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Festschrift Rudolf Zinnhobler zum 70. Geburtstag
KALB Herbert und SANDGRUBER Roman (Hg.),
Festschrift Rudolf Zinnhobler zum 70. Geburtstag, Linz 2001,
384 Seiten
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Der Vorstand des Instituts für Kirchenrecht, Vizerektor
Herbert Kalb, und der Vorstand des Instituts für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der
Johannes Kepler Universität Linz, Roman Sandgruber, haben die Herausgabe der Ehrengabe
für Rudolf Zinnhobler besorgt. 20 Autoren/innen Kollegen, Freunde, Weggefährten
des Jubi lars haben einen Beitrag für die stattliche Festschrift geleistet.
Die in alphabetischer Reihe der Autoren/innen abgedruckten Aufsätze
behandeln Themen der Landes-, Sozial-, Wirtschafts-, Rechts- und der Kirchengeschichte,
spannen einen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart:
Eine Schnittstelle im Spätjosephinismus markiert die Amtszeit des
Linzer Bischofs Ziegler (J. Ebner); eine rechtshistorische Studie zur
"Illegitimität" präsentieren U. Floßmann und H. Kalb; "Tiara" und
"Mitra" als Zeichen der Autorität im Papsttum und in der mittelalterlichen
Christenheit (Othmar Hageneder); die über Jahrhunderte hinweg zur dauernden Verbindung
zwischen der Hofkapelle der Herzöge und den Vorstehern bestimmter Klöster bzw. Stifte im
Lande ob der Enns (S. Haider); eine "Synopsis" von 1648: Krieg und Frieden in
Europa (vgl. Europaratsausstellung 1948) G. Heilingsetzer, Warenhaus und Massenkonsum (M.
John); der Strukturwandel der Caritasarbeit im 20. Jahrhundert: Vom Dachverband zur
Holding wird von M. Lehner umrissen. Der (herbe) künstlerische Eingriff in "Sakrale
Räume" wird u. a. besonders am Fall der Pfarrkirche Kronstorf verdeutlicht (M.
Leisch-Kiesl); den Beitrag Andreas Herleinsberger, oder: ein Ritter reformiert zwei
Klöster (Kremsmünster, Schlägl) verfasste i. H. Pichler; den reichen Fundus an
religiös-kirchlichen Medaillen im OÖ. Landesmuseum (19./20. Jahrhundert) dokumentiert B.
Prokisch; den Kirchenbau in der Diözese nach 1945 (u. a. mit "Vorliebe für
Beton") ordnet G. Rombold anerkennend "der internationalen Entwicklung des
Kirchenbaus in dieser Zeit" zu; R. Sandgruber analysiert den "in
Diskussion" geratenen Sonntag (respektiere die Sonntagsruhe) mit besonderer
Berücksichtigung im oberösterreichischen Handel; den pastoralen Impuls für das
Engagement der "Laien" und den Beitrag Ferdinand Klostermanns zum Konzilsdekret
"über das Apostolat" charakterisiert engagiert H. Sauer; die gängige Meinung,
wonach im Schuldrecht eine besonders markante Aufnahme des gelehrten Rechts stattfand,
kann in der Darlegung von S. Schäffer-Ziegler für die Landtafel ob der Enns keine
schrankenlose Bestätigung finden; die Forschung über den (die) Meister von Kefermarkt
erscheint im Beitrag von L. Schultes Erfolge zu erhoffen, zumal historischer
Dokumentenmangel bislang Erörterungen zu diesem Thema eher "akademischen"
Fragestellungen glich; den Umgang mit den politischen Rahmenbedingungen (1861/1934)
seitens kirchlicher Exponenten, eine Zeit in der bestenfalls eine
"Collabitation" der politischen Kräfte zu erhoffen war, personalisiert H.
Slapnicka; eine Miskelle ist der "Translatio sancti Leopoldi" gewidmet (G.
Wacha); der innerkirchlichen Thematisierung vom NS-Regime verfolgter Priester im Bistum
Linz geht H. Wagner nach, insgesamt eine wichtige Reflexion eines mühsamen Umgangs mit
der jüngeren Geschichte, ein Beispiel von "ecclesia semper reformanda" bringt
abschließend G. Winkler ein (er behandelt die apostolische Visitation der
österreichischen Klöster und Ordenshäuser durch Fürstenbischof Andreas Rohracher nach
1945).
Durch die vorliegende Festschrift möchte die Johannes Kepler
Universität ihre Verbundenheit mit dem Jubilar sichtbar zum Ausdruck bringen. Neben den
fachspezifischen Kontakten gehörte er zu jenen, für die die Errichtung einer
theologischen Fakultät an der Johannes Kepler Universität eine ernst zu nehmende Option
war.
Das Festschrift-Unternehmen ist ein sympatisches
Signal, auf fachlicher Ebene nach Kräften zusammenzuwirken
und Synergien zu nutzen.
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