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Josef Hemmelmayr (1863-1928)
Ehrendomherr der Diözese Linz
* 19. 3. 1863 Leonding
+ 19. 10. 1928 Linz
Staatsgymnasium in Linz bis 1884
Theologiestudium in Linz 1884-1888
Priesterweihe am 17. 7. 1887, Linz
1888-1891 Kooperator in Hartkirchen
1891 Pfarrprovisor in Tumeltsham
1891-1894 Benefiziat des St. Andrä Benefiziums in Eferding
1894-1898 Pfarradministrator in Schwertberg
1898-1908 Pfarrer in Kefermarkt
1908-1928 Pfarrexpositus in Linz-Lustenau (Herz Jesu)
Hemmelmayr wurde am 19. März 1863 in Leonding als Kind armer Eltern geboren. Sein Vater
Michael war "Scheitermacher". Über Hemmelmayrs Führung und Tätigkeit in der
Pfarre Hartkirchen stellte ihm Pfarrer Ferdinand Pichler das beste Zeugnis aus. 1908
bewarb sich Hemmelmayr vergebens um die Pfarre Mondsee. Der Bischof bat ihn dagegen, mit
Rechtswirksamkeit vom 1. Juli d.J. die Pfarrexpositur Linz-Lustenau zu übernehmen.
1912 machte Hemmelmayr eine Pilgerfahrt nach Lourdes. Für die im Ersten Weltkrieg (1916)
abgenommenen Kirchenglocken konnte der Expositus 1922 fünf neue anschaffen. 1921 war er
zum Synodalrichter des kirchlichen Diösesangerichtes ernannt worden. Zu Weihnachten 1924
wurde er für seine Verdienste in der Seelsorge durch die Verleihung eines
Ehrenkanonikates ausgezeichnet; die feierliche Übergabe der Insignien erfolgte am 28.
Dezember d. J. Hemmelmayr starb am 19. Oktober 1928 in Linz an den Folgen eines
Schlaganfalls und wurde am 22. Oktober in der Gruft der Herz-Jesu-Kirche beigesetzt.
F. Pesendorfer charakterisiert Hemmelmayr als einen humorvollen und frommen Menschen,
"der schon um 4 Uhr früh aufstand, um zu betrachten und zu beten".
"Beichtstuhl und Kanzel, Schule und Krankenbett bezeugten seinen Eifer, seine
Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit."
Auszeichnungen:
Geistlicher Rat (18.12.1909); Konsistorialrat (24.12.1921);
Ehrenkanonikus (24.12.1924).
QUELLE:
Die Linzer Ehrendomherren, in: Neues Archiv für die
Geschichte der Diözese Linz 6 (1989/1990) (mit weiterführenden Literaturangaben)
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