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Josef Bamberger (1882-1950)
Ehrendomherr der Diözese Linz
* 11. 2. 1882 Garsten
+ 25. 11. 1950 Linz
Staatsgymnasium Linz (1.-4. Kl.), Kollegium Petrinum (5.-8. Kl.) 1897-1901
Theologiestudium in Linz 1901-1905
Priesterweihe am 24. 7. 1904, Linz
1905-1909 Kooperator in Pöndorf
1909 Kooperator in Pöstlingberg
1909-1910 Hilfspriester in Palting
1910-1911 Kooperator in Steyr/Stadtpfarre
1911-1912 Provisor des Benefiziums zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit in Steyr
1912-1923 Religionslehrer am öffentlichen Mädchen-Lyzeum in Steyr
1912-1931 Benefiziat zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit in Steyr
1931-1950 Stadtpfarrer in Steyr
1940-1950 Dechant des Dekanates Steyr
1945 Provisor. Referent für die Schulangelegenheiten Steyr-Stadt
1947-1950 Vertreter der röm. kath. Kirche im Stadtschulrat Steyr
Die Eltern Bambergers, Johann (+ 6.
4. 1901) und Viktoria (geb. Würleitner, + 20. 8. 1907), besaßen
die Eckermühle in Mühlbach, Pfarre Garsten.
Josef Bamberger besuchte zunächst das Staatsgymnasium in Linz und kam dann 1897 in das
damals neu errichtete Kollegium Petrinum.
Als Benefiziat in Steyr war er Religionslehrer am Mädchen-Lyzeum, bis dieses 1923 mit der
Realschule vereinigt wurde. Durch mehrere Jahre leitete er auch die Ortsgruppe des
Reichsbundes der Katholischen Jugend und rettete sie vor dem Verfall.
Ab 1923 war Josef Bamberger Direktionsvorsitzender des Steyrer Preßvereins. Unter ihm ist
für den Ausbau dieses Unternehmens außerordentlich viel geschehen. Zu Bambergers Zeit,
1924, übernahm es der Steyrer Preßverein auch, ein christliches Wochenblatt für das
Untere Mühlviertel zu schaffen, nachdem der Linzer Preßverein eine solche Neugründung
abgelehnt hatte. Die "Mühlviertler Zeitung" erwies sich allerdings als
Konkurrenz zum Linzer Wochenblatt, sodaß sie 1933 vom Preßverein Linz gekauft und dem
"Linzer Wochenblatt" eingegliedert wurde. Ein zweites Tochterblatt erhielt die
"Steyrer Zeitung" in der am 3. März 1929 zum ersten Mal erschienenen
"Kirchdorfer Zeitung". Sie fiel der Angliederung Österreichs an das Reich zum
Opfer.
In Würdigung des vorbildlichen Wirkens, vor allem aber in Anerkennung der Verdienste, die
sich Bamberger als Direktor der Preßvereinsdruckerei um die Hebung der katholischen
Presse erworben hat, wurde er am 22. Dezember 1930 zum Geistlichen Rat ernannt. 1935 legte
er die Stelle des Direktors wegen Arbeitsüberlastung zurück, wurde aber ab 1945 wieder
stellvertretender Obmann des Vereins.
Bamberger wurde am 9. August 1931 auf die Stadtpfarre Steyr installiert, er folgte damit
Ehrenkanonikus Johann Strobl.
Nach dem Tod von Ehrendomherr Alois Schließleder (Juni 1941) bat der Pfarrkirchenrat von
Steyr den Bischof um Verleihung des freigewordenen Ehrenkanonikates für Bamberger. Dieser
hatte damals bereits über 30 Jahre lang als Seelsorger gewirkt und sich viele Verdienste
um die Pfarrgemeinde erworben. Besonders angeführt seien die Beschaffung der Glocken, die
gänzliche Neurenovierung der Stadtpfarrkirche und der Margarethenkapelle, die Sorge für
die Armen und die Einführung der Pfarrcaritas. Eine weitere Aufgabe erstand ihm durch den
neuen Stadtteil Münichholz.
Am 24. Dezember 1942 wurde er schließlich zum Ehrendomherrn ernannt.
Bamberger starb am 25. November 1950 nach kurzem schweren Leiden in Linz und wurde am 29.
November 1950 in der Priestergrabstätte in Steyr begraben.
Auszeichnungen:
Geistlicher Rat (22. 12. 1930); Ehrenkanonikus (24. 12. 1942).QUELLE:
Die Linzer Ehrendomherren, in: Neues Archiv für die
Geschichte der Diözese Linz 6 (1989/1990) (mit weiterführenden Literaturangaben)
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