



KA – Was ist das?
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Oberösterreich
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ist uns wichtig!
• Modernisierung für
die Kirche
• "Schlüsselübergabe" in
der KA OÖ
• Pakt für Vielfalt in Oberösterreich
unterzeichnet
Modernisierung
für die Kirche
3. Februar 2012, OÖ Nachrichten, Dr. Bert
Brandstetter
Vielleicht klingt der Slogan für manche
ein bisschen bieder: Gut, dass es die Pfarre gibt! Aber er ist
das Motto der demnächst anstehenden Wahlen und der Slogan könnte
sich als wesentlich weniger bieder entpuppen, als es den Anschein hat.
Kandidaten werden vorgeschlagen, die Mehrheit davon wohl weiblich, sie werden
um ihre Bereitschaft gefragt und werden dann am 18. März auch kandidieren.
Nicht für hochbezahlte Posten, nicht für stundenlange himmlische Halleluja und Beweihräucherungen, sondern für beinharte Knochenarbeit. Sie erklären sich bereit, den Laden Pfarre zu schaukeln. Inhaltlich, finanziell, oft sogar liturgisch, wenn kein Priester mehr im Ort ist oder der anwesende Geistliche mit mehreren Nachbarspfarren zu teilen ist. Pfarrgemeinderäte kümmern sich um das Getriebe des Motors Pfarre, der oft nur ihretwegen so problemlos schnurrt.
Pfarre ist Heimat
Gut, dass es die Pfarre gibt, sagen viele und meinen das auch so. Vielleicht sogar manche, die überhaupt nicht oder nicht mehr Mitglied der katholischen Kirche sind. Sie nutzen die Pfarrbibliothek, sie schicken ihr Kind in den Pfarrkindergarten, sie finden im Kirchenchor eine stimmliche und soziale Herausforderung, sie sind dankbar für eine persönliche Beerdigung eines Verwandten und vieles mehr. Pfarre bietet mehr als die politische Gemeinde bieten kann. Pfarre bietet Gemeinschaft. Pfarre ist Heimat in Oberösterreich.
Pfarre ist aber auch anstrengend. Gute Arbeit braucht stundenlange Gespräche, Sitzungen und Büroarbeit. Die Bereitschaft von Oberösterreichern, sich hier zu engagieren, ist enden wollend. Berufliche Unvereinbarkeiten werden geltend gemacht, vielleicht auch die Sorge, sich auszusetzen und sozial zu schädigen, wenn kirchliches Engagement bekannt wird.
Die Zeiten, wo es ehrenhaft war, sich für Anliegen von Kirche(n) zu engagieren, scheinen mir zumindest vorerst vorbei zu sein. Schuld daran ist nicht nur die oftmals beklagte Individualisierung. Auch die katholische Kirche selbst hat daran ihren Anteil: Stichwort Missbrauchsskandal, Stichwort Gleichstellung der Frauen, Stichwort Zölibat, Stichwort, Stichwort, Stichwort
Einen Beitrag leisten
Sich breitklopfen zu lassen für eine Kandidatur zum Pfarrgemeinderat könnte der Start sein, Kritiken dieser Art dort anzubringen, wo sie hingehören, und selbst zu versuchen, ein besseres Beispiel abzuliefern. Und damit auch einen Beitrag dafür zu leisten, das angekratzte Kirchenbild zu korrigieren, vielleicht sogar zu modernisieren. Kirche kann nur funktionieren, wenn die Basis lebt. Sie ist die Brutstätte für dringend notwendige Veränderungen in den über ihr liegenden kirchlichen Etagen. Der Wille der Basis ist auf Dauer nicht zu überhören.
Engagement für kirchliche Anliegen an der Basis bringt aber auch Gewinn. Nicht nur für die unterstützten Projekte, sondern ganz subjektiv für jeden Gewählten. Gemeinschaft wird erlebbar, ein konkretes Ziel ist anzustreben, konkrete Aufgaben sind zu bewältigen. Das Leben des Einzelnen wird reicher.
"Schlüsselübergabe"
in der Katholischen Aktion Oberösterreich
4.11.2011
Die Katholische Aktion (KA) Oberösterreich hat bei ihrer Diözesankonferenz am 4. November 2011 den früheren ORF-Journalisten Dr. Bert Brandstetter zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Brandstetter löst in dieser Funktion Margit Hauft ab, die in den vergangenen dreizehn Jahren die offizielle Laienorganisation der Katholischen Kirche vertreten hat.

Schlüsselübergabe des Präsidiums der
KA durch Margit Hauft zu Bert Brandstetter
"Mit Bert Brandstetter übernimmt ein Mann die Leitung der KA, der die Ereignisse in Kirche und Gesellschaft stets mit wachem Auge beobachtet hat und seine Erfahrungen nun zur Verfügung stellt", freut sich Hauft über ihren Nachfolger. Bei der "Schlüsselübergabe" nach der Wahl betonte der neue Präsident, er wolle daran arbeiten, dass Menschen von heute einen Nutzen für sich persönlich erkennen, wenn sie der Katholischen Kirche angehören und im Sinne der KA als engagierte Christinnen und Christen die Welt mitgestalten. Eine wichtige Aufgabe für die KA mit ihren in beinahe allen Pfarren tätigen Gliederungen sieht Brandstetter im "innerkirchlichen Dialog, der gerade jetzt dringend notwendig ist."
Bert Brandstetter wohnt in Neumarkt im Mühlkreis, wo er
zuletzt 35 Jahre den Kirchenchor geleitet hat, er ist verheiratet, Vater von
vier Kindern und dreifacher Großvater.
Als neue Vizepräsidentin wurde die Linzer Fachschullehrerin Erika Kirchweger
gewählt, die zugleich Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung in
Oberösterreich ist. Der neue Vizepräsident heißt Stefan C.
Leitner, stammt aus Gunskirchen und ist Lehrer an der HAK Lambach.
Statutengemäß bedarf das Ergebnis der Wahl
des ehrenamtlichen Präsidiums noch der Zustimmung durch den Diözesanbischof.

Die neue Geschäftsführung
der Katholischen Aktion OÖ: v.l.: Dipl.Päd. Bernhard Rudinger (Generalsekretär),
Mag. Stefan C. Leitner, Dr. Bert Brandstetter, Erika Kirchweger, Mag. Christian
Öhler (Geistl. Ass.)
Video ansehen: Margit Hauft übergibt symbolisch den Schlüssel an ihren Nachfolger Dr. Bert Brandstetter ...
Zur Abschiedsrede von Margit Hauft (Video) ...
Katholische Kirche, Caritas
und Katholische Aktion unterzeichneten Pakt für Vielfalt in Oberösterreich
27.10.2011
Ausgangspunkt vor mehr als einem Jahr war die Entwicklung eines gemeinsames Bekenntnisses der ProjektpartnerInnen zur kulturellen Vielfalt in Oberösterreich. Das Ergebnis ist der Pakt für Vielfalt in Oberösterreich, der am 27. Oktober 2011 in den Linzer Redoutensälen von mehr als 50 PartnerInnen unterzeichnet wurde. Zu ihnen zählen auch die Katholische Kirche in Oberösterreich, die Caritas Oberösterreich und die Katholische Aktion Oberösterreich.

Bischof Dr. Ludwig Schwarz und KA-Präsidentin
Margit Hauft unterzeichnen den Pakt für Vielfalt.
Der Pakt für Vielfalt in Oberösterreich baut auf dem Integrationsleitbild des Landes Oberösterreich auf und ist ein konkreter Beitrag für ein gutes Zusammenleben und -arbeiten von Menschen verschiedenster kultureller Herkunft in Oberösterreich. Durch die Umsetzung der im Pakt definierten Ziele kann es gelingen, Vorurteile abzubauen, Bilder zu verändern und Toleranzspielräume zu erweitern. Mit einer neuen Kultur der Vielfalt soll ein Umfeld geschaffen werden, in dem Unterschiede wertgeschätzt und respektiert werden.
In der Präambel des Pakts heißt es: Oberösterreich ist ein Einwanderungsland, dessen Bevölkerungsstruktur sich stets verändert hat und auch weiterhin verändern wird. Die Gesellschaft ist von der Vielfalt der hier lebenden Menschen geprägt. Für ein friedliches und konstruktives Zusammenleben und eine positive gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung braucht es Verständnis auf allen Seiten und gegenseitiges Aufeinanderzugehen. Es ist wichtig, die Menschen in einer pluralistischen Gesellschaft zu fördern und zu fordern, damit sie Fähigkeiten und Talente entfalten und zum Nutzen der Gemeinschaft einbringen können. Dies gilt für Oberösterreichs Bevölkerung im Ganzen ebenso wie für spezifische Gruppen oder Lebensbereiche. Die Entwicklung des Paktes für Vielfalt ist ein Beteiligungsprozess. Die Beteiligung möglichst vieler Partnerinnen und Partner ist eine wichtige Voraussetzung für dessen Erfolg.
PartnerInnen im Pakt für Vielfalt in Oberösterreich sind neben der Katholischen Kirche in Oberösterreich, der Caritas Oberösterreich und der Katholischen Aktion Oberösterreich zahlreiche Institutionen und Organisationen der öffentlichen Verwaltung, Interessenvertretungen, Glaubensgemeinschaften, Organisationen der Zivilgesellschaft, Vereine, Medien und Unternehmen. Sie alle bilden ein Netzwerk, das dem kontinuierlichen Austausch über Fragestellungen dient, die das Thema Vielfalt in Oberösterreich immer wieder aufwirft. Im Pakt heißt es: Es geht uns um Chancengerechtigkeit in Lebensbereichen wie zum Beispiel Bildung und Berufswahl, Arbeit und Einkommen, Religion und Weltanschauung, politische Meinung und Partizipation, Wahl des Wohnumfeldes oder Gewohnheiten und Freizeitverhalten. Dabei gelten für alle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten, unabhängig von individuellen Merkmalen wie zum Beispiel Herkunft, Religion, Bildung, Alter, Familienstand oder Geschlecht. Die Unterschiede einzelner Individuen respektierend, betont der Pakt das Verbindende.
Pakt für Vielfalt herunterladen ...
Die Katholische Aktion
mit ihren Gliederungen
sehe ich als unverzichtbaren
Lungenflügel der Kirche
Dr. Bert Brandstetter, Präsident