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Michael Kraus (1854-1935)

Ehrendomherr der Diözese Linz

* 28. 7. 1854 Braunau
+ 31. 3. 1935 Gampern

Gymnasium in Salzburg
Theologiestudium in Linz 1874-1878
Priesterweihe am 29. 7. 1877, Linz

1878-1879 Kooperator in Pöndorf
1879-1880 Kooperator in Frankenmarkt
1880-1893 Kooperator in Vöcklamarkt
1893 Provisor in Hohenzell
1893 prov. Benefiziat bzw. Pfarradministrator in spiritualibus in Lauffen
1893-1894 Provisor in Lauffen
1894-1900 Pfarrer in Lauffen
1900-1901 Pfarrer in St. Johann am Wald
1901-1935 Pfarrer in Gampern

Michael Kraus wurde am 28. Juli 1854 in Braunau, Vorstadt, geboren. Sein Vater Michael Kraus war dort Bäckermeister, seine Mutter Maria (geb. Angsüßer) war eine Bauerstochter aus Ranshofen.

Die Pfarre Gampern war bis 1901 dem Stift Mattsee inkorporiert. In diesem Jahr löste der Linzer Bischof F. M. Doppelbauer den Inkorporationsverband auf, Gampern wurde damit selbständige Weltpriesterpfarre unter dem Patronate von Mattsee.

Pfarrer Kraus hat während seiner 35jährigen Amtszeit viel für die Kirche getan. Dazu gehörte unter anderem die Neueindeckung des Kirchturms (1903), die Kirchenpflastererneuerung, die Innenausmalung (1907) und neue Kirchenstühle; 1911 wurde über der alten Sakristei ein Stockwerk aufgebaut. Gänzlich durch Spenden aufgebracht wurden ein neuer geschnitzter Kreuzweg (1910) und die elektrische Beleuchtung (1923).
Michael Kraus erlebte in Gampern sechs Primizen; er pilgerte einmal nach Rom und zweimal nach Jerusalem, ansonsten lebte er selbst sehr bescheiden.

In dankbarer Würdigung der langjährigen verdienstvollen Wirksamkeit in der Seelsorge ernannte der Bischof Pfarrer Kraus am 8. Februar 1934, ein Jahr vor seinem Tod, zum Ehrendomherrn. Die feierliche Überreichung der Insignien fand am 10. Februar statt.
Kraus, der sich Zeit seines Lebens bester Gesundheit erfreute und wenig auf ärztliche Kunst hielt, starb 81jährig an einer Verdauungskrankheit und Herzschwäche.

Auszeichnungen:
Geistlicher Rat (2. 4. 1911); Konsistorialrat (28. 10. 1914); Ehrenkanonikus (8. 2. 1934); Ehrenbürger von Gampern (15. 11. 1911); Ehrenbürger von Vöcklamarkt; Goldenes Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich (1931).

QUELLE:
Die Linzer Ehrendomherren, in: Neues Archiv für die Geschichte der Diözese Linz 6 (1989/1990) (mit weiterführenden Literaturangaben)

 
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