rechte Parolen verpestet ist.

Katholische Aktion
Ab 19.00 trudeln die Demonstranten im Schillerpark ein.

(v.l.n.r.) Stefanie Poxrucker (Kath. Jugend), Margit Hauft (Kath. Aktion), Erika Kirchweger (Kath. Frauenbewegung), Bernhard Rudinger (Kath. Aktion).

Katholische Jugend
Stark vertreten: Die Katholische Jugend.

Land der Menschen, Katholische Jungschar
Der Zug setzt sich Richtung Hauptplatz in Bewegung.
Land der Menschen - Aufeinander zugehen Oberösterreich und die Katholische Jungschar sind mit dabei.

Lichter-gegen-Rechts-Banner
Marsch auf der Landstraße mit dem Lichter-gegen-Rechts-Banner.

Gratis-Trillerpfeiffen
Trillerpfeifen gibt es für alle.

Clowns demonstrieren mit
Doch die Clowns pfeiffen lauter.

Fackeln und Kerzen
Am Hauptplatz werden Fackeln und Kerzen entzündet.

Ein voller Linzer Hauptplatz
Trotz Regen: Der Hauptplatz ist gefüllt, die Kerzen brennen.

Stofftier
Kreativ: Ein Plüschschwein mit Gegen-Rechts-Sticker.

Margit Hauft während ihrer Rede
Margit Hauft spricht als Erste. Es folgen Erich Foglar (ÖGB Präsident), Andreas Gruber (Regisseur, Vorsitzender von SOS Menschenrechte) und Michael Lindner (Sozialistische Jugend OÖ, Mitinitiator Lichter gegen Rechts)

 


Gedenkgottesdienst anlässlich der Novemberpogrome
9.11.2008

Mit einem Gottesdienst gedachte die Kath. Aktion OÖ am Jahrestag der Novemberpogrome am 9. November 2008, um 9.30 Uhr in der Pfarre Marcel Callo (Linz-Auwiesen) der schrecklichen Ereignisse in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938.
Im Rahmen des Bedenkgottesdienstes berichtete die Historikerin Dr. Irmgard Aschbauer über den Brand der Linzer Synagoge und gab einen Überblick über das jüdische Leben in Linz, Steyr und Oberösterreich.
Die historischen Ereignisse standen im Mittelpunkt des Gottesdienstes, aber ebenfalls die Besinnung auf die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens. In der Predigt ging Pfarrer Christian Öhler, Geistlicher Assistent der Kath. Aktion OÖ auf die „christliche Judenfeindschaft“ in der Geschichte ein: „Viele Texte des Evangeliums wurden in der christlichen Geschichte bemüht, um die jüdische Kultur abzuwerten. Seit dem zweiten Vatikanischen Konzil habe sich viel verändert. Wir Christen sehen das Judentum als unsere Wurzeln.“
Ein weiterer Schritt sei nun, so Öhler, die Redeweise gegenüber Andersgläubigen sorgfältig zu prüfen und einzuüben. Vor der Linzer Synagoge erinnert eine Granitsäule daran: „Haben wir nicht alle denselben Vater, er hat uns alle geschaffen.“
Jüdische Musik des Ensemble Stark und Frejlach gaben dem Gottesdienst eine besondere Note.

Für den musikalischen Teils - jüdische Musik - sorgte das Ensemble Stark und Frejlach aus den jüdischen Gemeinden Osteuropas.
Für den musikalischen Teils - jüdische Musik - sorgte das Ensemble Stark und Frejlach aus den jüdischen Gemeinden Osteuropas.

Pfarrer von Auwiesen und Geistlicher Assistent der Kath. Aktion Mag. Christian Öhler mit seinen MinistrantInnen.
Pfarrer von Auwiesen und Geistlicher Assistent der Kath. Aktion
Mag. Christian Öhler mit seinen MinistrantInnen.

Katholische Aktion lädt zum Gedenkgottesdienst 70. Jahrestag der „Reichspogromnacht“
9.11.2008

Mit einem Gottesdienst, der von der Kath. Aktion organisiert wird, gedenkt die Kath. Kirche in Oberösterreich am Jahrestag der Reichspogromnach, am 9. November 2008, um 9.30 Uhr in der Pfarre Marcel Callo (Linz-Auwiesen) der schrecklichen Ereignisse in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938.


Im Rahmen des Bedenkgottesdienstes wird u.a. die Historikerin Dr. Irmgard Aschbauer über den Brand der Linzer Synagoge berichten, daneben soll in den Texten, in der Musik (Ensemble Stark und Frejlach unter der Leitung von Kurt Edlmair), in einer Bildmeditation und in der Predigt zum Ausdruck kommen, dass der christliche Glaube aus der jüdischen Tradition wurzelt.
Die KA sieht in diesem Gottesdienst auch einen Beitrag zur Überwindung der teilweise noch heute vorherrschenden „christlichen Judenfeindschaft“ hin zu einer respektvollen Wahrnehmung des Judentums.

Einladung zum Gedenkgottesdienst als Download

 

echt:zeit
Pfingsttreffen der kj oö

10. - 12. Mai 2008 in Kremsmünster

 

ein dreitägiges Fest für junge Leute - begeisternder Impuls für Jugendliche - von A(btanzen) bis Z(elten) - unvergessliche Tage mit Hochgefühl und Tiefgang - junge Menschen aus ganz OÖ kennen lernen - spirituelle und kulturelle Highlights erleben - über den Tellerrand hinausschauen - Erlebnisse in der Großgruppe - den Geist Gottes spüren und erleben - kreative, sportliche, gesellschaftspolitische Workshops - ins Gespräch kommen - viele Eindrücke sammeln - im Leben weiter kommen - gemeinsam feiern und Spaß haben - eigene Akkus aufladen - gesellschaftliche Selbstverständlichkeiten hinterfragen - Grenzen überschreiten - in Bewegung kommen - Vielfalt erleben... den Spirit von Pfingsten im Alltag weiterspüren.

Leben in echt:zeit. Sei auch du dabei

Anmeldung über Kath. Jugend OÖ

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Damit in allem Gott verherrlicht werde
Meditativer Spaziergang im Kloster Steinerkirchen

7. März 2008

Artikel in der Kirchenzeitung (2008/11):

Sr. Martha Bayer leitet die Paramentik-Werkstatt der Steinerkirchner Schwestern

„Damit in allem Gott verherrlicht werde.“ Das ist der Kern der benediktinischen Ordensregel.
Für die Leiterin der Paramentik-Werkstatt der Benediktinerinnen von Steinerkirchen, Sr. Martha Bayer, gilt das bis in die Verarbeitung der liturgischen Gewänder und sonstigen Artikel, die in Österreichs größter Werkstatt dieser Art erzeugt werden.

Rund 50 Mitglieder des Forums Christ und Wirtschaft konnten sich am Freitag, 7. März davon überzeugen. Erst seit 1949 besteht die aus einer benediktinischen Laienbewegung hervorgegegangene Gemeinschaft als Orden. 117 Schwestern gehören ihr heute an. Sie leben in Gütergemeinschaft, in der sie ihr persönliches Eigentum einer gemeinsamen Verwaltung unterstellen.

Bei der Begrüßung im stilvollen Ambiente
Dir. Gerhard Greiner, Vorsitzender des Forums Christ und Wirtschaft, und Sr. Martha Bayr begrüßen die Besucher im stilvollen
Ambiente des Benediktinerinnenklosters.

Kostbare Handstickereien
Junge Frauen werden in einer dreijährigen Lehre zu Gold-,
Silber- und Perlenstickerinnen ausgebildet.

Sr. Martha zeigt die fertigen Werke aus der Paramentewerkstatt.
Foto: M. Fellinger
Neben Handstickereien nimmt die Batik, eine asiatische
Textilkunst-Technik, einen hohen Stellenwert ein.
Sr. Martha zeigt die fertigen Werke aus der Paramentewerkstatt.

Sonntag - Zeit zum Leben
7. Dezember 2007

Margit Hauft, die Präsidentin der Katholischen Aktion OÖ, hat am 7. Dezember 2008 gemeinsam mit VertreterInnen aus den KA-Gliederungen in der Linzer Innenstadt Mintbonbos an PassantInnen verteilt.
Neben diesem symbolischen Zeichen dafür, dass der Sonntag ein Tag zum Auf- und Durchatmen sein soll, wurden auch Freecards unter dem Motto "Sonntag - Zeit zum Leben" weitergegeben und in Gesprächen der Wert von gemeinsamer freier Zeit betont.
"Es gab breite Zustimmung und überwiegend positive Rückmeldungen" zu dieser Aktion, freut sich KA-Generalsekretär Bernhard Rudinger.


Am Tag vor dem Marienfeiertag wurde aber nicht nur der arbeitsfreie Sonntag angesprochen, sondern seitens der KA, insbesondere von der Kath. ArbeitnehmerInnenbewegung auch dazu aufgerufen, am 8. Dezember nicht einkaufen zu gehen. "Tu was - kauf nix", lautete die Botschaft, die auf Aufklebern gedruckt ebenfalls an PassantInnen verteilt wurde.

Margit Hauft, Präsidentin der KA OÖ, verteilt Mintbonbons
Margit Hauft, Präsidentin der Kath. Aktion OÖ, beim Verteilen von Mintbonbons

Gerne werden die Mintbonbons für den freien Sonntag und die kleinen Aufkleber mit dem Aufruf: "Tu was - kauf nix" am 8. Dezember, angenommen.
Gerne werden die Mintbonbons für den freien Sonntag und die kleinen Aufkleber mit dem Aufruf: "Tu was - kauf nix" am 8. Dezember, angenommen.

Auch die Kinder freuen sich über die Mintbonbons
Auch die Kinder freuen sich über die Mintbonbons und die Aufkleber "Tu was - Kauf nix", die in der Linzer Innenstadt verteilt wurden.

Auf der Landstraße
Auf der Linzer Landstraße.

Freier Sonntag bedeutet: Zeit für Dich, die Familie, für Freunde; Zeit zum Durchatmen.
Freier Sonntag bedeutet: Zeit für Dich, für die Familie, für Freunde; Zeit zum Durchatmen.

Freecards weisen auf den Wert des freien Sonntags hin.
Freecards weisen auf den Wert des freien Sonntags hin.




Ehrenamtliche treffen Papst Benedikt XVI. im Wiener Konzerthaus
9. September 2007, Wiener Konzerthaus

Ca. 250 Ehrenamtliche aus Oberösterreich, die in verschiedenen gesellschaftlichen und caritativen Institutionen und Einrichtungen tätig sind, nahmen am 9. September an einer Begegnung mit Papst Benedikt XVI. im Wiener Konzerthaus teil.

Hier die Ansprache des Papstes im Wortlaut:

"Sehr geehrter Herr Bundespräsident, hochwürdigster Herr Erzbischof Kothgasser, liebe freiwillige und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Hilfsdienste in Österreich, sehr geehrte Damen und Herren und vor allem: meine lieben jungen Freunde!

Auf diese Begegnung mit Ihnen heute, gegen Ende meines Besuchs in Österreich, habe ich mich besonders gefreut. Es ist schön, Menschen zu treffen, die versuchen, in unserer Gesellschaft der Botschaft des Evangeliums ein Gesicht zu geben; die Älteren wie Jüngeren zu sehen, die jene Liebe in Kirche und Gesellschaft konkret erfahrbar machen, von der wir als Christen ergriffen sind: Es ist die Liebe Gottes, die uns den Mitmenschen als Nächsten, als Bruder oder Schwester erkennen läßt! Mich erfüllen Dankbarkeit und Bewunderung für das großzügige freiwillige Engagement so vieler Menschen unterschiedlichen Alters in diesem Land; Ihnen allen und dem Ehrenamt in Österreich möchte ich heute in besonderer Weise meinen Respekt zollen. Ihnen, werter Herr Bundespräsident, und Ihnen, lieber Herr Erzbischof von Salzburg sowie vor allem Euch, den jugendlichen Vertretern der Freiwilligen in Österreich, danke ich ganz herzlich für die einführenden und freundlichen Worte, die mir hier entgegengebracht wurden.

Gott sei Dank ist es für viele Menschen eine Ehrensache, sich für andere, für eine Vereinigung, für einen Verband oder für bestimmte Anliegen des Gemeinwohls freiwillig zu engagieren. Ein solches Engagement bedeutet zunächst eine Chance, die eigene Persönlichkeit zu entfalten und sich aktiv und verantwortungsvoll in das gesellschaftliche Leben einzubringen. Dennoch liegen der Bereitschaft zum ehrenamtlichen Tätigsein zuweilen ganz unterschiedliche und vielfältige Motive zu Grunde. Oft steht zu Beginn ganz einfach der Wille, etwas Sinnvolles und Nützliches zu tun und neue Erfahrungsfelder aufzuschließen. Jungen Menschen geht es dabei natürlich und zu Recht auch um Freude und schöne Erlebnisse, um die Erfahrung von echter Kameradschaft bei gemeinsamem sinnvollem Tun. Oft verbinden sich eigene Ideen und Initiativen mit tätiger Nächstenliebe; der einzelne wird dabei in eine tragende Gemeinschaft eingebunden. Ich möchte an dieser Stelle meinen ganz persönlichen Dank für die ausgeprägte "Kultur der Freiwilligkeit" in Österreich zum Ausdruck bringen. Ich möchte jeder Frau, jedem Mann, allen Jugendlichen und allen Kindern danken - das freiwillige Engagement von Kindern ist mitunter gewaltig; denken wir nur an die Sternsingeraktion in der Weihnachtszeit. Danken möchte ich dabei vor allem auch für jene kleinen und großen Dienste und Mühen, die vielleicht nicht immer gesehen werden. Danke und "Vergelt´s Gott" für Euren Beitrag zum Aufbau einer "Zivilisation der Liebe", die allen dient und die Heimat schafft! Nächstenliebe ist nicht delegierbar; Staat und Politik können sie bei allem rechten Bemühen um Notlinderung und Sozialleistungen nicht ersetzen. Sie erfordert immer den persönlichen freiwilligen Einsatz, für den der Staat allerdings günstige Rahmenbedingungen schaffen muß. Dank dieses Einsatzes behält Hilfe ihre menschliche Dimension und wird nicht entpersonalisiert. Und genau darum seid Ihr Freiwilligen nicht Lückenbüßer im sozialen Netz, sondern wahrhaft Mitträger am humanen und christlichen Gesicht unserer Gesellschaft.

Gerade junge Menschen sehnen sich danach, daß ihre Fähigkeiten und Talente "geweckt und entdeckt" werden. Freiwillige wollen gefragt werden, sie wollen persönlich angesprochen werden. "Ich brauche dich!", "Du kannst das!": Wie gut tut uns diese Ansprache. Gerade in ihrer menschlichen Einfachheit verweist sie hintergründig auf den Gott, der jeden von uns gewollt, jedem seinen Auftrag mitgegeben hat, ja, der uns braucht und auf unseren Einsatz wartet. So hat Jesus Menschen gerufen und ihnen Mut gemacht zu dem Großen, das sie sich selber nicht zugetraut hätten. Sich ansprechen lassen, sich entscheiden und dann ohne die üblich gewordene Frage nach Nutzen und Profit einen Weg gehen - diese Haltung wird heilende Spuren hinterlassen. Die Heiligen haben mit ihrem Leben diesen Weg aufgezeigt. Es ist ein interessanter und spannender, ein großmütiger und gerade heute ein zeitgemäßer Weg. Das Ja zu einem freiwilligen und solidarischen Engagement ist eine Entscheidung, die frei und offen macht für die Not des anderen; für die Anliegen der Gerechtigkeit, des Lebensschutzes und der Bewahrung der Schöpfung. Im Ehrenamt geht es um die Schlüsseldimensionen des christlichen Gottes- und Menschenbildes: die Gottes- und Nächstenliebe.

Liebe Freiwillige, meine Damen und Herren! Ehrenamtliches Engagement ist ein Echo der Dankbarkeit und gleichfalls Weitergabe der Liebe, die wir selbst erfahren haben. "Deus vult condiligentes - Gott will Mitliebende", betonte Duns Scotus (1). Ehrenamtliches Engagement hat so gesehen sehr viel mit Gnade zu tun. Eine Kultur, die alles verrechnen und auch alles bezahlen will, die den Umgang der Menschen miteinander in ein oft einengendes Korsett von Rechten und Pflichten zwingt, erfährt durch unzählige sich ehrenamtlich engagierende Mitmenschen, daß das Leben selbst ein unverdientes Geschenk ist. So unterschiedlich, vielfältig, gar widersprüchlich die Motive und auch die Wege des ehrenamtlichen Engagements sein können, ihnen allen liegt letztendlich jene tiefe Gemeinsamkeit zugrunde, die dem "Umsonst" entspringt. Umsonst haben wir das Leben von unserem Schöpfer erhalten, umsonst sind wir aus der Sackgasse der Sünde und des Bösen befreit worden, umsonst ist uns der Geist mit seinen vielfältigen Gaben geschenkt worden. "Die Liebe ist umsonst; sie wird nicht getan, um andere Ziele zu erreichen."(2) "Wer in der Lage ist zu helfen, erkennt, daß gerade auch ihm geholfen wird und daß es nicht sein Verdienst und seine Größe ist, helfen zu können. Dieser Auftrag ist Gnade."(3) Umsonst geben wir weiter, was wir bekommen haben, durch unser Engagement, durch unser Ehrenamt. Diese Logik des "Umsonst" liegt jenseits des bloß moralischen Sollens und Müssens.

Ohne freiwilliges Engagement konnten, können und werden Gemeinwohl und Gesellschaft nicht bestehen. Freiwilligkeit lebt und bewährt sich jenseits von Kalkulation und erwarteter Gegenleistung; sie sprengt die Gesetzmäßigkeiten der Marktwirtschaft. Denn der Mensch ist weit mehr als nur ein ökonomisch handelnder und zu behandelnder Faktor. Die Fortentwicklung und Würde einer Gesellschaft hängt immer wieder und gerade an jenen Menschen, die mehr tun als nur ihre Pflicht.

Meine Damen und Herren! Das Ehrenamt ist ein Dienst an der Würde des Menschen, die in seiner Gottebenbildlichkeit gründet. Irenäus von Lyon sagt: "Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch. Das Leben des Menschen aber ist es, Gott zu sehen."(4) Nikolaus Cusanus hat diese Einsicht in seinem Werk über die Gottesschau so weiter entfaltet: "Und weil das Auge dort ist, wo die Liebe weilt, erfahre ich, daß Du mich liebst. ... Dein Sehen, Herr, ist Lieben. ... Indem Du mich ansiehst, läßt Du, der verborgene Gott, Dich von mir erblicken. ... Dein Sehen ist Lebendigmachen. ... Dein Sehen bedeutet Wirken."(5) Der Blick Gottes - Jesu Blick steckt uns mit Gottes Liebe an. Blicke können ins Leere gehen oder gar verachten. Und Blicke können Ansehen geben und Liebe aussagen. Ehrenamtliche geben Menschen ein Ansehen, sie rufen die Würde des Menschen in Erinnerung und sie wecken Lebensfreude und Hoffnung. Ehrenamtliche sind Hüter und Anwälte der Menschenrechte und Menschenwürde.

Mit Jesu Blick ist noch eine andere Form des Sehens verbunden. "Er sah ihn und ging weiter", so heißt es im Evangelium vom Priester und Leviten, die am Wegrand den Halbtoten liegen sehen, aber nicht eingreifen (Lk 10, 31.32). Menschen sehen und übersehen, haben Not vor Augen und bleiben doch ungerührt, das gehört zu den Kälteströmen der Gegenwart. Im Blick der anderen, gerade jenes anderen, der unserer Hilfe bedürftig ist, erfahren wir den konkreten Anspruch der christlichen Liebe. Jesus Christus lehrt uns nicht eine Mystik der geschlossenen Augen, sondern eine Mystik des offenen Blicks und damit der unbedingten Wahrnehmungspflicht für die Lage der anderen, für die Situation, in der sich der Mensch befindet, der gemäß dem Evangelium unserer Nächster ist. Jesu Blick, die Schule der Augen Jesu, führt hinein in menschliche Nähe, in die Solidarität, in das Teilen der Zeit, das Teilen der Begabungen und auch der materiellen Güter. Daher muß "für alle, die in den karitativen Organisationen der Kirche tätig sind, kennzeichnend sein, daß sie nicht bloß auf gekonnte Weise das jetzt Anstehende tun, sondern sich dem anderen mit dem Herzen zuwenden ... Dieses Herz sieht, wo Liebe not tut und handelt danach."(6) Ja, "ich muß ein Liebender werden, einer, dessen Herz der Erschütterung durch die Not des anderen offen steht. Dann finde ich meinen Nächsten, oder besser: dann werde ich von ihm gefunden."(7)

Schließlich erinnert uns das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe (Mt 22, 37-40; Lk 10, 27) daran, daß wir Christen Gott selbst über den Weg der Nächstenliebe die Ehre erweisen. "Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!" (Mt 25, 40). Wenn im konkreten Menschen, dem wir begegnen, Jesus gegenwärtig ist, dann kann ehrenamtliches Tätigsein zur Gotteserfahrung werden. Die Anteilnahme an den Situationen und Nöten der Menschen führt zu einem "neuen" Miteinander und wirkt sinnstiftend. So kann das Ehrenamt helfen, Menschen aus der Vereinsamung herauszuholen und in Gemeinschaften hineinzuführen.

Am Schluß möchte ich an die Kraft und Bedeutung des Gebets für die in der karitativen Arbeit Tätigen erinnern. Das Gebet zu Gott ist Ausweg aus Ideologie oder Resignation angesichts der Erfahrung der Endlosigkeit der Not. "Christen glauben trotz aller Unbegreiflichkeiten und Wirrnisse ihrer Umwelt weiterhin an die "Güte und Menschenliebe Gottes" (Tit 3, 4). Obwohl sie wie alle anderen Menschen eingetaucht sind in die dramatische Komplexität der Ereignisse der Geschichte, bleiben sie gefestigt in der Hoffnung, daß Gott ein Vater ist und uns liebt, auch wenn uns sein Schweigen unverständlich bleibt."(8)

Liebe freiwillige und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hilfsdienste in Österreich, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wer in Beruf und Familie nicht nur seine Pflicht erfüllt - und dies gut zu tun erfordert schon viel Kraft und große Liebe -, wer sich darüber hinaus freiwillig für andere engagiert und seine kostbare freie Zeit in den Dienst des Menschen und seiner Würde stellt, dessen Herz weitet sich. Die Freiwilligen fassen den Begriff des Nächsten nicht eng; sie erkennen auch im "Fernstehenden" den Nächsten, der von Gott bejaht ist und den Christi Erlösungswerk durch unsere Mithilfe erreichen muß. Der andere, der Nächste im Sinn des Evangeliums Christi wird für uns gleichsam zum Vorrangpartner gegenüber den Pressionen und Sachzwängen der Welt, in der wir leben. Wer den "Vorrang des Nächsten" beachtet, lebt und handelt evangeliumsgemäß und nimmt auch Teil an der Sendung der Kirche, die immer den ganzen Menschen im Blick hat und ihm die Liebe Gottes fühlbar machen möchte. Die Kirche unterstützt diesen Ihren wichtigen Dienst voll und ganz. Ich bin überzeugt, daß von Österreichs Freiwilligen auch weiterhin viel Segen ausgeht und begleite Sie alle mit meinem Gebet. Euch allen erbitte ich die Freude an Gott, die unsere Kraft ist (vgl. Neh 8, 10). Der gütige Gott sei Euch stets nahe und führe Euch allezeit durch den Beistand Seiner Gnade."

Im Gespräch mit Diözesanbischof Ludwig Schwarz
Vor der Begegnung mit Papst Benedikt XVI. im Rahmen des Konzerts im Wiener Konzerthaus fanden die Ehrenamtlichen die Möglichkeit untereinander und mit Bischöfen ins Gespräch zu kommen. (v.l.n.r.) Ehrenamtliche aus Oberösterreich mit Bischof Ludwig Schwarz.

Warten der Ehrenamtlichen und Freiwilligen im Konzertsaal
Warten im Konzertsaal auf Papst Benedikt XVI.

Chor der Wiener Sängerknaben
Unter anderem sangen die Wiener Sängeknaben für den Papst und die Ehrenamtlichen aus ganz Österreich.

Nach dem Konzert bei einem  Gläschen Wein
Bei einem kleinen Buffet mit Brötchen und Getränken ließ man den Nachmittag der Begegnung mit Papst Benedikt XVI. ausklingen.

Ansprache von Papst Benedikt XVI. zum Download (pdf)

Kurzinformation für Teilnehmer/innen an der Eucharistiefeier mit Papst Benedikt XVI. am 8. September 2007 in Mariazell
Stand 10. April 2007

Anmeldung:
Vorraussetzung für die Teilnahme am Papst-Gottesdienst ist eine rechtzeitige persönliche Anmeldung, womit eine kostenlose Zählkarte als Zutrittsberechtigung zum Feierplatz in Mariazell reserviert wird. Für alle Gläubigen aus dem Gebiet der Diözese Linz ist das Generalsekretariat der Katholischen Aktion (ab 16. April 2007) die einzige Anmeldestelle. Anmeldeformulare stehen in Internet zum Download bereit bzw. können in den Pfarrämtern angefordert werden.


Fahrt nach Mariazell:

Weil für Privat-PKWs keine Parkplätze zur Verfügung stehen, können alle Pilger/innen ausschließlich per Bus (ausgenommen Fuß- oder Radwallfahrten) nach Mariazell kommen. Seitens der Katholischen Aktion werden deshalb in großer Anzahl Wallfahrtsbusse mit mehreren Zu- und Ausstiegsstellen in allen oö. Dekanaten organisiert. Gleichzeitig mit der Anmeldung kann also auch eine Busfahrt (Fahrtpreis 32,-- Euro) gebucht werden. Ein Übersichtsplan steht im Internet zur Verfügung bzw. liegt in den Pfarrämtern auf.


Programm / Feierplatz in Mariazell:

Die Eucharistiefeier findet am Vormittag (voraussichtlich um 10:30 Uhr) statt. Priester, Diakone, Seminaristen und Ordensleute sind zudem zu einer Vesper am Nachmittag (voraussichtlich um 16.45 Uhr in der Basilika) eingeladen, wofür allerdings eine gesonderte Akkreditierung nötig ist.
Der Feierplatz in Mariazell ist in unmittelbarer Nähe zur Basilika. Von den Bus-Ausstiegsstellen ist ein Fußweg von ca. einer Stunde einzuplanen, gleiches gilt für den Rückweg zu den Busparkplätzen.

Es ist möglich, kleine Klapphocker (ohne Arm- u. Rückenlehne!) mitzunehmen oder in Mariazell käuflich zu erwerben. Regenschirme, Kinderwägen, Glasflaschen sowie andere gefährliche Gegenstände sind hingegen verboten und würden bei den Sicherheitskontrollen abgenommen werden. Voraussichtlich erst auf dem Feierplatz in Mariazell erhalten alle Teilnehmer/innen ein "Pilgerpaket", das neben dem Feierheft u.a. auch Wasser enthält. Für die sonstige Verpflegung sind alle Pilger/innen selber verantwortlich.


Änderungen vorbehalten.


Kontakt:
Katholische Aktion Oberösterreich;
Kapuzinerstraße 84, 4021 Linz
Tel.: 0732/7610-3411;
Fax: 0732/7610-3779;
E-Mail: kath.aktion@dioezese-linz.at


Weitere Informationen unter: www.mariazell2007.at

Kurzinformation (pdf-Version)

Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Papstbesuch in Mariazell 2007

 

Ora et Labora
16. März 2007, Stift Hohenfurth; Meditativer Spaziergang des Forums Christ & Wirtschaft

Artikel in der Kirchenzeitung (2007/12):

Von der Vielfalt des wiedererstandenen Stiftes Hohenfurt zeigten sich oberösterreichische Wirtschaftsleute beeindruckt.

"Wir spüren, dass Gott es will!" Prior P. Justin Berka strahlt Optimismus aus. Vier Jahrzehnte durfte im Zisterzienserstift Hohenfurt nicht Gottesdienst gefeiert werden. Acht vorwiegend junge Brüder machen das Stift an der Moldau heute zu einem Ort, von dem geistliche Impulse für die Region ausgehen. Sie kommen aus ganz Tschechien, auch aus der Slowakei stammt ein Mitbruder. Ihr Studium absolvieren die Zisterzienser von Hohenfurt im Stift Heiligenkreuz.
Von den früheren Besitzungen im Umfeld - rund 4000 Hektar Wald gehörten zum Stift - wurde dem Stift nichts zurückgegeben. Trotzdem: Mit Hilfe vor allem der Zisterzienser Österreichs gelingt es, Schritt für Schritt das Kloster selbst zu sanieren. Gerade noch rechtzeitig, denn die Schäden hatten bedrohliche Ausmaße angenommen.
Zuerst waren nach dem zweiten Weltkrieg die deutsprachigen Patres vertrieben worden, schließlich auch die tschechischen. Im Stift Rein in der Steiermark fanden viele Zuflucht. Hohenfurt gehört heute zur österreichischen Zisterzienser-Provinz. Der Prior ist für die Hilfe dankbar.

Prior P. Justin Berka (mitte links) führte die Gäste aus Österreich durch das Stift.
Prior P. Justin Berka (mitte links) führte die Gäste aus Österreich durch das Stift.

Gebet und Arbeit sind Säulen. Am 16. März konnten sich die Mitglieder des Forums Christ und Wirtschaft von der Vitalität des Klosters überzeugen. Sie trafen sich zu einem "meditativen Spaziergang" im Stift Hohenfurt. P. Justin Berka gab dabei Impulse über das Verhältnis von Spiritualität und Arbeit nach der Regel des hl. Benedikt.
Gebet und Betrachtung dürfen nie zum Vorwand werden, die Arbeit zu vernachlässigen, betonte P. Berka. Andererseits dürfe die Notwendigkeit Geld zu verdienen, niemals den Frieden der Seele stören.
Während in früheren Jahrhunderten die Zisterzienser Hohenfurts hauptsächlich vom Ertrag des Waldes lebten, gehört ihnen jetzt nicht einmal das ganze Klosterareal. Sie hoffen vor allem auf Tourismus. Die für das Jahr 2012 geplante Landesausstellung in Braunau, Hohenfurt und Krumau zum Thema "Hopfen, Salz und Cyberspace" könnte hier Belebung bringen. Zu zeigen gibt es viel. Hohenfurt beherbergt eine prachtvolle Stiftsbibliothek, die auch die kommunistische Zeit überstanden hat.

In der Stiftsbibliothek
In der prachtvollen Stiftsbibliothek

Fußwallfahrt nach St. Radegund und Altötting
7. - 11. Septmeber 2006 mit Pfarrer Christian Öhler

50 Personen waren von 7. bis 11. September 2006 auf dem Pilgerweg Via Nova unterwegs. Den Abschluss bildete die Teilnahme an der Eucharistiefeier mit Papst Benedikt XVI. in Altötting.
Inhaltlich waren auf dem Weg sehr stark die Anliegen präsent, die im Sozialwort der christlichen Kirchen Österreichs genannt werden: Weltweite Gerechtigkeit, Armutsbekämpfung, soziale Sicherheit, menschengerechtes Wirtschaften.
Ein wichtiges Etappenziel war auch St. Radegund, wo am Grab von Franz Jägerstätter ein Gottesdienst gefeiert wurde.

Bildergalerie

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Busfahrt zum Papstbesuch in Altötting
11. September 2006

Papst Benedikt XVI.Für die Fahrt nach Altötting zum Papstgottesdienst stehen in einem Bus, der die FußwallfahrerInnen aus Oberösterreich abholt, noch einige Plätze zur Verfügung. Hiefür ist eine Anmeldung bis 30. Mai 2006 im KA-Generalsekretariat nötig, weil danach seitens des Bistums Passau bereits die Zutrittsberechtigungen für die TeilnehmerInnen vergeben werden.

Abfahrt: ca. 6.00 Uhr beim Diöezesanhaus in Linz, ggf. Zustiegsmöglichkeiten unterwegs
Rückkehr: ca. 18.00 Uhr in Linz
Kosten: 25 Euro (inkl. Gebühr für TeilnehmerInnenheft = Eintrittskarte für den entsprechenden Block auf dem Kapellplatz bzw. den angrenzenden Plätzen und Kirchen)

Programm:
7.00 Uhr Beginn des Vorprogramms
9.45 Uhr Ankunft von Papst Benedikt XVI. auf dem Kapellplatz - Gebet in der Gnadenkapelle
10.30 Uhr Beginn der Eucharistiefeier auf dem Kapellplatz (mit Videoübertragung auf angrenzende Plätze)
12.30 Uhr Übertragung des Allerheiligsten in die Anbetungskapelle
13.15 Uhr Ende des Vormittagsprogramms.
Für den Nachmittag ist noch ein Besuch des Papstes im Kapuzinerkonvent St. Magdalenda und eine Vesper mit Ordensangehörigen und Priesterseminaristen in der Basilika geplant.

Zu beachten ist, dass es nur Stehplätze gibt (kleine Klapphocker ohne Rücken- und Armlehen dürfen mitgebracht werden). Fahnen, Banner oder Regenschirme mitzuführen ist nicht erlaubt. Für die Verpflegung sind alle TeilnehmerInnen selbst verantwortlich, d.h. die Mitnahme von Lunchpaketen und Getränke wird empfohlen.

Anmeldemodalitäten für TeilnehmerInnen aus der Diözese Linz, die nicht mit dem Bus der Katholischen Aktion anreisen:

Sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen können sich auf Wunsch des Bistums Passau ausschließlich über ihre Pfarre anmelden. Der Teilnahmebeitrag von 2 € ist ebenfalls in der Pfarre zu begleichen. Die Anreise nach Altötting ist grundsätzlich eigenständig zu organisieren.

Alle Pfarren melden bis spätestens 1. Juni 2006 die Anzahl der angemeldeten TeilnehmerInnen mit einem eigenen Anmeldeformular im Seelsorgeamt Passau. Als Eingangsbestätigung erhalten die Pfarren danach eine Rechnung über den gesamten Teilnahmebetrag. Im Preis von 2 € pro TeilnehmerIn sind das TeilnehmerInnenheft sowie ein Erinnerungstuch enthalten.

Der Versand des TeilnehmerInnenheftes (mit Informationen über Parkmöglichkeiten etc.) nebst Tuch erfolgt nach Begleichung der Rechnung wiederum an die Pfarren, frühestens jedoch im Juli 2006.

Fußwallfahrt nach St. Radegund und Altötting
7. - 11. Septmeber 2006 mit Pfarrer Christian Öhler

Fußwallfahrt nach St. Radegund und AltöttingDas Papstamt symbolisiert die Universalität der Kirche. Durch ihre starke weltweite Vernetzung ist die Kirche eine Kraft in der Welt. Im Sozialwort stellen sich die österreichischen Kirchen dieser Verantwortung. Die PilgerInnen der Kath. Aktion OÖ bringen die Anliegen (besonders Kap. 7 Gerechtigkeit weltweit) stellvertretend nach Altötting. Mitbedacht sollen die vielen OberösterreicherInnen werden, die in der Welt unterwegs sind.
Ein erstes Ziel ist St. Radegund mit dem Thema "Widerstand aus dem Gewissen heraus." Wir stärken und gegenseitig. Wir solidarisieren uns mit denen, die auch unterwegs sind, wenn auch auf anderen Wegen. Es ist ein Aufbruch aus der eigenen beschränkten Sicht.

Donnerstag:

Anreise; St. Wolfgang - St. Gilgen - Mondsee
Der alte Pilgerweg führt über die zahlreichen mit Symbolen ausgestatteten Kapellen über den Falkenstein nach Fürberg bei St. Gilgen. Hinauf zum Europakloster Gutaich, anschließend über den Krottensee, Scharflingerpass an den Mondsee.
Anzahl km: 19

Freitag:
Mondsee - Henndorf - Seekrichen - Obertrum
Von Mondsee geht es über den Kolomannsberg nach Henndorf. Von Seekirchen am Wallersee auf wenig befahrenen Gemeindestrassen nach Obertrum.
Anzahl km: 30


Samstag:

Obertrum - Berndorf - Michaelbeuern - Moosdorf - Franking
Landschaftlich besonders schön ist der Weg entlang des Ibmer-Sees.
Anzahl km: 32

Sonntag:

Franking - Ostermiething - St. Radegund - Burghausen
Bis St. Radegund sind es 22 km. Gottesdienst am Nachmittag.
Anzahl km bis Ach: 30

Montag:
Burghausen - Altötting
ca. 18 km


Bezüglich Übernachtungen werden die Pfarren kontaktiert. Matratzenlager!


Familienwallfahrt auf den Linzer Pöstlingberg
11. Juni 2006


Familienwallfahrt auf den Linzer PöstlingbergAm Sonntag, 11. Juni 2006, lädt Bischof Dr. Ludwig Schwarz zur diözesanen Familienwallfahrt unter dem Motto "Gott bewegt uns" nach Linz ein. Im Mittelpunkt steht dabei ein Wallfahrtsgottesdienst um 16.30 Uhr in der Pöstlingbergbasilika. Für die TeilnehmerInnen besteht bereits davor die Möglichkeit zu einer Fußwallfahrt über den "Kreuzweg" vom Petrinum auf den Pöstlingberg. Nach dem Gottesdienst sind alle eingeladen, vor der Basilika verschiedene Begegnungs- und Informationsangebote zu nutzen.

Für alle FußwallfahrerInnen, die mittels PKW anreisen, stehen Parkplätze auf dem Urfahrmarktgelände zur Verfügung. Von hier (Tourist-Info-Gebäude / Nähe Wildbergstraße) fahren zwischen 13.00 Uhr und 15.00 Uhr Shuttle-Busse in kurzen Zeitintervallen kostenlos zum Petrinum. Alle TeilnehmerInnen entscheiden dann für sich, ob sie sich einer größeren PilgerInnengruppe anschließen wollen oder sich mit schriftlichen Meditationsanregungen ausgestattet alleine bzw. mit der Familie auf den Weg machen wollen. Um 14.00 Uhr beginnt die erste Pilgergruppe mit einem spirituellen Impuls beim Petrinum ihren Gang auf den Pöstlingberg, eine zweite Gruppe startet um 14.45 Uhr. Die Wegzeit beträgt ca. 1 Stunde.
Um 16.15 Uhr ist eine Liederprobe in der Basilika.

Nach dem Gottesdienst verkehren zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr Shuttle-Busse vom Bus-Parkplatz auf dem Pöstlingberg zum Urfahrmarkt-Gelände. PilgerInnen, die mit Bussen nach Linz anreisen, können am Nachmittag gleich direkt bis zum Petrinum fahren und nach dem Gottesdienst auf dem Parkplatz am Pöstlingberg wieder in ihren Bus steigen.

Bischof Schwarz lädt alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher herzlich zu dieser Diözesanwallfahrt ein!

Flugzettel (A6) und Plakate (A3) zur Bewerbung der Familienwallfahrt können - solange der Vorrat reicht - kostenlos im KA-Generalsekretariat (Tel.: 0732/7610-3411, E-Mail: kath.aktion@dioezese-linz.at) angefordert werden.


ChristInnen un Politik in Europa - Gewissen und politischer Kompromiss (Symposion)

Beginn: Freitag, 07. April 2006, 17:00
Ende: Samstag, 08. April 2006, 15:00
Ort: St. Virgil Salzburg (Ernst-Grein-Straße 14, A-5026 Salzburg)
Veranstalter: Katholische Aktion Österreich gemeinsam mit St. Virgil Salzburg
Tel. Kath. Aktion Österreich: +43.1.51552-3660


Werte und religiöse Überzeugungen sind in den gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Diskursen, sei es im Suchen nach einer gemeinsamen Basis des Zusammenlebens, der Frage nach einer europäischen Identität oder in konkreten gesellschaftspolitischen Entscheidungen, nicht mehr auszuklammern. Mehr denn je ist Gott bzw. die Religion ein gesellschaftspolitischer Faktor, dem man sich nicht entziehen kann und der eine Positionierung verlangt.

Laufen Religionen und Weltanschauungen Gefahr, sich in die Machtdiskurse der Politik zu verstricken? Lässt umgekehrt die Politik heute noch Platz für religiöse oder weltanschaulich motivierte Werte, oder wird bereits zuviel der eigenen Überzeugung dem Pragmatismus und dem so genannten „politischen Kompromiss" geopfert? Wie lebt es sich zwischen religiöser Überzeugung, Gewissen, Werten und dem politischen Kompromiss? Wie kann die Zukunft des konkreten Miteinanders von Kirche(n) und Politik aussehen?

Als beispielhafte Orte, an denen sich die geschilderten Konfl ikte konkretisieren, können folgende Themenbereiche angegeben werden: Wirtschaft, Integration und Migration, Bioethik und Familie. Diesen Themen ist jeweils ein Forum gewidmet, welches die Spannungen diskutieren und der Entwicklung von Perspektiven Raum geben möchte.

Papst Benedikt XVI. zeigt Interesse an der Arbeit der Kath. Aktion Oberösterreich
17. Dezember 2005

Bei einem kurzen Gespräch im Rahmen einer Sonderaudienz anlässlich der Überreichung von oberösterreichischen Christbäumen an den Vatikan, konnte KA-Präsidentin Margit Hauft über die Arbeit der KA-Gliederungen und Foren berichten.

Papst Benedikt zeigte sich dabei beeindruckt davon, dass die KA beinahe flächendeckend in den Pfarren der Diözese Linz aktiv ist, und wie Menschen in ihrem jeweiligen Lebensumfeld aus dem Evangelium das Leben in Kirche und Gesellschaft mitgestalten.

Papst Benedikt XVI. und KA-Präsidentin Margit Hauft im Gespräch
Papst Benedikt XVI. und Margit Hauft

Marigt Hauft und Bischof Dr. Ludwig Schwarz am Petersplatz
Präsidentin Margit Hauft und Bischof Dr. Ludwig Schwarz am Petersplatz in Rom

Aus dem Newsletter von Radio Vatikan:
Papst Benedikt begrüßt Christbaum-Delegation aus Oberösterreich.

Es war eine herzliche Veranstaltung, zu der 900 Vertreter Oberösterreichs in den Vatikan gekommen waren. Freundlich richtete der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer seine Worte an Benedikt XVI. Es sei eine große Ehre für die Oberösterreicher, vom Papst in Audienz empfangen worden zu sein, sagte der Politiker: "Heiliger Vater, wären Sie 6,2 Kilometer südlicher auf die Welt gekommen, wären Sie ein Oberösterreicher. Ich wäre Ihr Landeshauptmann, aber ich vergönne diese Ehre dem Herrn Ministerpräsidenten Stoiber auch sehr."

Der Papst nahm die Vorlage des Landeshauptmanns dann durchaus auf. Nachdem er alle begrüßt hatte, erzählte er: "Ich bin zwar nicht von Marktl aus, wo wir nur kurz waren, aber von Tittmoning aus mit meiner guten Mutter und meinen Geschwistern ganz oft über die Brücke gegangen. Dann waren wir in Österreich und haben uns gefreut, dass wir in dieses Land gehen durften, das uns so nahe ist, mit dem wir uns in einer tiefen inneren geschichtlichen Einheit und Einheit des Herzens fühlten, so dass ich schon damals das Gefühl hatte: Dies ist keine Grenze, sondern eine Verbindung!"
Aber das waren nicht die einzigen Erinnerungen an Österreich, die der Papst heute zum besten gab: "Ich durfte dann zusammen mit meinen Geschwistern auch auf Einladung des großen Kirchenmusikers Kronsteiner, der beiden Brüder Kronsteiner, wiederholt schönste Urlaube im Petrinum in Linz verbringen; und Professor Kronsteiner hat uns Ausflüge rings in die Umgebung ermöglicht, so dass ich viele der unerschöpflichen Schönheiten von Oberösterreich und eben auch das Mühlviertel habe kennen lernen dürfen. Es sind für mich Erinnerungen, die mir das Herz warm machen und die mir das Bewusstsein geben, dass wir zueinander gehören und die mich vor allem froh machen, dass Sie zum zweiten Mal den Christbaum hier nach Rom bringen und so diese Verbundenheit wieder von Neuem sichtbar wird."

Österreich und der Heilige Stuhl seien schon seit langem aufs engste miteinander verbunden, unterstrich der Papst. Man merkte ihm an, dass ihm diese Audienz in der in der Fassade des Petersdoms gelegenen Benediktionsaula wirklich ein Anliegen war: "So möchte ich für diesen großen, schön gewachsenen und prachtvollen Baum danken, aber auch für die vielen kleinen Bäume, die Sie mitgebracht haben, die den Apostolischen Palast zieren werden. Auch in meiner Wohnung werden Eure Christbäume stehen, und ich werde mit Euren Christbäumen Weihnachten feiern und dabei immer das Gefühl haben, dass Sie mit dabei sind."

Doch nicht nur Bäume waren es, für die der Papst seinen Dank aussprach: Während der Audienz überreichte man ihm auch das Friedenslicht aus Bethlehem, das erst vor wenigen Tagen in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet worden war. Das Friedenslicht hatte auch beim Weltjugendtag in Köln eine besondere Rolle gespielt. Er danke, so Benedikt, "auch für die wunderbare Idee, das Licht aus Bethlehem zu holen und damit den eigentlichen, tiefsten Inhalt von Weihnachten, das in Christus aufgegangene Licht der Welt, sichtbar zu machen."
Das Licht hatte der elfjährige Jürgen Lengauer am vergangenen Montag in Bethlehem entzündet. Der Junge hatte seinen zweijährigen Bruder vor dem Ertrinken gerettet und ist daher dieses Jahr zum "Friedenslichtkind" erwählt worden - und er ist es auch, der die Lichter am Christbaum entzünden darf. Der Papst dankte den Oberösterreichern aber auch noch für andere Gaben: "für den Scheck, mit dem Sie mir helfen, anderen helfen zu können; für die Gestalt des heiligen Florian. Dieser große Heilige der Alten Kirche, der uns durch die Ausgrabungen wieder ganz nahe und ganz greifbar nahe geworden ist und der ja auch Bayern und Österreich auf besondere Weise miteinander verbindet, wobei er bei seinem Tod in der Enns noch gar nicht ahnen konnte, dass er dadurch zum Patron aller Feuerwehrleute werden würde, aber er macht's gern vom Himmel aus." (rv)

Treffen von Kirche und Wirtschaft im Linzer Bischofshof
28.11.2005

In Österreich einmalig trifft sich in regelmäßigem Abstand die Plattform Kirche und Wirtschaft zum Dialog über Themen, die beide Bereiche berühren.

Teilnehmer Gipfeltreffen Kirche und Wirtschaft
v.l: Renoldner, Rudinger, Greiner, Neuwirth, Aichern, Teufelberger, Pöttinger, Edlbauer, Schwarz, Pieslinger, Rabmer-Koller, Aigner, Reisinger, Trauner

Am Montag Nachmittag, kamen im Linzer Bischofshof die Spitzenvertreter der OÖ. Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung OÖ mit Vertretern der Katholischen Kirche bzw. des Forums Christ und Wirtschaft der Katholischen Aktion Oberösterreich zusammen. Sowohl die Vertreter der Wirtschaft wie die Vertreter der Kirche strichen die Bedeutung dieses Dialoges hervor.

In der Diskussion zwischen Wirtschafts- und Kirchenvertretern wurden unterschiedliche Meinungen zur Armutsfrage, zur Grundsicherung und zum Sozialstaat auf den Tisch gelegt, auch die Anliegen des „Global-Marshall-Plans“ für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft wurden beraten. Über die Zielsetzung, der Wahrung der Würde und des Wohls der Menschen, herrschte dabei auf beiden Seiten grundsätzlich Einigkeit.


Dir. Gerhard Greiner
betonte als Vorsitzender des KA-Forums Christ und Wirtschaft zu Beginn, dass in dieser Gesprächsrunde, das direkte Gespräch – ähnlich einer funktionierenden Sozialpartnerschaft – gefordert werde. Es werden nicht über die Medien, sondern im persönlichen Dialog Argumente zu gemeinsamen Themen ausgetauscht.

Bischof Dr. Maximilian Aichern wünschte dem neuen Linzer Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz ein gutes Einarbeiten und bat, auch ihm das Vertrauen entgegenzubringen und das Gespräch zu führen.
Aichern formulierte seine thematischen Anliegen: die gemeinsame Wahrung der Würde der Menschen und das große Thema Arbeit und Arbeitslosigkeit. Auch der Blick auf die Situation der Frauen im Arbeitsbereich und die Wahrung gemeinsamer freier Zeiten, wie der arbeitsfreie Sonntag, war Aichern ein großes Anliegen. Aichern begrüßte das Zusammenkommen von Wirtschafts- und Kirchenvertretern und sagte wörtlich:
„Wenn nicht der Dialog geführt wird, kommt es zu keinen tragfähigen Ergebnissen.“

Bischof Dr. Ludwig Schwarz begrüßte als neuer Linzer Diözesanbischof alle Anwesenden und betonte, dass es ihm ein großes Anliegen sei, den Dialog fortzuführen. Bei diesem ersten Gespräch werde er ein Hörender sein, so Schwarz weiter.

Wirtschaftskammerpräsident Dr. Rudolf Trauner betonte die Wichtigkeit des Dialoges zwischen Kirche und Wirtschaft: „Wir haben eine Bandbreite von Interessen abzugleichen“, so Trauner wörtlich. Trauner strich vier Anliegen hervor: Eine positive Grundstimmung müsse gewahrt werden. Viele Leistungen seinen ohne finanzielle Basis nicht möglich, daher müsse der Topf zuerst gefüllt werden, damit dann für folgende Generationen etwas ausgeleert werden könne. Das nachhaltige Denken sei für unsere europäische Kultur wichtig. Er betonte, dass die Wirtschaft unersetzlich für die Schaffung von Arbeitsplätzen sei.
Die Wirtschaftskammer OÖ stelle im Moment die Situation der Klein- und Mittelbetriebe in den Mittelpunkt. Viele dieser Betriebe seien in einer schwierigen Lage, beschrieb Vizepräsidentin Mag. Ulrike Rabmer-Koller und machte darauf aufmerksam, dass das Sozialwort der Kirchen daher auch Teile der Wirtschaft betreffe. Die Jugendarbeitslosigkeit sei ebenfalls Thema einer Arbeitsgruppe der Wirtschaftskammer. In diesem Bereich treffen sich auch Aktionen der Katholischen Kirche in OÖ wie zum Beispiel: „Stellenwert. Jugend will Arbeit.“

DI Klaus Pöttinger, Präsident der Industriellenvereinigung OÖ sprach das Thema Flexibilisierung der Arbeitszeit an. Er wolle dabei keine Debatte über den Sonntag anreißen, sondern über den flexiblen Umgang mit Arbeitszeit der ArbeitnehmerInnen im Jahr, um sich auf die Auftragslage besser einstellen zu können. Er sprach darüber hinaus über die Frage nach der Armut und deren Kriterien und schnitt das Thema der Grundsicherung an, der er in manchen Punkten kritisch gegenüberstehe. Dkfm. Dr. Michael Teufelberger sprach als Vizepräsident u. a. über das Mitdenken der Industriellenvereinigung bei den Ethikfonds der verschiedenen Geldinstitute.

Einen theologisch-ethischen Blick auf Themen von Kirche und Wirtschaft warf DDr. Severin Renoldner, Leiter des Sozialreferates der Diözese Linz. Er stelle eine Steigerung der Armut in Österreich fest, so Renoldner und thematisierte die Finanzierung des Sozialstaates, die Idee des „Global-Marshall-Plans“ und die ökologische Verantwortung von Unternehmen.

Die Runde setzte sich aus folgenden Personen zusammen:
Wirtschaftskammer:

Präsident KommR Dr. Rudolf Trauner
Vizepräsidentin Mag. Ulrike Rabmer-Koller
Direktor Dr. Christian Hofer
Mag. Franz Edlbauer

Industriellenvereinigung:
Präsident DI Klaus Pöttinger
Vizepräsident Dkfm. Dr. Michael Teufelberger
Geschäftsführer Dr. Kurt Pieslinger
Dr. Hans Aigner

Kath. Kirche / Forum Christ und Wirtschaft der Kath. Aktion OÖ
Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz
Bischof Dr. Maximilian Aichern
Dir. Gerhard Greiner
Prälat Wilhelm Neuwirth
Prof. Dr. Ferdinand Reisinger
DDr. Severin Renoldner
Bernhard Rudinger

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Faszination Neutralität: Immer oder nimmer während?


(v.l.n.r.: Dr. Ludwig Adamovich, Mag.a Dr.in Karin Liebhart, Dr.in Christine Haiden, Dr. Gerald Mader)

Unter dem Titel "Faszination Neutralität: Immer oder nimmer während?" luden am 14. April die Katholische Aktion Oberösterreich und die kirchliche Friedensbewegung Pax Christi Oberösterreich zu einer Podiumsdiskussion in den Ursulinenhof. Die Veranstaltung sollte einen Beitrag zur Rückbesinnung auf die eigene Geschichte und zum Abstecken der Zukunft im Gedenkjahr 2005 sein. Referenten waren der ehemalige Präsident des Verfassungsgerichtshofes Dr. Ludwig Adamovich, die Politologin Mag.a Dr.in Karin Liebhart aus Wien und Dr. Gerald Mader, vom Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktforschung in Stadtschlaining.

Ludwig Adamovich wünschte sich am Ende seines Beitrags resümierend "mehr legalistische Klarheit" durch den Gesetzgeber. Zuvor stellte er dar, dass das Verfassungsgesetz über die Neutralität nach wie vor in Kraft sei, dass der Status der Neutralität aber vor allem durch die Bestimmungen von Art. 23f BVG, welcher im Zusammenhang mit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union im Jahr 1994 (u.a. Wirtschaftssanktionen der EU) beschlossen wurde und Ergänzungen dieses Artikels nach Abschluss des Vertrages von Amsterdam (u.a. Kampfmassnahmen der EU) ausgehöhlt worden sei. Dies führe dazu, dass sich jede/r zurecht auf die ihm genehmen Stellen von Verfassungsgesetzen berufen könne. Die österreichischen Parteien haben sich "auch ihren je eigenen Reim darauf gemacht". Dem Weg einer Abhaltung einer Volksabstimmung wurde bewusst aus dem Weg gegangen. Ein diesbezüglicher Antrag der Grünen sei abgelehnt worden. Klar sei aber weiterhin, dass Österreich aufgrund seiner rechtlich verfassten Neutralitätserklärung sich nicht an Militärbündnissen beteiligen darf und keine fremden Truppen auf seinem Territorium haben kann. Adamovich wies auch auf die sogenannte "Irische Klausel" (Art. 17) im EU-Vertrag hin, die als Akzeptanz des neutralen Status von Irland, Schweden, Finnland und Österreich durch die EU gelesen werden kann.

Die Politologin Liebhart betonte den mythologischen Charakter der Neutralität und zwar nicht im Sinne einer irrealen Sache, sondern im Sinne eines für Österreich Identität stiftenden Bekenntnisses. Sie zeigte auf, dass je nach Umfrage die Zustimmung zur Neutralität in den letzten zehn Jahren zwischen 75 und 92 Prozent lag. Besonders hohe Zustimmungsraten ergäben sich zu Zeiten von Kriegshandlungen. Im Bewusstsein der Österreicher stehe die Neutralität für das Wiederentstehen Österreichs nach dem 2. Weltkrieg und für den österreichischen Weg der Außenpolitik in der Ära Kreisky. Sie wies auch darauf hin, dass die Neutralität nach dem Krieg zuerst ein Eliteprogramm gewesen sei, aber durch ein erfolgreiches staatspolitisches Bildungsprojekt zum österreichischen Nationalitätsgedanken führte. Was im Einzelnen unter Neutralität verstanden werde, gehe oft weit auseinander.

Der Friedens- und Konfliktforscher Mader schließlich stellte die Frage, ob nicht die heutigen Eliten, nachdem nach zehn Jahren Überzeugungsarbeit die Bevölkerung noch immer nicht vom Sinn einer Aufgabe der Neutralität überzeugt werden konnte, nicht doch ihre eigene Argumentationslinie überprüfen sollten. Er hielt fest, dass auch Neutrale solidarisch sind. Die Solidarität der Neutralen aber an die UNO gebunden sei. Die EU könne Österreich nicht gegen die Festlegungen der UNO-Charta verpflichten an Kriegen teilzunehmen. Nur bei Gewaltmassnahmen von Staaten ohne UN-Mandat kann Österreich nicht solidarisch sein. Im Hintergrund gehe es generell um die Frage, ob Europa militärische Machtpolitik a la USA betreiben wolle, oder ob es sich zu einem friedenspolitischen Weg auf Basis des Rechts und der Abrüstung durchringe. Bis zu dieser Entscheidung sei die Neutralität eine gute Rückversicherung.

Österreich-Teschechien: Schwierige Verwandte
Artikel in der KIZ am 23. 06. 2004

Auf die von Spannungen gezeichnete gemeinsame Geschichte Österreichs und Tschechiens hat die bekannte Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi bei der Begenung des "Forums Christ und Wirtschaft" am 17. Juni im Stift St. Florian aufmerksam gemacht. Immer, wenn es den Österreichern gut gegangen ist, ist es den Tschechen schlecht gegangen", brachte sie das Dilemma auf den Punkt. Die beiden Nationen wären zu nahe verwandt, und unter Verwandten werden Konflikte oft direkter ausgetragen. So könnten viele Tschechen nicht verstehen, auf welche Ablehnung Temelin stößt. In der Industrienation Tschechien reagiere man beleidigt, wenn ihre Technologie als Schrott bezeichnet würde, wollte man damit doch von der Belastung durch die Kohlekraftwerke wegkommen.

"Tschechiens geistiger Mehrwert für die Europäische Union"

Welches gesellschafts- und kulturpolitische Potential bringt
Tschechien in die Europäische Union mit ?

Bericht von der Enquete: Die Kandidatenländer Polen, Ungarn und Tschechien am Wort - "Tschechiens geistiger Mehrwert für die Europäische Union" am Freitag, 7. März 2003; 16.00 - 21.30 Uhr im Landeskulturzentrum Ursulinenhof, Landstraße 31, 4020 Linz

Die Veranstaltungstrilogie der Katholischen Aktion und Stimmen für Europa ging am 7. März in Linz zu Ende. Titel der dritten Veranstaltung war "Tschechiens geistiger Mehrwert für die Europäische Union".
In seiner Begrüßung sprach Bischof Aichern vom Zusammenwachsen Europas und - wohl an beide Seiten gerichtet - dass man auch Schuld und Versäumnisse eingestehen und die Hand zur Versöhnung reichen müsse. Auch Margit Hauft von der Katholischen Aktion Linz wünscht sich ein "Europa des Miteinander" und wies darauf hin, dass der Sinn der Veranstaltungstrilogie sei, nicht nur über die Länder zu reden, sondern mit ihnen.
Jana Starek vom Ost- und Südosteuropa-Institut referierte über die Bürgerrechte und Bewegungen in Tschechien, allen voran die Charta 77. Sie berichtete von der Situation vor 1989, die für in Bürgerrechtsbewegungen Engagierte von Berufsverbot, Schikanen und Gefängnis geprägt war. Auch Österreich wurde durch einige emigrierte Tschechen bereichert.
Nach außen schien das Land wie ein "geistiger Friedhof", doch nach innen entstand neues Leben, eine Parallelkultur. Private Lesungen, Konzerte, und schließlich die Solidarität mit der Band "Plastic People of the Universe", die zur Gründung der Charta 77 und ihrer Erklärung der Menschenrechte führte. Der Philosoph Jan Patocka, der nach einem Verhör starb, meinte, dass es Pflicht sei, sich gegen jegliches Unrecht zur Wehr zu setzen. Ein Teil der Charta-Unterstützer wollte eine Politisierung, der andere Teil fürchtete dadurch die Zerstörung der Charta. Insgesamt wurden 572 Dokumente von der Charta-Bewegung herausgegeben, die Themen, zu denen sie Stellung bezogen, reichten von der Ökologie bis zum Schulwesen.
Die Staatsführung entwarf schließlich eine Anti-Charta, die von Künstler öffentlich unterzeichnet werden musste. Manche Arbeiter, denen die Charta in Unternehmen zur Unterzeichnung vorgelegt wurde, meinten, sie wüssten ja gar nicht, wogegen sie unterschreiben sollten, da der Text der Charta selbstverständlich nie veröffentlicht werden konnte.
1992 schließlich wurde die Charta 77 aufgelöst, am 10. Jahrestag der "sanften Revolution" war auf Transparenten von Studenten an die ehemaligen Anführer zu lesen: "Danke, [aber nun] tretet ab". Die Charta 77 steht für viele wichtige Bürgerrechtsbewegungen in Tschechien. Sie haben auch die Transformation nach 1989 unterstützt; zum einen die Verfassung und das politische System, aber vor allem die der Bürger im Staat. Beispielsweise die Initiative (u.a. von Tomas Halik und Jiri Pehe) "Impuls 99", die von 200 Intellektuellen ausging und der sich über 2.500 Personen anschlossen, die eine kritische Betrachtung der politischen Lage verfasste. Eine ihrer Forderungen war auch, dass die Eingliederung in europäische Strukturen von den Bürgern unterstützt werden solle.
Starek zeigte anhand von Umfragedaten, dass ein großes Problem Tschechiens das mangelnde Vertrauen der Bürger in das Rechtssystem und die politische Struktur ist. 1999 gaben weniger als 10 Prozent der Befragten an, Vertrauen in den Senat - der am unteren Ende der Vertrauensskala steht - zu haben. 62,3% sind unzufrieden mit dem demokratischen System (ebenso niedrig übrigens wie in Estland, Lettland und Italien). Bei einer Umfrage zu den Vor- und Nachteilen des EU-Beitritts zeigten sich die Tschechen ohne große Illusionen. Nur 3,2% erwarten sich eine höhere Lebenserwartung, 15% besseren Reiseverkehr, aber auf der anderen Seite zeigten sich zwischen 7 und 8,8% besorgt über eine ausländische Beherrschung des Marktes, zu viele Ausländer und Souveränitätsverlust.
Anschließend sprach Jesuitenpater Petr Kolař über die (eher schwache) Kirche in Tschechien. Er bezeichnete Böhmen als das "am meisten entchristlichste Land", tlw. da Thron und Altar miteinander verbunden waren und dadurch Ablehnung entstand. Kolař fasste dann die Geschichte der katholischen Kirche in Tschechien der letzten Jahrhunderte zusammen. Als Anfang der Schwierigkeiten sah er, dass das protestantische Land einen katholischen König hatte, bis es im 19. Jahrhundert zum Wunsch nach "los von Wien, los von Rom" kam. Es konnte aber ein modus vivendi zwischen Konkordat und Trennung gefunden werden. Nachdem die katholische Kirche Güter zurückerhielt, kam neuer Antiklerikalismus auf. Nach Kolařs Meinung war die Kirche ohne Bischöfe und anderen Strukturen besser, da sie unbefangener agierten und aktiver waren. Viele Priester wurden vor 1989 geheim geweiht, tlw. auch Frauen und Verheiratete. In Tschechien ist die Kirche wie gesagt nur schwach verankert, die katholische Volkspartei hat nur maximal 10% und, laut Kolař, einen schlechten Ruf. Nur 30% der Tschechen sind getauft, nur 4,2% gehen in die Kirche, über 50% der Bevölkerung haben zu keiner Kirche Bezug.
Nach einer Pause diskutierten Jana Starek, Petr Kolař, Petr Mooz (Tschechische Botschaft), Ludmila Rakusanova (Journalistin) und Jakub Trojan (Evangelisch-Theologische Fakultät der Karlsuniversität Prag) unter der Moderation von Barbara Coudenhove-Kalergi über die Frage, welches gesellschafts- und kulturpolitische Potential Tschechien in die EU mitbringt.
Jana Starek wies auch darauf hin, dass die Tschechen mit ihrer Ausbildung, Auslandserfahrung und den guten Fremdsprachenkenntnissen keine "Armutschgerln" sind, sondern auch im wissenschaftlichen Bereich konkurrenzfähg sind. Viele sprechen zwei Fremdsprachen fließend und z.B. wird der englischsprachige Sender EuroNews in Tschechien ausgestrahlt, wodurch für viele Englisch kein Problem ist. Sie sieht die Tschechen, auch durch "Wanderschaft" durch mehrere Ländern, andere Universitäten, nicht nur als Europäer, sondern als Weltbürger. Sie sprach auch das Problem der Identität an, einerseits durch in Tschechien neu geschaffene Regionen und andererseits durch die Frage, wie Regionen mit dem Europäertum zu vereinen sind.
Kolar meinte allerdings: "wir sind kein westeuropäisches Land", da sie nicht die gleichen Fragen und Probleme hätten. Er äußerte zudem die Angst, dass es kein Europa mehr wird, das mehr als zwischen schwacher Konföderation und Handelszone ist.
Rakusanova sieht eine Annäheurng von beiden Seiten: "es wird dem Westen schlechter gehen und irgendwann nähern wir uns an". Die ökonomische Umstellung habe in Tschechien alerdings schon in den letzten 10 Jahren stattgefunden. Als positive Seite der vertiefenden Europäisierung sieht Rakusanova, dass dadurch regionale Identitäten gestärkt werden. Sie ist der Meinung, dass Nationalstaaten nicht mehr Kompetenzen bekommen sollten. Sie sieht im kulturellen Beitrag die tschechische Küche: "gebt uns unsere Köchinnen zurück!"
Jakub Trojan wies auf die Errungenschaft der USA innerhalb von 100-150 Jahren hin, Amerikaner zu sein, über alle Herkünfte. In Anspielung auf die auseinandergehenden Positionen im Irak-Krieg meinte er: "Stellen Sie sich vor, im 2. Weltkrieg wären die USA lauter einzelne gewesen, manche für die Nazis, manche gehen sie". Er sprach auch die Zeit der permanenten Diskontinuität im 20. Jahrhundert an: 1918 die Freiheit, die Errungen werden musste und eine neue Mentalität erforderte; dann die Okkuppation der Deutschen und der daraus resultierende Umbau der Gesellschaft, dann 3 Jahre Demokratie, dann die kommunistische Dominanz und wieder der Umbau der Gesellschaft und des Staates; und nun der Versuch, wieder ein ganz neues Leben zu gestalten. Dies erfordert wieder einen psychischen Kraftakt, der nicht unterschätzt werden dürfe. Als "geistigen Beitrag" könnte sich Trojan daher die Kunst der Improvisation vorstellen, man könnte den anderen ihr Wissen anbieten, wie etwas nicht Geplantes funktioniert. Allerdings haben die Kirchen die Ghettoisierung nicht überwunden.
Endlich gab es einmal eine Diskussion zu Tschechien, die nicht von Temelín und Benes-Dekreten dominiert war, obwohl die Vergangenheitsaufarbeitung auch zur Sprache kam. Rakusanova war entsetzt, dass in den in Deutschland der Prozess der Geschichtsaufarbeitung erst in den 1960er Jahren entstand, aber dann recht schnell ging. Sie hat diese Hoffnung auch für Tschechien, wenn einmal der Funke überspringt. Der Theologe Trojan stellte die Frage, wer denn die Kompetenz zu vergeben habe, da das Vergeben auf die Vergangenheit zielt. Aber man habe die Verpflichtung zur (in die Zukunft gerichteten) Versöhnung, gab sich Trojan überzeugt. Petr Mooz bereicherte die Diskussion über die Geschichte mit seiner eigenen Familiengeschichte. Er habe auch bis 1990 nie vom Todesmarsch gehört, trotz sudetendeutscher Familie, dieses Thema war einfach ein Tabu, man hatte keinen Zugang zu unabhängigen Quellen, diese Themen waren von weißen Seiten oder einseitiger Wahrnehmung geprägt. "(Die Geschichte) traf unser Volk unvorbereitet, man soll nicht von draussen sagen, was wir tun sollen. Wir brauchen Zeit für die tschechisch-tschechische Diskussion, für Erinnerungen, und für eine neue Generation - denn die Fragen stellt die nächste Generation", so Petr Mooz. Barbara Coudenhove-Kalergi sah darin eine starke Parallelität zu Österreich.
Als Beantwortung der Frage, welchen geistigen Mehrwert Tschechien in die EU einbringen kann, könnte man zusammenfassen: ihre Erfahrungen mit totalitären Regimen und permanenten Diskontinuitäten, die Kunst der Improvisation, den spezifischen Beitrag kleiner Völker (wie kann man überleben?) und ihre kulturelle Ausrichtung. Petr Mooz wies auf das Verdienst der demokratischen, friedlichen Trennung von der Slowakei hin.
Jakub Trojan legte gleich zu Beginn ein Bekenntnis zur EU ab: "Jauchzend und jubelnd sage ich ja zum Beitritt!"
Nadja Wozonig


Friedensgebet - Friedensdemonstration
15.2.2003

Mit dem Zug reisten am 15.2.2003 etwa 500 Personen - die meisten davon in den von der Katholischen Aktion Oberösterreich reservierten Sonderwägen - zur ökumenischen Gebetsstunde und zur Friedensdemonstration nach Wien.
Im bis zum letzten Platz gefüllten Stephansdom stellten sich die Vertreter/innen der christlichen Kirchen in Österreich eindeutig gegen einen Krieg im Irak.
Die Gebetsstunde wurde getragen von der Katholischen Aktion Österreich, der Katholischen Jugend, der Friedensbewegung "Pax Christi", der Fokolar-Bewegung, der Initiative "Christentum und Gerechtigkeit" und vom österreichischen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes. Alle im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertretenen Kirchen und zahlreiche Organisationen der christlichen Friedensszene hatten sich dem Aufruf angeschlossen, ebenso die Stiftung "Pro Oriente", die Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs, die bischöfliche Kommission "Justitia et Pax" und das Kolpingwerk.
Im Anschluss an das Friedensgebet fand auf der Mariahilferstraße eine Friedensdemonstration statt, an der sich etwa 30.000 Menschen beteiligten. Bei der Abschlusskundgebung am Stephansplatz wies die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft darauf hin, dass Frieden Gerechtigkeit als Grundlage braucht und viel mit individueller und gesellschaftlicher Versöhnung zu tun hat. "
In dem Bewusstsein, dass Krieg dort Nährboden findet, wo Armut und Ungerechtigkeit herrschen, wo Demütigung und Missachtung anderer Kulturen Menschen bedrücken, wo demokratische Selbstbestimmung auf Dauer verwehrt wird, dürfen wir nicht müde werden, genau das anzuprangern, uns zusammenzuschließen und gemeinsam nach Wegen zu suchen", sagte Hauft.


Die Katholische Aktion
mit ihren Gliederungen
sehe ich als unverzichtbaren
Lungenflügel der Kirche
Dr. Bert Brandstetter, Präsident

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