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Franz Ohnmacht (1893-1954)

Ehrendomherr der Diözese Linz

* 5. 12. 1893 Raab
+ 11. 4. 1954 Linz

Gymnasium Kremsmünster und Ried bis 1911
Theologiestudium Rom bzw. Innsbruck 1911-1917
Priesterweihe am 15. 7. 1916, Innsbruck

27. Juli 1917 - 18. Oktober 1917 Kooperator in Neufelden
18. Oktober 1917 - 12. April 1919 Kooperator in Urfahr, Stadtpfarre
12. April 1919 - 15. September 1934 Bischöflicher Sekretär (seit 1923 beurlaubt)
1. Mai 1919 - 2. Jänner 1934 Notar des kirchlichen Diözesangerichtes und Sekretär des geistlichen Ehegerichtes
1. August 1923 - 1. Juli 1927 prov. Professor für scholastische Philosophie an der Phil.-theol. Diözesanlehranstalt
1. Juli 1927 - 25. Mai 1929 def. Professor für scholastische Philosophie
Jänner 1927 - 1. September 1929 Leiter des Exerzitiensekretariates (mit Gott- fried Fischer, O.Praem.)
1. September 1929 - 1. August 1934 Leiter des Katholikensekretariates der Di- özese Linz
26. Mai 1930 - 1. Juli 1931 Lehrauftrag für Philosophie an der Phil.-theol. Diözesanlehranstalt
1. August 1934 - 1938 Generaldirektor der Katholischen Aktion der Diözese Linz
15. September 1934 - 1. September 1938 Administrator der Landhauskirche
1. September 1938 - 1. April 1943 Kooperator in Dietach (jedoch in "Schutzhaft")
1. April 1943 - 11. April 1954 Ordinariatsrat
1. April 1943 - 1946 Notar des kirchlichen Diözesangerichtes (jedoch "verbannt")
seit 1. September 1946 - 11. April 1954 Referent des bischöflichen Ordinariates
19. September 1946 - 1. September 1948 Prosynodalrichter und bischöflicher Gerichts- rat
1949 - 1953 Vizepräsident der österreichischen MIVA

Franz Ohnmacht wurde am 5. Dezember 1893 in Raab als Sohn des Arztes Karl Ohnmacht (*22. 9. 1847 Raab) und seiner Frau Crescentia, geb. Auzinger, geboren. Er hatte einen Bruder Karl und eine Schwester Anna.
Nach Studien in Kremsmünster und Ried legte Franz Ohnmacht 1911 die Reifeprüfung mit Auszeichnung ab. Da er Priester werden wollte, trat er am 1. Oktober 1911 in das Priesterseminar in Linz ein, wurde jedoch schon am 25. Oktober d.J. zum Theologiestudium an das Kollegium Germanicum in Rom geschickt. Er hörte Vorlesungen an der päpstlichen Universität Gregoriana und erwarb das Doktorat der Philosophie. Wegen der Kriegswirren wurde das Germanicum 1915 an das Canisianum in Innsbruck verlegt. Daher kehrte Franz Ohnmacht am 21. Mai 1915 zunächst in das Priesterseminar in Linz zurück, um dann seine Studien an der Universität Innsbruck fortzusetzen. In Innsbruck wurde er am 15. Juli 1916 auch zum Priester geweiht. Die Promotion zum Dr. theol. fand am 6. Juli 1917 statt. Der Rektor des Germanicums, P. Ferdinand Ehrenborg, bestätigte ihm am 12. Juli 1917, daß er sich als Alumne stets gut aufgeführt habe und Hoffnung gebe, ein guter Arbeiter im Weinberg des Herrn zu werden. Nach vorübergehender Tätigkeit als Kooperator in Neufelden (1917) kam Ohnmacht in gleicher Eigenschaft an die Stadtpfarre Urfahr, wurde aber schon am 1. April 1919 "gleichzeitig zum bischöflichen Sekretär ernannt ... und beauftragt, den Dienst am 12. April anzutreten". Die "Pfarramtlichen Nachrichten" der Stadtpfarre Urfahr vom 1. Mai 1919 melden, daß Ohnmacht am 12. April aus der Pfarre "schied". Es wird ihm bestätigt, daß er "äußerst segensreich" gewirkt und "sich durch sein liebenswürdiges Entgegenkommen in allen Kreisen der Bevölkerung Liebe und Achtung" erworben habe. In besonderer Weise habe er sich "um die Jugendbewegung und die katholische Frauenorganisation" bemüht. Ab 1. Mai 1919 übernahm Ohnmacht auch noch die Aufgaben eines Notars des kirchlichen Diözesangerichtes und Sekretärs des geistlichen Ehegerichtes. Ohnmacht übte auch die Aufgaben eines bischöflichen Zeremoniärs aus und hatte Bischof Johannes M. Gföllner auf dessen Visitationsreisen zu begleiten.
Da 1923 das Philosophiestudium im Rahmen der Theologie ausgebaut wurde, bestand Bedarf für einen zusätzlichen Professor. Der Bischof bestellte daher Ohnmacht am 5. Juli 1923 (mit Wirkung vom 1. August d.J.) zum prov. Professor der scholastischen Philosophie. Die Vorlesungen waren in lateinischer Sprache zu halten. Nominell blieb Ohnmacht auch noch bischöflicher Sekretär, wurde jedoch als solcher beurlaubt, während er die Stelle als Notar beim kirchlichen Diözesangericht weiterhin versehen sollte.
Als Professor nahm Ohnmacht Wohnung im Priesterseminar. Über Wunsch des Bischofs unterzog er sich am 17. Juni 1927 der "Fachprüfung aus Philosophie". Bei der schriftlichen Prüfung, die von 7 bis 12 und von 14 bis 19 Uhr dauerte, waren vier vom Bischof persönlich gestellte Fragen (Criterium veritatis et ratio certitudinis; Valor objectivus principii causalitatis; Animalibus non competit intelligentia veri nominis; Actio in distans est impossibilis) in lateinischer Sprache zu beantworten. Die Beurteilung der Prüfungsarbeit erfolgte durch das Professorenkollegium der theologischen Diözesanlehranstalt St. Pölten (Note: sehr gut). Der mündliche Probevortrag über das Thema "De unione corporis et animae" fand am 18. Juni 1927 vor dem Linzer Professorenkollegium statt. Mit 1. Juli 1927 wurde Ohnmacht zum definitiven Professor ernannt.
Schon im Jänner 1927 hatte Bischof Gföllner für die Diözese ein Exerzitiensekretariat eingerichtet, mit dessen Leitung Ohnmacht zusätzlich betraut wurde, wobei er jedoch von Gottfried Fischer O.Praem. unterstützt wurde. Mit 1. September 1929 wurde das Exerzitienreferat dem neu gegründeten Katholikensekretariat eingegliedert, das ebenfalls von Dr. Ohnmacht geleitet werden sollte. Um seinen neuen Aufgaben besser entsprechen zu können, entpflichtete ihn Bischof Gföllner am 25. Mai 1929 von seiner Professur, außerdem übersiedelte Ohnmacht am 1. Juli 1929 in den Bischofshof. Er sollte nun dem Ausbau der Standesseelsorge seine Kräfte widmen und den Priestern in allen neu auftauchenden seelsorglichen Fragen beratend zur Seite stehen.
Als 1930 das Studium auf sechs Jahre verlängert wurde, übernahm Ohnmacht nochmals einen vierstündigen Lehrauftrag für Philosophie (Beauftragung am 26. Mai 1930), den er mit 1. Juli 1931 wieder zurücklegte. Professor DDr. Josef Häupl folgte ihm nach.
1931 hatte Bischof Gföllner einen Hirtenbrief über die Katholische Aktion erlassen. Diese sollte in der Folge zum Hauptaufgabengebiet Dr. Ohnmachts werden. Der Bischof entpflichtete ihn daher am 2. Jänner 1934 als Notar des kirchlichen Diözesangerichtes. In seinem Schreiben nennt er Ohnmacht bereits "Generaldirektor der Katholischen Aktion", obwohl er ihn offiziell erst mit 1. August 1934 als solchen bestellte. Gföllner, der bis dahin den systematischen Ausbau der Katholischen Aktion noch nicht für opportun angesehen hatte, beauftragte nun Dr. Ohnmacht mit der "näheren Organisation" der KA, da sich inzwischen "die politischen Verhältnisse wesentlich geändert" hatten und "der katholische Volksverein eine Neuorientierung im Sinne der Katholischen Aktion erfahren" sollte. Vom Posten eines bischöflichen Sekretärs, von dem Ohnmacht ohnedies schon lange beurlaubt war, wurde er jetzt auch formell enthoben (15. September 1934).
Die Tätigkeit Ohnmachts auf dem Gebiete der KA fand in einem Nachruf folgende Beurteilung: "Seine Aufgeschlossenheit für alle Fragen, seine Initiative, sein Mut, auch Neuland zu betreten, befähigten ihn für die zentrale Organisationsarbeit, und sein gewinnendes persönliches Wesen ließ ihn nach allen Seiten hin Verbindungen finden und Freunde gewinnen" (LVBl. v. 13. April 1954, S. 3).
Obwohl nicht zuletzt auf Betreiben Gföllners der gesamte österreichische Klerus mit 15. Dezember 1933 aus der aktiven Politik zurückgezogen worden war, hatte der Bischof keine Bedenken, schon im Herbst 1934 außer Dr. Franz Eiblhuber auch Dr. Franz Ohnmacht als "Vertreter der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften" in den neu konstituierten Landtag zu entsenden. Am 15. Juli 1936 legte Ohnmacht jedoch sein Abgeordnetenmandat zurück. Anschließend gehörte er bis 1938 dem Bundeskulturrat an.
Ohnmacht besaß das Vertrauen Bischof Gföllners in ungewöhnlichem Ausmaß. Das wurde ihm nach dem "Anschluß" Österreichs an das Deutsche Reich zum Verhängnis. Schon am 13. März 1938, Ohnmacht war eben von einem Spaziergang mit dem Bischof zurückgekommen, wurde er - gewissermaßen stellvertretend für den Bischof, an den man sich nicht heranwagte, - festgenommen und in das Polizeigefängnis Linz (Mozartstraße) eingeliefert. Als Grund für die Festnahme gab man auch an, daß er in Akademikervorträgen für ein unabhängiges Österreich eingetreten sei. Nach drei Monaten Haft wurde Ohnmacht am Fronleichnamstag 1938, dem 16. Juni, mit anderen politischen Häftlingen in das Konzentrationslager Dachau abtransportiert. Darüber berichtet sein Mithäftling, der Landespolitiker Felix Kern: "Am Fronleichnamstag 1938 wurde ein Teil der politischen Häftlinge der Mozartstraße in Linz aufgerufen. Es hieß, daß eine 'Luftveränderung' eintreten werde. Es gab nicht wenige, die sich darüber freuten, weil das monotone Leben in den Zellen des Linzer Polizeigefängnisses ein Ende nehmen soll. Abends ging es im 'Grünen Heinrich' hinaus auf den Bahnhof. Dort wurden wir in den Kleinen Wartesaal der I. Klasse zusammengepfercht, um auf den aus Wien eintreffenden Extrazug zu warten. Mit dem Besteigen des Zuges fingen die Quälereien der SS-Schergen an. Es begann mit dem berühmten 'Fußstellen', so daß viele vor der Waggontür zusammenstürzten, hernach die üblichen Schläge mit Gewehrkolben usw. Dicht gedrängt saßen wir in den Waggonabteilen beisammen. Bei mir waren noch Primar Dr. Hittmair (Wels), Professor Dr. Ohnmacht (Linz), Postpräsident Dr. Groß (Linz) und andere. Zunächst kam das Kommando, alle müßten die Hände auf die Füße legen und immer in das Waggonlicht schauen. Wer die Augen wegwandte, bekam Schläge. Nachdem sich der Zug in Bewegung gesetzt hatte, wurde die Ablieferung aller persönlichen Sachen befohlen. Alle Taschen mußten geleert werden. Die Sachen wurden von den SS-Leuten gesammelt. Angeblich sollten wir sie wiederum zurückbekommen, gesehen haben wir aber nie mehr etwas davon ... Als wir um unseren Beruf gefragt wurden, stellte sich heraus, daß Dr. Ohnmacht ein Priester sei. Die unflätigsten Schimpfworte eines jungen SSlers waren die Folge. Dr. Ohnmacht erhielt Befehl, eine Predigt über die Jungfräulichkeit Mariens zu halten. Alles Sträuben half nichts, mit dem Revolver wurde dem Befehl Nachdruck verliehen. Da wir aus den Nachbarabteilen öfters Schüsse hörten, wußten wir, daß alles sehr ernst gemeint war. Dr. Ohnmacht entledigte sich seiner Sache in meisterhafter Weise. Deutsch sprach er einige neutrale Sätze und dann setzte er lateinisch immer ein Lob Mariens dazu. So ging es eine Weile fort. Der dumme SS-Mann kam bei der Sache nicht auf seine Rechnung. Er ließ von Dr. Ohnmacht ab. Zwischendurch kamen Turnübungen im engen Abteil, die sehr rasch ausgeführt werden mußten.
Auf diese Weise in einem fort beschäftigt, kamen wir während der Nacht über Salzburg nach München. Dort wurden wir in Viehwaggons verladen, und zwar an die 100 Personen in einen Waggon. In Dachau wurden wir bei schärfster Bewachung ausgeladen, zu einem Zug geordnet, an dessen Spitze Bürgermeister Dr. Bock, Dr. Hittmair, Dr. Ohnmacht und ich marschierten. So zogen wir im Konzentrationslager Dachau ein" (W. u. V. OÖ. II, 243f.)
Etwas abweichend davon berichtet der spätere Nationalratspräsident Dr. Alfred Maleta, daß Dr. Ohnmacht seinen "Predigtauftrag" durch das Abbeten des Ave Maria erfüllt habe, worauf ihn der SS-Mann mit dem Pistolenknauf auf den Schädel geschlagen habe (W. u. V. OÖ II, 234).
Nun begann für Dr. Ohnmacht ein wahrer Leidensweg. Sein KZ-Aufenthalt dauerte fast fünf Jahre. Vom 17. Juni 1938 bis 26. September 1939 war er in Dachau, dann bis 7. Dezember 1940 in Buchenwald, schließlich bis zu seiner Entlassung am 16. März 1943 wieder in Dachau. Etwa 1 1/2 Jahre mußte er bei einer Strafkompagnie im Steinbruch arbeiten.
In Dachau wirkte Ohnmacht seit 20. September 1941 auch als "Kapellenverwalter" bzw. "Lagerkaplan". Weil er öfter Beichte hörte und seelsorglich tätig war, mußte er "pfahlstehen, wurde auf den bloßen Körper geschlagen und schwer verwundet, mußte noch mehr als andere hungern. Das alles konnte ihn nicht niederbrechen. Er blieb der immer freundliche, fleißige, unentwegt treue, katholische Priester" (J. Fried). Vor seiner Entlassung wurde Ohnmacht zu einer "medizinischen Behandlung" herangezogen, die seine geistigen Kräfte zerstörte.
Bischof Fließer ernannte Ohnmacht, um seine weitere Integration in die Diözese zum Ausdruck zu bringen, mit 1. September 1938 zum Kooperator von Dietach, was er formell während der ganzen Zeit seines KZ-Aufenthaltes blieb.
Als am 16. März 1943 endlich die Entlassung Dr. Ohnmachts erfolgte, schien es zunächst, als dürfe er in die Heimat zurückkehren. Er teilte Bischof Josephus C. Fließer am 15. März 1943 telegraphisch mit: "Entlassen. Ankomme 1/2 2 Uhr nachts. Gruß Ohnmacht". Tatsächlich wurde er aber dann nach Gadebusch in Mecklenburg verbannt. Er durfte den Ort nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Staatspolizeistelle Schwerin verlassen. Mit Schreiben vom 5. April 1943 ernannte Bischof Fließer Dr. Ohnmacht zum Ordinariatsrat und auch wieder zum Notar des kirchlichen Diözesangerichtes, gleichzeitig beurlaubte er ihn und enthob ihn als Kooperator von Dietach.
Auch nach Kriegsende war Ohnmacht infolge der politischen Situation die Heimreise nicht gleich möglich, besonders nachdem die Sowjettruppen Mecklenburg, das zuvor von den Amerikanern und dann von den Engländern okkupiert worden war, besetzt hatten. Ohnmacht wohnte bei einem Schneidermeister, konnte teilweise auch seelsorglich tätig sein und wurde von der Besatzungsmacht respektvoll behandelt. Seine mehrmaligen Versuche, die Heimfahrt anzutreten, scheiterten. Am 31. Mai 1946 konnte er dem Bischof endlich mitteilen, daß "begründete Aussicht" bestünde, daß er "mit einem Lastauto" nach Berlin gelangen könne, wo ihn eine Familie aufnehmen würde, die ihm aus Gadebusch gut bekannt sei. Das glückte auch. Am 15. Juli d.J. benachrichtigte er den Bischof bereits aus Berlin darüber, daß er nun eine Möglichkeit zur Heimreise habe. Am 3. August 1946 kam Dr. Ohnmacht endlich in Linz an. Der Bischof beurlaubte ihn noch bis 1. September. Wohnen konnte er, durch Vermittlung Dr. Fließers, im Kloster der Elisabethinen.
Offiziell wirkte Ohnmacht nun als Referent im bischöflichen Ordinariat. "Doch bald zeigte sich, daß die vergangenen Jahre schwere Schädigungen der Gesundheit zur Folge hatten, die trotz aller ärztlicher Mühe nicht aufzuhalten waren" (LVBl. v. 13. April 1954, S. 3). Wegen des raschen Verfalls seiner geistigen Kräfte konnte er kaum mehr einer geordneten Beschäftigung nachgehen.
Zu Weihnachten 1947 ernannte Bischof Fließer Dr. Ohnmacht zum Ehrenkanonikus des Linzer Domkapitels. In dem betreffenden Dekret heißt es: "In Würdigung der Verdienste, die Sie sich seinerzeit als Generaldirektor der Katholischen Aktion um das Organisationsleben der Diözese erworben haben, und um einigermaßen gutzumachen, was Ihnen Ihre politischen Gegner wegen Ihrer Stellung im öffentlichen kirchlichen Leben und zum hochseligen Bischof Johannes Maria in den langen Jahren des KZ und der Verbannung angetan haben, ernenne ich hiemit Euer Hochwürden nach Beratung mit dem Hochwürdigsten Kathedralkapitel zum Ehrenkanonikus des Linzer Domkapitels und wünsche, daß Hochwürden sich von allen Nachwirkungen der furchtbaren Gefangenschaft noch ganz erholen und Ihre Kräfte wieder vollends dem Dienste der Diözese widmen können".
Dieser Wunsch hat sich leider nicht erfüllt. Mit 1. September 1948 mußte Ohnmacht vom Amt eines Judex prosynodalis und bischöflichen Gerichtsrates enthoben werden, seit 1951 konnte er nur mehr unter Assistenz eines Priesters die hl. Messe zelebrieren, schließlich war auch das nicht mehr möglich. Als Dr. Ohnmacht am 11. April 1954 um 16.30 Uhr im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz starb, kam der Tod als Erlöser von schwerem Siechtum. Das Requiem in der Krankenhauskapelle am 14. April hielt Bischofkoadjutor DDr. Franz S. Zauner, dann folgte in aller Stille die Beisetzung auf dem St. Barbara-Friedhof in Linz.

Auszeichnungen:
Geistlicher Rat (27. 6. 1929); Ehrenkanonikus (Weihnachten 1947).

QUELLE:
Die Linzer Ehrendomherren, in: Neues Archiv für die Geschichte der Diözese Linz 6 (1989/1990) (mit weiterführenden Literaturangaben)

 
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