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Maximilian Aichern OSB (geb. 1932)
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Bischof von Linz (15.12.1981 - 18.05.2005)
Apostolischer Administrator der Diözese Linz (18.05.2005-06.07.2005)
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Der bereits seit längerem auf diplomatischem Weg kontaktierte
Bischofskandidat, der Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation und Abt
von St. Lambrecht, Maximilian Aichern (geb. 1932), wurde "auf ausdrücklichen Wunsch
des Papstes" mit 15. Dezember 1981 zum neuen Linzer Diözesanbischof ernannt.
An der Bischofsweihe (17. 1. 1982) im Neuen Dom nahmen ca. 10.000
Menschen teil. Die Aufnahme des neuen Bischofs, der "wie Abraham in ein fremdes Land
kam" (Worte des Bischofs), war eine überaus herzliche.
Während das Amt des Generalvikars, mit dem er Domkapitular Mag. Josef
Ahammer betraute, im Bistum eine längere Tradition aufweist, wurden erstmals 1992
Bischofsvikare für Teilbereiche ernannt (für Orden, Säkularinstitute und geistliche
Gemeinschaften; für Erwachsenenbildung und Pastorale Fortbildung; für Pastorale Dienste
und zuletzt 1998 für Caritas und soziale Aufgaben).
Zugleich wurden Generalvikar Josef Ahammer und Bischofsvikar Josef
Wiener mit der Durchführung von Pfarrvisitationen beauftragt. Der Diözesanbischof hatte
von 1982 bis 1993 alle Pfarren des Bistums persönlich visitiert.
Neben der Förderung der regionalen und örtlichen Pastoral sowie der
Bildungsstätten konnte auch die Katholisch-Theologische Hochschule päpstlichen Rechts
1988 definitiv errichtet werden und den neuen Fakultätsbau beziehen.
Der sich verschärfende Mangel an Priestern (Durchschnittsalter ca. 60
Jahre) gab den äußeren Anlass für eine weitergehende Ausschöpfung der pastoralen
Begabungen und Berufungen (Ständige Diakone, Pastoral-/Pfarrassistenten/innen, liturgische
Sonntagsfeiern ohne Priester, Beauftragung von Laien zur außerordentlichen Leitung von
kirchlichen Begräbnissen).
Die verstärkte Sorge um die Weitergabe des Glaubens sowie,
dass
"an jenen, die am Rande der Gesellschaft stehen, unser Christsein sichtbar werden
muss durch unsere praktisch geübte Caritas" (Worte des Bischofs) wurde bei
mehrfachen Großveranstaltungen und Anlässen angesprochen (u.a. Severinusjahr 1982,
Bistumsjubiläum/Dekanatsfeste 1984/85, Pastoralreisen des Papstes Johannes Paul II.:
Mauthausen, Enns-Lorch 1988).
Bei aktuellen Nöten der Gegenwart (Umwelt, Flüchtlingsbewegungen
infolge des Zusammenbruchs des "Ostblocks" etc.) wurde engagiert und wirksam
Solidarität geleistet (Aktion Nachbar in Not, Aktion Herbergssuche).
In diese aktuelle Problematik hineinwirkend wurde auch die Vorbereitung
des Sozialhirtenbriefes der Bischöfe Österreichs (1990) ein lebhaft diskutiertes Signal.
Zunächst sollte einmal, so der mit der Federführung der Vorbereitung betraute
Diözesanbischof Maximilian Aichern, "gehört werden, wie es den Menschen geht".
Der mit "sinnvoll arbeiten solidarisch leben" betitelte Grundtext zum
Hirtenbrief zeigt indirekt auf, was Frieden braucht.
Papst Benedikt XVI. hat am 18. Mai 2005 das
Rücktrittsgesuch von Diözesanbischof Maximilian Aichern angenommen. Bischof
Aichern blieb bis zur Ernennung von Dr. Ludwig Schwarz als Diözesanbischof
am 6. Juli 2005 Leiter der Diözese Linz als Apostolischer
Administrator.
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