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Karl Göschlberger (1887-1972)

Ehrendomherr der Diözese Linz

* 7. 6. 1887 Ort b. Gmunden
+ 9. 7. 1972 Vöcklabruck

Staatsgymnasium Linz und Realgymnasium Gmunden bis 1906
Theologiestudium in Linz 1906-1910
Priesterweihe am 10. 10. 1909, Linz

1910-1912 Kooperator in Astätt/Lochen
1912-1914 Kooperator in Steyregg
1914-1917 Kooperator in Linz-St. Josef
1917-1918 Militärkurat im Italiener-Gefangenenlager Mauthausen
1918-1919 Kooperator in Bad Ischl
1919-1924 Sekretär im Bischöfl. Ordinariat Linz und Notar des kirchlichen Diöze- sangerichtes
1924-1925 Noviziat der Karmeliten in Graz
1925 Kooperator in Mehrnbach
1925 Kooperator in Maria Scharten
1925-1933 Sekretär im Bischöflichen Ordinariat Linz und Notar des kirchlichen Diözesangerichtes
1933-1963 Pfarrer in Nußdorf/Attersee
1940-1943 Dekanatsadministrator des Dekanates Schörfling
1943-1961 Dechant des Dekanates Schörfling
1959 Pfarrprovisor in Abtsdorf
ab 1963 Ruhestand in Nußdorf

Karl Göschlberger wurde am 7. Juni 1887 als Landwirtssohn in Grub 21, Ort b. Gmunden, geboren. Sein Vater Karl (*24. 1. 1860 Ohlsdorf, + 7. 2. 1944 Ort b. Gmunden) hatte am 21. Februar 1887 die Bauerngutsbesitzerin Anna Fellner (* 11. 5. 1860 Ort, + 10. 5. 1938 Ort) geheiratet
.
Nach den ersten Seelsorgeposten als Kooperator von Astätt, Steyregg, Linz-St. Josef und Bad Ischl ernannte ihn Bischof Gföllner 1919 zum Ordinariatssekretär. Mit 1. September 1924 wurde Göschlberger auf eigenen Wunsch von diesem Posten enthoben, er trat in den Karmelitenorden in Graz ein, mußte diesen aber wegen seiner schwachen Gesundheit bereits im Jänner 1925 wieder verlassen.
Mit 1. Juli 1925 übernahm Göschlberger erneut für weitere 12 Jahre den Dienst des Ordinariatssekretärs.
1933 bewarb sich Karl Göschlberger um die Pfarre Nußdorf am Attersee, die ihm auch übertragen wurde. 1940 wurde er in Vertretung des erkrankten Dechants von Schörfling, Ludwig Trauner (+ 11. 8. 1958), zunächst zum Dekanatsadministrator, mit 1. März 1943 schließlich zum Dechant des Dekanates Schörfling bestellt.
Die Seelsorge in Nußdorf war maßgeblich beeinflußt von der Struktur als Fremdenverkehrsort. Da die Pfarrkirche während der Saison oft zu klein wurde, waren Meßzelebrationen im Freien erforderlich. (1963: Errichtung einer Lautsprecheranlage im Freien).
In der Amtszeit Göschlbergers wurde der Kirchturm von Nußdorf mit Kupfer eingedeckt (1950), Hochaltar und Kanzel wurden renoviert (1953).
Im Juli 1954 hatte Baronin Eugénie von Ransonnet ihren Besitz in Nußdorf dem Linzer Priesterseminar als Erholungsheim angeboten. Das Gebäude wurde adaptiert und konnte im Juli 1955 erstmals von den Studenten als Feriendomizil bezogen werden. Dechant Göschlberger und seine Schwester unterstützten das Projekt in vollster Weise.
Zu Weihnachten 1959 wurde Karl Göschlberger mit der Würde eines Ehrendomherrn ausgezeichnet. "Durch Ihre Sorge und Vermittlung konnte dem Priesterseminar ein schönes Ferienheim geschaffen werden, dem Sie auch Ihre väterliche Sorge und Liebe während der Ferienmonate angedeihen lassen, sodaß Sie bei meinen Alumnen als Ferienregens gelten", gab der Bischof als Begründung an.

Göschlberger war künstlerisch begabt, er besuchte in Linz Abendkurse in Malerei.
Karl Göschlberger starb am 9. Juli 1972 im Krankenhaus Vöcklabruck und wurde am 12. Juli in Nußdorf am Attersee unter überaus großer Beteiligung begraben, u.a. nahm der damalige UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim, der sein Feriendomizil in Nußdorf hat, daran teil.

Auszeichnungen:
Geistlicher Rat (27. 6. 1929); Konsistorialrat (Weihnachten 1950); Ehrenkanonikus (Weihnachten 1959); Ehrenbürger von Nußdorf a. A.

QUELLE:
Die Linzer Ehrendomherren, in: Neues Archiv für die Geschichte der Diözese Linz 6 (1989/1990) (mit weiterführenden Literaturangaben)

 
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