



KA – Was ist das?
Kontakt
Katholische Aktion
Oberösterreich
Kapuzinerstraße 84
4020 Linz
E-Mail
T 0732-7610-3411
F 0732-7610-3779
Wir sind für Sie da:
Mo - Fr 8 - 12 Uhr
Mo - Do 13 - 16.30 Uhr
Ihr Anliegen...
ist uns wichtig!
• "Bettelverbot
grobe Missachtung der Menschenwürde"
• Mehrheitsentscheidung ?!
• Katholische Frauen fordern Einkommensgerechtigkeit
Bettelverbot
grobe Missachtung der Menschenwürde
25.1.2012
Zur neu aufgeflammten Diskussion über Sanktionierungen für BettlerInnen in Linz stellt der Präsident der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich klar: Bestrebungen, friedliches Betteln unter Strafe zu stellen, sind mit christlichen Grundsätzen zum Umgang mit Bedürftigen nicht vereinbar. Ein Bettelverbot wäre eine grobe Missachtung der Menschenwürde derer, die Not leiden und Hilfe nötig haben. Es sei ein menschliches Grundrecht, um Almosen bitten zu dürfen. Der Umstand, dass sich unsere Wohlstandsgesellschaft von den Ärmsten gestört fühlt, dürfe nicht zur Grundlage einer neuen Rechtsnorm in unserem Land werden, so Brandstetter.
Aufgabe der Politik müsse es sein, die Armut zu bekämpfen, nicht die von Armut betroffenen Menschen, betont der oberösterreichische KA-Präsident. Die Katholische Aktion OÖ wende sich deshalb entschieden gegen Maßnahmen, die zu einer weiteren Entsolidarisierung unserer Gesellschaft führen und Vorurteile und rassistische Hetze gegenüber den Ärmsten fördern.
Mehrheitsentscheidungen
?!
Kolumne KAB-Zeitung Nr. 239, Februar 2011
"Wo kamat ma hi, waumma d'Leit frogat, wos s' woin,
und net tat, wos richtig is!", soll seinerzeit Bundeskanzler Julius Raab
einmal gesagt haben. Man kann so eine Haltung als arrogante Missachtung der
politischen Kompetenz der einzelnen BürgerInnen anprangern. Man kann
aber auch einen Funken Wahrheit in diesem Satz entdecken: Niemand - auch kein/e
politische VerantwortungsträgerIn - darf sich einzig und allein nach
Mehrheitsmeinungen richten. Aus unserer Geschichte wissen wir, dass sich auch
Mehrheiten irren können.
Wenn ich an Diskussionen denke, die an manchen Wirtshaustischen geführt
werden, möchte ich mir nicht vorstellen, wie Volksentscheide zum Umgang
mit gesellschaftlichen Minderheiten wie Arbeitslosen, Drogenkranken, gleichgeschlechtlich
orientierten Menschen, AsylwerberInnen usw. ausfallen würden.
Wer demokratisch denken und handeln will, muss neben dem Mehrheitsprinzip
auch das Prinzip des Minderheitenschutzes anerkennen. Niemandem bleibt es
erspart, sich der nüchternen Sach- und Gewissensfrage nach der Richtigkeit
und Auswirkung einer Entscheidung zu stellen. Für ChristInnen bedeutet
das im Sinne des Evangeliums wohl öfters auch, mit einem Blick auf die
jeweils Schwächeren und Benachteiligten zu argumentieren, weil ihre Anliegen
und Forderungen meist nicht mehrheitsfähig sind.
Katholische
Frauen fordern Einkommensgerechtigkeit
kathpress, 4.3.2011
Vorsitzende der katholischen Frauenbewegung Oberösterreich,
Kirchweger: "Solange Kinder-betreuung, Versorgungs- und Pflegeleistungen
als zu teuer und für die Volkswirtschaft als
unfinanzierbar hingestellt werden, wird die Ausbeutung von Frauen weitergehen."
Linz, 04.03.11 (KAP) Mehr Einkommensgerechtigkeit zwischen den Geschlechtern hat die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung in Oberösterreich, Erika Kirchweger, gefordert. "Frauen werden als Dazuverdienerinnen gesehen und es wird ihnen unterstellt, die viele unbezahlte Arbeit aus Liebe und Fürsorge gerne umsonst zu tun", kritisierte Kirchweger bei einer Pressekonferenz am Freitag in Linz anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Internationaler Frauentag". Sie sprach sich für Einkommenstransparenz, ordentliche Mindestlöhne sowie Arbeitszeitregelungen und Jobs, die existenzsichernd für Männer und Frauen sind, aus.
"Solange Kinderbetreuung, Versorgungs- und Pflegeleistungen als zu teuer und für die Volkswirtschaft als unfinanzierbar hingestellt werden, wird die Ausbeutung von Frauen weitergehen", sagte Kirchweger und verdeutlichte dabei: "Reproduktions- und Sorgearbeit muss in unserem Wirtschaftssystem die Bedeutung bekommen, die sie wirklich hat. Erst wenn diese Leistungen auch wirtschaftlich wertgeschätzt werden, wird sich bei der Aufteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit und den Fraueneinkommen etwas verändern."
Frauen aus der Katholischen Kirche, dem ÖGB, der Arbeiterkammer, der Österreichischen. HochschülerInnenschaft und von zahlreichen Fraueninitiativen bzw. -beratungs-einrichtungen in Oberösterreich haben sich vor einem Jahr zum "Bündnis 8. März" zusammengeschlossen. Bei der Pressekonferenz in Linz warnten neben Kirchweger auch weitere Vertreterinnen des Bündnisses, dass Frauenpolitik durch die jüngste Wirtschaftskrise in den Hintergrund gedrängt und Geschlechterfragen nicht mehr diskutiert würden.
Die Arbeitslosigkeit ist im vergangenen Jahr erstmals seit Ausbruch der Krise bei den Männern wieder zurückgegangen. Die Zahl der Arbeit suchenden Frauen sei hingegen um drei Prozent gestiegen, machte das Bündnis aufmerksam. Die Wirtschaftskrise habe die Chancen der Frauen nochmals geschmälert bzw. einen Aufholprozess deutlich verlangsamt.
Die Katholische Aktion
mit ihren Gliederungen
sehe ich als unverzichtbaren
Lungenflügel der Kirche
Dr. Bert Brandstetter, Präsident