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Karl Thöne (1909-1976)

Ehrendomherr der Diözese Linz

* 6. 8. 1909 Gütersloh, Westfalen
+ 5. 11. 1976 Wels

Gymnasium in Freistadt
Philosophiestudium in Graz 1936-1938
Theologiestudium in Linz 1938-1941
Priesterweihe am 2. 3. 1941, Linz

1945-1946 Kooperator in Kollerschlag
1946-1947 Kooperator in Ried i. I./St. Anna
1947-1952 Kooperator in Bad Ischl
1952-1956 Benefiziat in Kallham
1956-1976 Stadtpfarrer in Grein
1956-1974 Dechant des Dekanates Grein
1971-1976 Kreisdechant des Innviertels
1975-1976 Generaldechant der Diözese Linz

Karl Thöne wurde als zweites von neun Kindern des Kaufmannes Peter Thöne (* 2. 11. 1872 Königssteele, Westfalen, + 5. 5. 1939 St. Oswald) und der Maria (geb. Merschbrock, * 24. 5. 1886 Herzebrock, Westfalen, + 1. 2. 1968 Neukirchen/V.) geboren. 1921 kam er mit seinen Eltern nach St. Oswald b. Freistadt, nachdem er seit 1911 in Wien gewesen war und dort die Volksschule besucht hatte. Wie Karl Thöne selbst schrieb, wollte er von Jugend auf Priester werden, es schien aber zunächst nicht möglich. Er erlernte bei seinem Vater, der die Marktmühle in St. Oswald besaß, das Müllerhandwerk und studierte als Externist am Gymnasium in Freistadt.
Thöne war philosophisch sehr begabt. Während seines Studiums an der Grazer Universität war Thöne gleichzeitig Präfekt am dortigen Marieninstitut.
1938 trat er in das Priesterseminar in Linz ein. Noch vor Beendigung seines Theologiestudiums wurde er am 15. November 1941 zum Militär eingezogen und war als Sanitätssoldat in Polen, in Berlin und in Frankreich im Einsatz.
Als Karl Thöne an den Bischof seine Bitte um die Priesterweihe richtete, schrieb er: "Der Verpflichtung und Verantwortung des Priestertums bin ich mir bewußt, doch vertraue ich, ihr mit Gottes Hilfe gerecht zu werden". Dieser Satz kennzeichnet seine Einstellung zum Priestertum.
Thöne stellte seine seelsorgliche Erfahrung in mehreren wichtigen Gremien der Kirche Oberösterreichs zur Verfügung. So war er u.a. Mitglied des Pastoralrates und des Priesterrates sowie des Beirates für Priesterfortbildung; in allen Gremien hatte sein Wort Gewicht. Auch die Diözesansynode von 1970-1972 hat er wesentlich mitgeprägt.
Karl Thöne war nicht nur den liturgischen Neuerungen gegenüber aufgeschlossen, sondern leistete als Stadtpfarrer von Grein auch auf dem Bausektor vorbildliche Arbeit. Der Umbau der Pfarrkirche von Grein, der 1966 abgeschlossen wurde, der Bau des Pfarrheimes und des Pfarrsaales sowie die Sanierung des Friedhofes und die Errichtung der Leichenhalle waren sein Werk.
Der Bischof ernannte Karl Thöne am 16. April 1973 in Würdigung seiner Verdienste und seiner allgemeinen Wertschätzung zum Ehrenkanonikus.
Thöne starb am 5. November 1976 nach längerer Krankheit und mehrmonatigem Spitalsaufenthalt im Krankenhaus Wels und wurde am 12. November in der Priestergrabstätte in Grein beigesetzt.

Auszeichnungen:
Geistlicher Rat (Weihnachten 1956); Konsistorialrat (Weihnachten 1966); Ehrenkanonikus (16. 4. 1973); Ehrenbürger von Grein (August 1969).

QUELLE:
Die Linzer Ehrendomherren, in: Neues Archiv für die Geschichte der Diözese Linz 6 (1989/1990) (mit weiterführenden Literaturangaben)

 
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