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• "Bildungsgerechtigkeit""Bildungsgerechtigkeit"
7. Dezember 2006
Die Kath. Aktion OÖ lud am 30. Jänner 2007 zum Vortrag
und anschließender Diskussion über das Thema Bildungsgerechtigkeit
ein.
Dr. Gerald Fachingeder (Kath. Aktion Österreich, Arbeitskreis "Bildungsgerechtigkeit"),
Dr. Norbert Schaller (Obmann des Vereins christl. Lehrer in OÖ, Direktor
Ramsauergymnasium Linz) und Univ. Prof. Dr. Rupert Vierlinger (ehem. Direktor
der Pädag. Akademie der Diözese Linz) waren als
Referenten geladen.
Dr. Gerald Faschingeder stellte die Gedanken der Kath. Aktion Österreichs (KAÖ) zum Thema Bildungsgerechtigkeit vor. In einem gerechten Schulsystem müssten auch alle Kinder, egal welcher Herkunft, durch optimale Förderung die gleichen Bildungschancen im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten haben. Dies sei im derzeitigen Schulsystem nicht gegeben.
Dr. Norbert Schaller erläuterte die Vorteile des differenzierten Schulsystems. Er äußerte Bedenken gegen ein Modell der Gesamtschule. Erfahrungsberichte vieler europäischer Länder mit Gesamtschulsystemen würde eine geringe Zufriedenheit zeigen. Hingegen seien die Österreicher mit "ihrem" Schulsystem sehr zufrieden. Seiner Meinung nach sei das derzeitige differenzierte Schulsystem mit leistungsähnlichen Gruppen ein guter Weg.
Univ. Prof. Dr. Rupert Vierlinger sprach sich für
eine "echte Gesamtschule" aus. In einer Gesamtschule mit unterschiedlichen
nicht leistungshomogenen Schülern in den Klassen würden die Besseren
die Schwächeren fördern und davon auch selber profitieren. Neben
vielen anderen Aspekten sei zu überlegen, ob die Unterrichtseinheiten
von 50 Minuten lernen und 5 Minuten Pause den Konzentrations- und Lernerfordernissen
gerecht werden.
Pfarrgemeinderatswahlen: Option für die Jugend
(zur nächsten PGR-Wahl am 18. März
2007; 4. Oktober 2006)
Die Katholische Aktion (KA) sieht ein wichtiges Zeichen von innerkirchlicher Wertschätzung der Kinder- und Jugendarbeit darin, engagierte Jugendliche offensiv nicht nur zur Teilnahme und Mitarbeit, sondern auch zur Mitsprache und Mitentscheidung einzuladen. In diesem Sinne setzt sich die KA auch dafür ein, dass in den Pfarrgemeinderäten mehrere Jugendliche vertreten sind, um ihren Anliegen besser Gehör verschaffen zu können.
Aus diesem Grund wurde in Hinblick auf die kommende Pfarrgemeinderatswahlen folgende "Option für die Jugend beschlossen:
Die Vertreter/innen von KJ und KJS sollen jeweils einen eigenen Sitz zugesprochen bekommen. Der verbleibende dritte amtliche Sitz soll von den KA-Erwachsenen-Gliederungen gemeinsam besetzt werden, je nach Pfarrsituation, wobei aber immer auch die Vertretung der jeweils anderen Gliederungen gewährleistet sein soll.
Die Leiter/innen aller pfarrlich organisierten KA-Gliederungen sollen sich in gemeinsamer Absprache - rechtzeitig vor der PGR-Wahl - auf die der jeweiligen Pfarrsituation am besten entsprechende Besetzung der amtlichen KA-Sitze einigen.
Falls zum Zeitpunkt der Konstituierung des neuen Pfarrgemeinderates nicht alle amtlichen KA-Sitze gemäß dieser Option für die Jugend besetzt werden können, sollen die vakanten Sitze bis zur Besetzung durch die betreffende Gliederung vorläufig frei bleiben bzw. nicht durch eine andere KA-Gliederung besetzt werden.
KA-Gliederungen sollten sich generell nicht darauf beschränken,
ausschließlich über ihre amtlichen Sitze im PGR vertreten zu sein.
KA-Mitglieder, die sich der offenen Kandidatur zum PGR stellen - etwa bei
der öffentlichen Vorstellung der Kandidat/innen - sollen auch ihre KA-Zugehörigkeit
bekannt geben. Im Falle ihrer Wahl können sie damit auch KA- bzw. Gliederungsinteressen
mitvertreten, auch wenn sie keinen der amtlichen Sitze innehaben.
(Wortlaut der Beschlüsse vom 4.4.2005)
Leseheft
Armut und Reichtum in Österreich
Pressekonferenz Armutsnetzwerk Österreich;
19. September 2006
Die
Kluft zwischen Arm und Reich in Österreich zeigt ein neues Leseheft des
Armutsnetzwerks Oberösterreich, das am 19.9.2006 bei einer Pressekonferenz
vorgestellt wurde. Als Gesprächspartner/-innen waren die Präsidentin
der Katholischen Aktion Oberösterreich, Margit Hauft, AK-Präsident
Dr. Johann Kalliauer und der Sprecher des oö. Armutsnetzwerks, Christian
Winkler, mit dabei.
Österreich sieht sich mit einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich konfrontiert. Das neu aufgelegte Leseheft über Armut und Reichtum in Österreich belegt diese alarmierende Entwicklung:
Trotz steigenden Reichtums steigt in Österreich das
Armutsrisiko
Trotz 1.000 Milliarden Euro Privatvermögen gibt es eine Million Armutsgefährdeter
Die Armen werden ärmer, die Reichen reicher
Das Lohnsteueraufkommen wächst drei Mal so schnell wie die Steuern auf
Gewinne
Die Großkonzerne verabschieden sich von der Finanzierung des Gemeinwohls.
Margit Hauft, Präsidentin der Katholischen Aktion OÖ:
Armut ist eine Realität und steht für eine Einteilung der Gesellschaft in Habende und Habenichtse. Erschütternd ist, dass die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden, auch in Österreich. Diese Einteilung hat ihre Wurzeln in wirtschaftlichen Systemen, die es den Habenden ermöglichen, sich ungestraft auf Kosten der Habenichtse zu bereichern.
Die Ungerechtigkeit der Einteilung wird vor allem für Frauen spürbar. Österreichische Frauen verdienen nach wie vor ein Drittel weniger als Männer. Weltweit sind 70 Prozent aller Armen Frauen, sie beziehen nur zehn Prozent aller Einkommen und besitzen ein Prozent des Vermögens. Diese Unterschiede rühren auch daher, dass die Arbeit ungerecht verteilt ist und Frauen den ungleich größeren Anteil der unbezahlten, aber unverzichtbaren Arbeit zu leisten haben. Dementsprechend schlecht sind die Pensionsansprüche vieler Frauen
Dieses Unrecht dürfen wir nicht einfach hinnehmen, vielmehr ist es unsere Aufgabe, die Wurzeln dieser menschenverachtenden Einteilung aufzudecken und zu benennen. Das Recht auf Sozialleistung statt Almosen und eine gerechtere Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit zwischen Männern und Frauen sind zwei wichtige Schritte, die wir heute einmal mehr einfordern.
Die Katholische Aktion
mit ihren Gliederungen
sehe ich als unverzichtbaren
Lungenflügel der Kirche
Dr. Bert Brandstetter, Präsident